Besichtigungstermin für den Hausverkauf

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So bereiten Sie den Termin richtig vor

Ohne eine Besichtigung vor Ort lässt sich kaum ein Haus verkaufen. Sie als Verkäufer können diese Möglichkeit nutzen, um die Immobilie bestens zu präsentieren und den möglichen Interessenten etwas ein wenig zu befragen. Bereiten Sie sich auf jeden Besichtigungstermin in Ruhe vor und halten Sie wichtige Unterlagen bereit. Das ist wichtig, um diese Begegnung mit möglichen Käufern so zu gestalten, dass beide Parteien alle Informationen erhalten, die ihnen eine Entscheidung für oder gegen den Kauf helfen. Der folgende Beitrag liefert Ihnen wertvolle Tipps für die Vorbereitung des Besichtigungstermins.

Mit sauberen Räumen lässt sich Ihre Immobilie bei einer Besichtigung wesentlich vorteilhafter präsentieren © Art_Photo, stock.adobe.com
Mit sauberen Räumen lässt sich Ihre Immobilie bei einer Besichtigung wesentlich vorteilhafter präsentieren © Art_Photo, stock.adobe.com

Das Objekt beräumen und reinigen

Bevor Sie anderen Personen das Haus zeigen, sollten Sie das Objekt so weit wie möglich beräumen oder etwas Ordnung herstellen. Reinigen Sie die Zimmer und putzen Sie die Sanitäranlagen. Entfernen Sie unbedingt alles, was nach Müll aussieht. Dazu zählen auch weniger gut riechende Textilien, wenn vielleicht vorher Raucher im Haus gewohnt haben oder Tiere in den Räumen gehalten wurden.

Falls sich noch Möbel im Haus befinden, welche die neuen Eigentümer bei Interesse übernehmen können, lassen Sie diese natürlich einfach stehen. Hier wird es einen guten Eindruck machen, wenn diese sauber, leer und frei von Müll sind.

Tipp: Wenn Sie selbst keine Zeit für diese Reinigungs- und Räum-Aktionen haben, beauftragen Sie einfach einen Hausmeisterdienst oder eine professionelle Reinigungsfirma damit.

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Rundgang festlegen

Nehmen Sie sich etwas Zeit und überlegen Sie, in welcher Reihenfolge Sie die Räume im Haus den Besuchern zeigen möchten. Üblicherweise fängt man mit dem Flur an, macht eine Runde durch die Wohnräume in der ersten Etage, geht dann in die oberen Etagen und bis zum Dach und beendet die Besichtigung im Keller. Danach können Sie eine Außenbesichtigung für den Garten, die Garage und weitere Elemente auf dem Grundstück einplanen.

Laufen Sie diesen Weg einmal allein für sich ab und machen Sie sich dabei Notizen:

  • Wo gibt es Dinge, auf welche Sie besonders hinweisen möchten?
  • Welche Materialien wurden in den einzelnen Räumen verbaut (wie etwa Parkett oder hochwertiger Teppichboden)?
  • Was ist bei der Haustechnik zu beachten (Alter der Heizanlage, Art der Energieträger, Speichermöglichkeiten)?

Kontrollieren Sie bei diesem Rundgang auch gleich, ob alle Schlüssel für die Türen vorhanden sind und stecken Sie diese gegebenenfalls an ihren Platz.

Tipp: Falls Sie Ihre Immobilie in der Winterzeit anbieten und voraussichtlich Besichtigungen in den dunklen Abendstunden stattfinden, sollten Sie außerdem die Beleuchtung in den Räumen kontrollieren. Wo keine Deckenleuchten vorhanden sind, stellen Sie Strahler auf oder nehmen eine leistungsfähige Handlampe mit.

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Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung der Innenräume. Mit einem transportablen Baustrahler lässt sich das einfach realisieren © ArtHdesign, stock.adobe.com

Unterlagen vorbereiten

Bereiten Sie alle Unterlagen, welche das Haus betreffen, sorgfältig vor. Dazu gehören unter anderem das Exposé, Grundbuchauszug und die Baumappe. Legen Sie sich einen Ordner mit Kopien dieser Dokumente an, den Sie zu jeder Besichtigung mitnehmen. Hier können Sie außerdem einige leere Blätter einheften, auf denen Sie später während der Besichtigung Ihre Notizen niederschreiben können.

Argumente für mögliche Kritik sammeln

Haben Sie während Ihres ersten Rundgangs Mängel oder Nachteile entdeckt? Notieren Sie auch diese Fakten und überlegen Sie sich in einer ruhigen Stunde, mit welchen Argumenten Sie kritischen Käufern in diesen Punkten begegnen können. Mögliche Strategien für eine Diskussion wären beispielsweise:

  • Angabe der Kosten, mit denen der Mangel behoben werden kann
  • Angebot, die entsprechenden Arbeiten selbst noch vor dem Kauf auszuführen
  • Überlegung, welcher Preisnachlass je Fall gerechtfertigt wäre

Wenn es für sie keinen großen Aufwand macht, können Sie kleine Fehler auch bereits vor der ersten Besichtigung selbst beheben. Dann kommen kritische Fragen für diese Mängel gar nicht erst auf.

Protokoll führen

Zu jeder Besichtigung sollten Sie Protokoll führen. Notieren Sie sich zu Beginn die Kontaktdaten des Besuchers und schreiben Sie sich die Fragen auf, welche zum Objekt gestellt wurden. Das können Sie auch nach dem Ende der Besichtigung machen, damit das Gespräch nicht zu sehr gestört wird.

Schreiben Sie sich auch auf, wenn Sie Fragen nicht sofort beantworten konnten. Das kann Ihnen für die nächsten Besichtigungen nützlich sein. Außerdem ist es so möglich, den Interessenten später noch die gewünschten Auskünfte zu geben.

Tipp: Wer nicht gerne schreibt, nimmt einfach eine Sprachnachricht diese Informationen auf dem Handy auf. Diese lassen sich später bei Bedarf wieder abspielen und so auch für einige Zeit speichern.

Während oder nach der Besichtigung ist es eine gute Idee, sich Notizen zu wichtigen Fragen sowie zu den möglichen Käufern zu machen © Kris Tan, stock.adobe.com
Während oder nach der Besichtigung ist es eine gute Idee, sich Notizen zu wichtigen Fragen sowie zu den möglichen Käufern zu machen © Kris Tan, stock.adobe.com

Kontaktdaten austauschen

Falls Sie nicht schon beim Vereinbaren des Termins die Kontaktdaten der Besucher abgefragt haben, tun Sie dies spätestens zu Beginn der Besichtigung. Geben Sie Ihrerseits selbst eine Möglichkeit für eine direkte Kontaktaufnahme an. Bitten Sie dabei die Kaufinteressenten darum, Ihnen zeitnah abzusagen, wenn sie sich doch nicht für dieses Objekt entscheiden möchten und natürlich genauso, wenn Sie sich sicher sind, dass der Kauf zustande kommt.

Zeit für Fragen und Small Talk einplanen

Planen Sie für jede Besichtigung ausreichend Zeit ein. Wie lange Sie ungefähr für einen kompletten Rundgang benötigen, können Sie bei Ihrer ersten „Probebesichtigung“ feststellen. Zu dieser Frist sollten Sie mindestens noch eine halbe Stunde extra hinzugeben, um Zeit für Fragen und ein wenig Small Talk zu haben.

Laden Sie nach Möglichkeit nie mehrere verschiedene Interessenten auf einmal ein. Das kann zwar durch die Konkurrenzsituationen die Dringlichkeit für die Käufer erhöhen, wirkt aber tatsächlich wenig seriös. Außerdem können Sie sich so nicht wirklich den Fragen der Interessenten widmen und verlieren möglicherweise gerade die Käufer, welche eine besonders gute Bonität und echte Kaufabsichten haben.

Fragen an den Käufer

Nicht nur der Käufer kann an Sie Fragen stellen, sondern auch Sie können sich an Ihr Gegenüber wenden, um mehr über die Motivation für den Kauf und die Pläne mit dem Haus erfahren. Erkundigen Sie sich beispielsweise, ob der Kaufpreis über eine Bank finanziert werden soll und ob der Interessent dazu bereits Vorverhandlungen geführt hat. Lassen Sie sich nach Möglichkeit die Bonität nachweisen, wenn Sie das Objekt für eine bestimmte Frist reservieren sollen.

Weitere Fragen können dabei helfen, mögliche Probleme oder Zweifel in Bezug auf die Eignung des Objektes auszuräumen:

  • Struktur der Nachbarschaft und ob gerne neue Kontakte geknüpft werden
  • Welche sozialen Einrichtungen werden in der Nähe gewünscht?
  • Wird eine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel benötigt?
  • Welche Hobbys hat die Familie – lassen sich diese im neuen Haus fortführen?
  • Passt die Raumaufteilung? Hier könnten Sie erläutern, wie aufwendig eine Änderung der Grundrisse wäre und in welchem Maße dies überhaupt möglich ist.
  • Besteht Interesse, noch vorhandenes Inventar zu übernehmen oder soll dieses entsorgt werden?

Tipp: Sagen Sie anderen Interessenten erst dann endgültig ab, wenn der Kaufvertrag geschlossen und der Kaufpreis geflossen ist. Bewahren Sie deren Kontaktdaten auf, bis Sie sich sicher sind, dass mit dem Verkauf der Immobilie alles reibungslos klappen wird. Danach sind Sie nach Datenschutzgesetz dazu verpflichtet, die persönlichen Informationen aller anderen Interessenten zu vernichten bzw. zu löschen.

Das sollten Sie vor jedem einzelnen Besichtigungstermin außerdem tun

Für einen reibungslosen Ablauf Ihrer Besichtigungstermine wäre es eine gute Strategie, immer ein paar Minuten vor dem vereinbarten Termin vor Ort zu sein. Sie haben dann Zeit, noch einmal einen kurzen Kontrollgang zu machen und die Räume zu lüften.

Schauen Sie außerdem noch einmal in Ihre Notizen, um sich die Namen der Besucher einzuprägen. Mit einer persönlichen Begrüßung, bei der Sie Ihre Interessenten namentlich ansprechen, schaffen Sie gleich von Beginn an eine freundliche und angenehme Atmosphäre.

Falls es Ihnen ausnahmsweise einmal nicht möglich sein sollte, pünktlich zu sein oder Sie den Termin gar nicht wahrnehmen können, versuchen Sie unbedingt, die Kaufinteressenten zeitnah telefonisch zu erreichen. Meist lässt sich unkompliziert eine kleine Wartezeit vereinbaren oder Sie können direkt einen neuen Termin vereinbaren.

 Nehmen Sie sich vor jedem Besichtigungstermin etwas Zeit, die Räume zu lüften und einen kurzen Kontrollgang zu machen © Bonsales, stock.adobe.com
Nehmen Sie sich vor jedem Besichtigungstermin etwas Zeit, die Räume zu lüften und einen kurzen Kontrollgang zu machen © Bonsales, stock.adobe.com
Wenn alles gut läuft, können Sie sich schon bald über passende Käufer für Ihr Haus freuen © fizkes, stock.adobe.com
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Wie machen Sie passende Interessenten ausfindig? Um ein Haus zu verkaufen, benötigen Sie natürlich einen Käufer, dem das Objekt gefällt… weiterlesen

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