Fluorid im Trinkwasser

Teilen:

Fluoride sind bestimmte Verbindungen des chemischen Elements Fluor. Fluor ist ein gasförmiges Element mit dem Elementsymbol F. Es gehört zur siebten Hauptgruppe, den Halogenen, zu denen auch Chlor, Brom und Jod gehören. Unter normalen Bedingungen ist Fluor gasförmig und farblos. Der Geruch ist sehr durchdringend. Das Element ist sehr ätzend und giftig. Das reaktionsfreudige Fluor geht außer mit den Edelgasen Helium und Neon mit allen Elementen chemische Verbindungen ein.

Fluor ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 9. Den meisten ist das Halogen aus Zahnpasta und anderen Zahnpflegeprodukten bekannt © Danijela, stock.adobe.com
Fluor ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 9. Den meisten ist das Halogen aus Zahnpasta und anderen Zahnpflegeprodukten bekannt © Danijela, stock.adobe.com

Wo kommen Fluoride vor? Welcher Grenzwert gilt?

Fluorit ist das häufigste Fluorid, das es in mehreren Farben gibt © Sebastian, stock.adobe.com
Fluorit ist das häufigste Fluorid, das es in mehreren Farben gibt © Sebastian, stock.adobe.com

Fluoride sind Salze der Fluorwasserstoffsäure und kommen sehr häufig vor. Fluorwasserstoffsäure ist unter dem Namen Flusssäure sehr bekannt. Fluoride sind in vielen Mineralen enthalten und auch im menschlichen Körper eingelagert. Zu den wichtigsten Fluoriden gehören:

  • CaF2 oder Fluorit, auch Flussspat genannt
  • YF3 oder Yttrofluorit
  • Cerfluorit
  • BaF2 Frankdicksonit
  • NaCaYf6 oder Gagarinit

Komplexere Fluorverbindungen enthalten noch ein weiteres Element, beispielsweise Aluminium, Bor oder Silicium. Daraus entstehen dann Tetrafluorborate oder Hexafluorsilikate, wie NaBF4 (Ferruccit) oder Na3AlF6 (Kryolith).

Aluminium kommt in der Natur nur in Form von Aluminiumverbindungen vor. Hauptsächlich wird es aus Bauxit, auch Tonerden genannt, gewonnen © ZenitX, stock.adobe.com
Aluminium im Trinkwasser

Aluminium ist ein viel diskutiertes Metall, das in zu hohen Dosierungen gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Die öffentlichen Diskussionen haben dazu… weiterlesen

Laut Trinkwasserverordnung liegt der Grenzwert für Fluorid bei 1,5 mg/l. Der Gehalt liegt allerdings meistens weit unter dem Grenzwert, und zwar bei durchschnittlich 0,25 mg/l.

bis zu 10% sparen

Leitungswasser-Test bestellen: Mit Rabattcode "GesundWohnen10" 10% sparen

  • Einfache Probeentnahme inkl. Anleitung
  • Wasseranalyse im akkreditierten Wasserlabor
  • Analyse nach DIN-EN-ISO 17025

Woher kommen die Fluoride und wie gelangen sie ins Grundwasser?

Besonders bekannt ist die Verwendung von Fluoriden als Zusatz in Zahnpasta oder Fluoridtabletten als Prophylaxe gegen Karies und um den Zahnschmelz zu härten. Es kommt auch als Zusatz in Speisesalz oder Milch vor. Einige Länder fluoridieren das Trinkwasser, was in Deutschland bereits seit 1976 verboten ist.

Auch in der Industrie finden Fluoride vielseitige Verwendung, beispielsweise in der metallverarbeitenden Industrie als Flussmittel oder in der chemischen Industrie zur Herstellung organischer Fluorchemikalien.

Fluoride kommen einerseits ganz natürlich im Boden vor und gelangen von dort ins Grundwasser. Chemisch hergestellte Fluoride gelangen über den Abfluss und die Kläranlage in die Oberflächengewässer, beispielsweise durch Zahnpasta.

Große Filteranlagen entfernen unerwünschte Stoffe aus dem Wasser. Ohne Aufbereitung darf kein Wasser in die öffentliche Wasserversorgung gelangen © Countrypixel, stock.adobe.com
Große Filteranlagen entfernen unerwünschte Stoffe aus dem Wasser. Ohne Aufbereitung darf kein Wasser in die öffentliche Wasserversorgung gelangen © Countrypixel, stock.adobe.com

Wie lassen sich Fluoride reduzieren?

Für die Reduzierung des Fluorgehalts im Trinkwasser funktionieren die Umkehrosmose oder die Destillation am besten. Die im Wasser gelösten Stoffe lassen sich nicht mit einem Wasserfilter entfernen.

TIPP

Leitungswasser testen lassen im Labor: Leitungswasser-Test anfordern und mit dem Rabattcode "GesundWohnen10" 10% sparen (Werbung).

Wie schädlich sind Fluoride für den Mensch und die Umwelt?

Im menschlichen Körper ist Fluor in den Zähnen und den Knochen in geringen Mengen eingelagert. Inwieweit es sich bei Fluoriden um essenzielle Spurenelemente handelt, ist bisher nicht wissenschaftlich belegt. Was bekannt ist, ist seine hemmende Wirkung auf Karies-Bakterien.

In höheren Dosierungen sind Fluoride jedoch toxisch. Je nach Fluorid ist es unterschiedlich stark giftig. Anorganische Fluorverbindungen stehen unter dem Verdacht, krebserregend zu sein. Sie können Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Darüber hinaus kann sich der Speichelfluss erhöhen, Durstgefühl kann entstehen und es kann zu zentralnervösen Symptomen kommen. Auch Atemdepression und Krämpfe sind möglich.

Fluorid ist für Pflanzen ebenfalls giftig. Nekrosen und beeinträchtigtes Wachstum können die Folge von zu viel Fluor sein. Einige Pflanzen, wie beispielsweise Weinreben, sind besonders empfindlich und zeigen schon bei sehr geringen Konzentrationen Schäden.

Für Tiere ist eine Verschmutzung durch Fluoride ebenfalls schädlich. Pflanzenfresser, die kontaminierte Pflanzen gefressen hatten, zeigten Knochen-, Haar-, Huf- und Krallenverfall sowie Karies. Bei Schafen und Rindern ist die Milchproduktion zurückgegangen.

Glyphosat ist ein Breitspektrum-Herbizid, das Landwirte auf der ganzen Welt einsetzen. Es vernichtet alle Pflanzen, die nicht gentechnisch verändert sind © luchschenF, stock.adobe.com
Glyphosat im Trinkwasser

Glyphosat ist sehr schnell nach seiner Einführung im Jahr 1974 zu einem der am häufigsten genutzten Pflanzenschutzmittel entwickelt. Es ist… weiterlesen

bis zu 10% sparen

Leitungswasser-Test
Mit Rabattcode "GesundWohnen10" 10% sparen

Einfache Probeentnahme inkl. Anleitung
Wasseranalyse im akkreditierten Wasserlabor
Analyse nach DIN-EN-ISO 17025
direkt an-
fordern

Hausbaukataloge
Tolle Hausbaulataloge mit viel Inspirationsmaterial

  • Bundesweites Netzwerk
  • Qualifizierte Anbieter
  • Unverbindlich
  • Kostenlos

Artikel teilen: