Neubaufeuchte vermeiden: 7 Tipps, die weiterhelfen

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Hat man sich den Traum vom neu gebauten Eigenheim erfüllt, ist es umso ärgerlicher, wenn sich im Neubau plötzlich Schimmel zeigt. Doch wie ist das überhaupt möglich? Für dieses Ärgernis ist meist Neubaufeuchte verantwortlich. Wie Sie der Schimmelbildung im Neubau vorbeugen können, verrät Ihnen der nachfolgende Ratgeber.

Feuchtigkeit im Neubau ist auch als Neubaufeuchte bekannt © voluta, stock.adobe.com
Feuchtigkeit im Neubau ist auch als Neubaufeuchte bekannt © voluta, stock.adobe.com

So entsteht Neubaufeuchte

Wird ein Haus neu gebaut, gelangt durch Baustoffe, wie Beton, Estrich und Putz, zwangsläufig auch Wasser in die Bausubstanz. Nach Abschluss der Arbeiten steckt in den Mauern einiges an Feuchtigkeit. Und das ist keineswegs weiter schlimm – sofern die Feuchtigkeit genug Zeit bekommt, um zu trocknen. Geschieht dies nicht, bleibt eine Restfeuchtigkeit bestehen, die schlimmstenfalls zur Ausbildung verschiedener Schimmelarten führen kann. Diese Feuchtigkeit kennt man auch als Neubaufeuchte.

Das Hauptproblem: Häuser werden oft zu schnell nach der Fertigstellung bezogen. Es braucht aber laut Einschätzung vieler Experten etwa 120 Tage und mehr, bis ein neu gebautes Gebäude vollständig getrocknet ist. So lange wollen oder können viele zukünftige Hausbesitzer jedoch nicht warten. Ein fataler Fehler, wie sich zeigen kann. Denn so wird die Entstehung von Neubaufeuchte und Schimmel begünstigt. Dabei ist es gar nicht schwer, Neubaufeuchte zu verhindern – unsere Tipps helfen dabei.

Manchmal ist es notwendig, den Rohbau durch entsprechende technische Maßnahmen zu trocknen © schulzfoto, stock.adobe.com
Manchmal ist es notwendig, den Rohbau durch entsprechende technische Maßnahmen zu trocknen © schulzfoto, stock.adobe.com

Schimmelfrei von Anfang an: Neubaufeuchte vermeiden

Damit es gar nicht erst zu Schimmel im Neubau kommen kann, ist es wichtig zu wissen, wie sich Neubaufeuchte vermeiden lässt. Kennt man die richtigen Tipps, ist es nämlich gar nicht so schwer, die Feuchtigkeit aus den Wänden zu bekommen. So können Sie ohne Sorge vor Schimmel, entspannt in Ihre Zukunft als Hausbesitzer starten.

Feuchtigkeit im Neubau muss trocknen
Feuchtigkeit im Neubau muss trocknen

Tipp 1: Bautrocknungsphase einhalten

Zugegeben, sobald das neue Haus endlich fertig ist, möchte man so schnell wie möglich einziehen. Doch, um Neubaufeuchte zu vermeiden, ist es erforderlich, das noch feuchte Mauerwerk gründlich austrocknen zu lassen. Und das braucht seine Zeit. Integrieren Sie daher am besten von Anfang an eine Bautrocknungsphase in Ihren Hausbauplan, an die sich Ihr Umzugstermin anschließt.

Die dafür notwendigen Trocknungsmaßnahmen sollten Sie unbedingt von einem Fachbetrieb ausführen lassen. So stellen Sie sicher, dass die überschüssige Feuchtigkeit vollständig entfernt wurde und Sie mit einem guten Gefühl dem Einzug entgegensehen können – ohne Angst vor Neubaufeuchte.

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Tipp 2: Zusätzliche Feuchtigkeit vermeiden

Nach Ihrem Einzug können Sie selbst weitere Maßnahmen ergreifen, um sich vor Neubaufeuchte zu schützen. Die oberste Prämisse hierfür lautet: Die Entstehung von zusätzlicher Feuchtigkeit vermeiden! Das können Sie im Alltag ziemlich einfach umsetzen. Der Fokus liegt dabei auf Küche und Badezimmer. Schalten Sie also beim Kochen stets die Dunstabzugshaube ein und öffnen Sie nach dem Baden und Duschen ein Fenster, damit die feuchte Luft entweichen kann.

Schimmelpilz liebt viel Luftfeuchtigkeit
Schimmelpilz liebt viel Luftfeuchtigkeit
Bautrockner können helfen, die Neubaufeuchte zu reduzieren © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Bautrockner können helfen, die Neubaufeuchte zu reduzieren © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Auch nach einer Feier oder Treffen mit Freunden sollten Sie den Räumen etwas Frischluft gönnen. Denn Atemluft kann den Feuchtigkeitsgehalt ebenfalls beachtlich steigen lassen. Wäschetrocknen in der Wohnung sollte gleichermaßen tabu sein. Kurz: Alles, was einen zusätzlichen Feuchtigkeitseintrag darstellt, sollte möglichst reduziert werden.  

Tipp 3: Ausgiebig Lüften

Egal, ob im Alt- oder Neubau: Lüften ist immer ein wirksames Mittel, um der Entstehung von Schimmel entgegenzuwirken. Vorausgesetzt, Sie machen es richtig. Denn hier schleichen sich mitunter Fehler ein. Beim Neubau sollten Sie mehrmals täglich Quer- und Stoßlüften – ganz gleich, welche Jahreszeit gerade herrscht. Nur so können Sie den Luftaustausch effektiv umsetzen und ein ausgewogenes Raumklima generieren. Im Winter genügen bereits wenige Minuten, im Sommer darf es auch mal länger sein.

Wichtig: Die von draußen einströmende Luft muss trocken sein! Ist es also draußen schwül oder nasskalt, sollten die Fenster lieber geschlossen bleiben und nur kurz stoßgelüftet werden.

Tipps für richtiges Lüften
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Tipp 4: Feuchtigkeit mit Hygrometer prüfen

Um genau prüfen zu können, wie hoch die Feuchtigkeit im Haus ist, lohnt es sich, ein Hygrometer zu kaufen. Dieses Messinstrument gibt den Gehalt der Luftfeuchtigkeit exakt wieder. Liegt der Wert über 60 %, ist Stoßlüften angesagt. Bei Werten zwischen 40 % und 55 % Luftfeuchtigkeit ist alles im grünen Bereich. Das Gute: Kaufen Sie ein Hygrometer, können Sie auch später davon profitieren. Denn so haben Sie den Feuchtigkeitsgehalt auch unabhängig von der Neubaufeuchte stets im Blick und wissen, wann Handlungsbedarf besteht.

Neubaufeuchte kann zur Schimmelbildung führen © pfluegler photo, stock.adobe.com
Neubaufeuchte kann zur Schimmelbildung führen © pfluegler photo, stock.adobe.com

Tipp 5: Heizung aufdrehen

So manchem mag es zwar gar nicht gefallen, aber: Um Neubaufeuchte zu entfernen, sollte in der Anfangszeit ordentlich geheizt werden – und das nicht nur im Winter.

Denn nur, wenn in den Innenräumen genügend warme Luft vorhanden ist, kann die Restfeuchte abtrocknen. Regelmäßiges Lüften gehört aber auch hier zum Pflichtprogramm. Schließlich muss die Feuchtigkeit irgendwie nach draußen gelangen.

Also, auch wenn Sie üblicherweise möglichst wenig heizen, sorgen Sie in der Anfangszeit dafür, dass es überall in Ihrem Neubau schön warm ist. Dann kann die Restfeuchte schnell(er) beseitigt werden und Sie können wieder zu Ihrem gewohnten Heizrhythmus zurückkehren.

Lüften bei Kippstellung kann die Schimmelbildung begünstigen © benjaminnolte, stock.adobe.com
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Tipp 6: Wände atmungsaktiv gestalten

Eine weitere Möglichkeit, um Neubaufeuchte entgegenzuwirken: Die Wände atmungsaktiv gestalten. Setzen Sie also bei der Wandgestaltung auf Farben und Tapeten, die diffusionsoffen sind. Dadurch können die Wände atmen und später schneller trocknen. Ein ausgewogenes Raumklima winkt Ihnen bei diesen Materialien ohnehin. Also haben Sie quasi gleich doppelt gewonnen.

Achten Sie auf diffusionsoffene Tapeten und ein ausgewogenes Raumklima. Schimmelpilze gedeihen oft zunächst im Verborgenen, hinter einem Schrank beispielsweise oder unter der Tapete © burdun, stock.adobe.com
Achten Sie auf diffusionsoffene Tapeten und ein ausgewogenes Raumklima. Schimmelpilze gedeihen oft zunächst im Verborgenen, hinter einem Schrank beispielsweise oder unter der Tapete © burdun, stock.adobe.com

Tipp 7: Platz zwischen Möbeln und Wand lassen

Generell eher ein No-Go: Möbel direkt an den Wänden platzieren. Stattdessen sollten zwischen Möbelstück und Wand immer etwa 10 Zentimeter Abstand gelassen werden. Dies verhindert, dass sich hinter den Möbeln Feuchtigkeit festsetzen und Schimmel bilden kann. Vor allem bei Außenwänden sollten Sie darauf achten.

Außerdem hilft es, die Wände während der Trocknungsphase nicht vollständig zuzuhängen. Wandverkleidungen, Bilder der XXL-Kategorie und dergleichen sollten Sie daher erst anbringen, wenn der Neubau vollständig frei von Restfeuchte ist. Dann können Sie sich auf der sicheren Seite wähnen.

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