Den passenden Käufer für Ihr Haus finden

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Wie machen Sie passende Interessenten ausfindig?

Um ein Haus zu verkaufen, benötigen Sie natürlich einen Käufer, dem das Objekt gefällt und der bereit ist, den geforderten Kaufpreis zu zahlen. In einer Wohngegend, in der freie Angebote rar sind, wird es recht einfach sein, schnell einen passenden Interessenten zu finden. Falls jedoch gerade viele ähnliche Objekte in Ihrer Umgebung zum Verkauf stehen, kann dies schon etwas schwieriger werden. Der folgende Beitrag zeigt Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt, einen Käufer für Ihre Immobilie zu finden.

Wenn alles gut läuft, können Sie sich schon bald über passende Käufer für Ihr Haus freuen © fizkes, stock.adobe.com
Wenn alles gut läuft, können Sie sich schon bald über passende Käufer für Ihr Haus freuen © fizkes, stock.adobe.com

Empfehlungen sammeln und Schilder am Objekt aufstellen

Eine der preiswertesten Möglichkeiten für den Verkauf des Hauses ist es, dieses im Bekanntenkreis an den Mann zu bringen. Erzählen Sie Ihren Kollegen, Freunden und Verwandten, dass Sie beabsichtigen, die Immobilie zeitnah zu verkaufen. Beschreiben Sie das Haus ausführlich und geben Sie an, welchen Preis sie dafür erzielen möchten. Dies sollte auf keinen Fall die unterste Schmerzgrenze sein, sondern immer noch mit ein wenig Verhandlungsspielraum (ca. zehn Prozent bis 20 Prozent vom Kaufpreis wären angemessen) bieten. Bitten Sie dabei darum, Ihr Verkaufsangebot gerne weiterzuverbreiten und möglichen Interessenten Ihre Kontaktdaten zu übermitteln.

Falls auf diese Art und Weise der Verkauf zustande kommt, können sich sowohl Käufer als auch Verkäufer die teuren Maklergebühren sparen. Allerdings sollten Sie in diesem Fall besonders gründlich auf die Gestaltung des Kaufvertrags und die Bedingungen für die Übergabe des Objekts achten. Halten Sie von Anfang an eine Verkaufsmappe mit Kopien der wichtigsten Dokumente (wie zum Beispiel Lageplan, Grundrisse, Energieausweis und Baubeschreibung) bereit. Diese können Sie den Interessenten während der Besichtigung zeigen oder bei Bedarf auch aushändigen. Es kann auch praktisch sein, diese Dokumente mit dem Handy zu fotografieren und papierlos zu versenden. Achten Sie dabei allerdings darauf, wem Sie diese Dokumente anvertrauen möchten, denn sie enthalten zum Teil sensible persönliche Daten.

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Zusätzlich können Sie ein Verkaufsschild am Haus aufstellen. Dieses lässt sich entweder Vorgarten platzieren oder kann innen im Haus hinter einem Fenster aufgehängt werden. Auf dem Schild sollten mindestens der Hinweis „Zu verkaufen“ und eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse für eine schnelle und einfache Kontaktaufnahme zu sehen sein. Wenn Sie keinen Makler einschalten möchten, kann eine kurze Notiz „provisionsfrei“ das Interesse an der Immobilie stark steigern. Möglicherweise melden sich dann auch Immobilienmakler bei Ihnen. Das muss kein Nachteil sein, denn so haben Sie bei Bedarf direkt einen kompetenten Vermittler zur Hand.

Tipp: Wenn Sie ein Verkaufsschild aufstellen möchten, achten Sie darauf, dass dieses entweder wetterfest ist oder sich im Haus befindet. Kontrollieren Sie das Schild von Zeit zu Zeit, damit sie eventuelle Beschädigungen reparieren können. Schauen Sie außerdem regelmäßig in den Briefkasten, auch wenn das Haus nicht mehr bewohnt ist. Manche Interessenten hinterlassen hier eine Notiz mit der Bitte um Kontaktaufnahme.

Es gibt viele Wege, einen passenden Käufer für Ihre Immobilie zu finden © js-photo, stock.adobe.com
Es gibt viele Wege, einen passenden Käufer für Ihre Immobilie zu finden © js-photo, stock.adobe.com

Inserate schalten

Die klassische Methode, um ein Haus zu verkaufen, ist die Schaltung von Inseraten in Zeitschriften oder auf Onlineportalen. Es gibt einige Portale, bei denen dies mit geringen Kosten oder kostenfrei möglich ist. Bestimmte Anbieter gestatten außerdem für Neukunden eine kurze Zeit, in der sie ihr Inserat kostenfrei veröffentlichen dürfen. Bei eBay Kleinanzeigen müssen Sie zum Beispiel gar keine Gebühren zahlen, wenn Sie maximal zwei Immobilienanzeigen gleichzeitig veröffentlichen. Diese Portale sind für Inserate zum Hausverkauf zu empfehlen:

  • immobilienscout24.de
  • Immopool.de
  • Immowelt.de
  • Immonet.de
  • meinestadt.de
  • eBay-Kleinanzeigen.de
  • Immobilio.de
  • ohne-Makler.net

Außerdem können Sie in regionalen Tageszeitungen eine Annonce schalten. Dies ist mit etwas weniger Aufwand verbunden, da Sie hier nur einige Zeilen kurzen Angaben zum Objekt schreiben müssen.

Hinweis: Wenn Sie eine Anzeige zum Verkauf Ihres Hauses veröffentlichen wollen, benötigen Sie fast immer einen Energieausweis. Eine Ausnahme wird bei Denkmalschutzobjekten und bei Gebäuden mit weniger als 50 Quadratmeter Nutzfläche gemacht, die ohne Energieausweis verkauft oder vermietet werden dürfen. Die Kosten für den Energieausweis betragen zwischen 50 und 100 €.

Sie können selbst Anzeigen in Zeitschriften oder auf Immobilienportale schalten, um Ihr Haus direkt in Eigenregie zu verkaufen © Eisenhans, stock.adobe.com
Sie können selbst Anzeigen in Zeitschriften oder auf Immobilienportale schalten, um Ihr Haus direkt in Eigenregie zu verkaufen © Eisenhans, stock.adobe.com

Was kommt alles in die Verkaufsanzeige?

Falls Sie Ihre Anzeige in einem der bekannten Immobilienportale aufgeben möchten, werden Sie automatisch zur Eingabe der wichtigsten Daten aufgefordert. Wenn Sie diese Unterstützung nicht haben, veröffentlichen Sie die folgenden Details für das Objekt in der Annonce:

  • Art des Hauses (Einfamilienhaus frei stehend, Doppelhaushälfte, Reihenhaus o. ä.)
  • Wohnfläche und Nutzfläche
  • Anzahl der Etagen
  • Größe des Grundstücks
  • Anzahl der Zimmer (zusätzlich Anzahl Bad/WC, Schlafzimmer)
  • eventuell vorhandene Ausbaureserve im Keller oder auf dem Dachboden
  • Angaben zu Garagen und Stellplätzen
  • mit oder ohne Maklergebühren
  • ab wann bezugsfrei (können Mietverträge übernommen werden?)
  • Haus fertiggestellt oder noch in der Bauphase?
  • Baujahr und Jahr der letzten Sanierungen
  • Energieträger und vorhandene Anschlüsse (Abwasser, Wasser, Strom, Gas etc.)
  • besondere Merkmale wie zum Beispiel Kamin, Wintergarten oder besonders hochwertige Badinstallationen
  • Lagebeschreibung (hier müssen Sie nicht die konkrete Adresse angeben, wenn Sie dies nicht wünschen)
  • Fotos und Grundrisse vom Objekt
  • Kaufpreis

Alle diese Daten gehören auch in das Exposé, falls Sie ein solches selbst anfertigen möchten.

Tipp: Je genauer Sie das zu verkaufende Haus beschreiben, desto besser können sich die Interessenten das Objekt vorstellen. Sie verhindern damit zahlreiche Rückfragen von Personen, die später von einem Kauf Abstand nehmen, weil das Gesamtpaket doch nicht so gut für sie passt. Damit können Sie viel Zeit und Ärger sparen.

Mit einer ausführlichen und detaillierten Beschreibung des Objekts lassen sich mehr Interessenten gewinnen und bessere Preise erzielen © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Mit einer ausführlichen und detaillierten Beschreibung des Objekts lassen sich mehr Interessenten gewinnen und bessere Preise erzielen © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Einen Makler beauftragen

Die einfachste und für Sie mit dem geringsten Zeitaufwand verbundene Lösung wäre es, einen Immobilienmakler mit dem Verkauf zu beauftragen. Es bleiben auch bei dieser Variante noch einige Vorbereitungsarbeiten zu erledigen und Sie werden nach der endgültigen Entscheidung für einen bestimmten Käufer eventuell noch ein kurzes Gespräch oder eine gemeinsame Besichtigung durchführen. Alle anderen Arbeiten, wie zum Beispiel das Gestalten des Exposés, das Schalten von Anzeigen und die Besichtigungen vor Ort führt der Makler für Sie durch. Viele Makler verfügen außerdem über eine Datenbank mit Interessenten, die nach einem Haus suchen. In diesem Fall kann unter Umständen rasch ein Käufer gefunden werden.

An einer Grundstücksauktion teilnehmen

Eine weitere Möglichkeit, einen Käufer für Ihr Haus zu finden wäre es, an einer Grundstücksauktion teilzunehmen. Diese Grundstücksauktionen haben nichts mit einer Zwangsversteigerung zu tun. Sie werden von geprüften Versteigerungsbüros durchgeführt und finden mehrmals im Jahr statt. Als Verkäufer nehmen Sie einfach mit dem Betreiber Kontakt auf und lassen sich die Konditionen für Ihre Teilnahme erläutern.

Marktführer in diesem Bereich ist die Deutsche Grundstücksauktionen AG, welche mit mehreren Tochterunternehmen in allen Bundesländern vertreten ist. Dieses Unternehmen bietet Ihnen beispielsweise eine kostenlose Bewertung mit einem ausführlichen Gutachten für Ihr Objekt an. Damit erhalten Sie eine solide Berechnungsbasis für den mindestens zu erzielenden Kaufpreis, den Sie als Startgebot in der Auktion angeben können. Eine Gebühr für die Auktion wird nur fällig, wenn das Objekt erfolgreich versteigert wurde und danach der Kaufvertrag rechtskräftig zustande kommt. Die Höhe der Gebühren wird individuell mit dem Auktionator ausgehandelt, bevor Sie Ihr Haus dort zum Verkauf anbieten. Weitere Vorteile für diese Lösung wären:

  • schneller Verkauf innerhalb weniger Wochen möglich
  • sehr hohe Reichweite (national und international)
  • durch das Bieterverfahren sind Höchstpreise beim Verkauf erzielbar
  • Transparenz und klare gesetzliche Regelungen zum Verfahren
  • Verkaufstermin kann individuell geplant werden
  • es werden nur geprüfte Käufer zur Aktion zugelassen

Ob Sie sich für diese Variante entscheiden, können Sie in aller Ruhe prüfen. Gebühren werden bei diesem Verfahren in der Regel wirklich erst nach einem erfolgreichen Verkauf fällig. Fragen Sie trotzdem bei der Kontaktaufnahme nach, ob es inzwischen geänderte Konditionen gibt.

Bausachverständige bei einer Besichtigung vor Ort © auremar, stock.adobe.com
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Nutzen Sie eine Grundstücksauktion, um Ihr Haus zum Höchstpreis zu verkaufen © Gina Sanders, stock.adobe.com
Nutzen Sie eine Grundstücksauktion, um Ihr Haus zum Höchstpreis zu verkaufen © Gina Sanders, stock.adobe.com

Kaufgesuche durchforsten

Oft geben Personen, die ein Haus kaufen möchten, selbst ein Inserat mit einem Kaufgesuch auf. Diese Anzeigen finden Sie in regionalen Tageszeitungen, auf den gängigen Immobilienportalen und auch unter Kleinanzeigen. Hier können Sie gelegentlich selbst einen Blick auf die Gesuche werfen und so vielleicht ganz einfach einen passenden Käufer für Ihr Haus finden. Der Zeitaufwand dafür ist relativ gering und Sie müssen weder Gebühren für den Immobilienmakler noch für Anzeigen oder für die Grundstücksauktion bezahlen.

Falls es mit dem Verkauf des Hauses für längere Zeit gar nicht funktionieren will, kann es sein, dass einige Rahmenbedingungen nicht stimmen. Ändern Sie deshalb probeweise den Preis. Das kann sowohl eine Reduzierung als auch bei einer Steigerung des Kaufpreises zu Erfolg führen. Schauen Sie sich die Beschreibung an, ob es hier mögliche Hindernisse für die Interessenten gibt. Eventuell können noch abzulösende Restschulden einer Bank, Leitungs- oder Wegerechte für das Grundstück oder andere Details störend wirken. Versuchen Sie, mit Interessenten darüber ins Gespräch zu kommen und fragen Sie Ihren Makler, wie sich das Angebot attraktiver gestalten ließe.

In einem Exposé müssen zahlreiche Fakten aufgeführt werden, damit sich mögliche Käufer ein gutes Bild vom Objekt machen können © MQ-Illustrations, stock.adobe.com
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