Versicherung gegen Elementarschäden

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Sturzfluten, Lawinen & Co. – diese Police kann mehr als die Wohngebäudeversicherung

Der Klimawandel macht sich schon mit Extremwetterverhältnissen für alle zunehmend bemerkbar. Sturzfluten durchspülen Straßenzüge und dringen immer öfter in Häuser und Keller ein. Vermehrter Schneedruck verursacht Einsturzgefahr vor allem an Flachdächern. Mehr Niederschläge lösen in bergiger Gegend mehr Erdrutsche aus. Gegen all diese Elementarschäden versichert die klassische Wohngebäudeversicherung nicht. Hier zahlt bei einem Schaden nur die erweiterte Naturgefahrenversicherung (häufig noch Elementarschadenversicherung genannt).

Wasser steht im Keller © Stephanie Eichler, stock.adobe.com
Wasser steht im Keller © Stephanie Eichler, stock.adobe.com

Weniger als die Hälfte aller Häuser gegen Naturgewalten versichert

Nur knapp die Hälfte aller Gebäude in Deutschland seien vor den finanziellen Folgen durch Naturgefahren richtig geschützt, sagt des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Aber 99 Prozent aller Häuser könnten problemlos gegen dieses Risiko versichert werden.

Die Kehrseite der Medaille: Das verbleibende eine Prozent aller Häuser ist „so nahe am Wasser gebaut“, dass den Versicherern das Risiko zu hoch wird – oder die Prämien für Hausbesitzer unbezahlbar hoch wären. Hier haben Hausbesitzer also gar keine Wahl, ob sie eine solche Versicherung abschließen wollen oder nicht. Alle anderen müssen sich überlegen, ob sie diese zusätzliche Police für ihr Eigenheim kaufen wollen.

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Welche Kosten die Elementarschadenversicherung übernimmt

Ein Elementarschaden kann extrem teuer werden – bis hin zum Hausabriss. Dafür kommt diese Versicherung auf:

  • Reparaturen im und am Haus sowie den Nebengebäuden (z. B. Garage oder Schuppen)
  • Trockenlegung und Sanierung des Gebäudes
  • Den Abriss des Gebäudes (sofern erforderlich)
  • Konstruktion und Bau eines gleichwertigen Hauses
  • Kosten für eine alternative Unterkunft bzw. Mietausfälle, sollte das Haus vorübergehend unbewohnbar sein, können versichert werden (Extra).
Totalschaden: Klarer Fall für eine Naturgefahrenversicherung (Elementarschadenversicherung) © kyrien, stock.adobe.com
Totalschaden: Klarer Fall für eine Naturgefahrenversicherung (Elementarschadenversicherung) © kyrien, stock.adobe.com

Wie man eine Elementarschadenversicherung abschließt

Für Haus­eigentümer ist der Abschluss einer Elementarschaden­versicherung gar nicht so einfach – und nicht immer günstig. Nach Recherchen der Stiftung Warentest gibt es enorme Preis­unterschiede von teil­weise mehreren hundert Euro im Jahr für dieselbe Immobilie. Die Versicherer haben Städte, Dörfer und Straßen für die Bewertung des Risikos in Gefährdungsklassen eingeteilt:

  1. Gefähr­dungs­klasse 1: nach gegen­wärtiger Daten­lage nicht von Hoch­wasser größerer Gewässer betroffen,
  2. Gefähr­dungs­klasse 2: Hoch­wasser seltener als einmal in 100 Jahren, insbesondere Flächen, die bei einem sogenannten „extremen Hoch­wasser“ ebenfalls über­flutet sein können,
  3. Gefähr­dungs­klasse 3: Hoch­wasser einmal in 10 bis 100 Jahren,
  4. Gefähr­dungs­klasse 4: Hoch­wasser mindestens einmal in 10 Jahren.

93 Prozent aller Häuser liegen in der Gefähr­dungs­klasse 1. Die Gefährdungsklasse hat natürlich auch Auswirkungen auf die Höhe der Prämie.

Die jährlichen Kosten für eine Elementarschadenversicherung belaufen sich auf 600 bis 1000 Euro jährlich. Sie können diese Police natürlich als eigene Versicherung abschließen – oder als optionaler Zusatzbaustein zur Wohngebäude- oder Hausratversicherung.

Ein schützendes Dach über dem Dach: Die Bauleistungsversicherung schützt beispielsweise bei Unwetter oder Vandalismus © Jakub Krechowicz, stock.adobe.com
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