9 typische Fehler beim Hausverkauf vermeiden

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Wie Sie häufige Fehler clever vermeiden können

Der Verkauf eines Hauses sollte sorgfältig vorbereitet werden, denn bei Fehlern können Sie hier richtig viel Geld verlieren. Dabei geht es nicht nur um Verhandlungsgeschick und den richtigen Preis, sondern auch um einige Dinge, die auf den ersten Blick gar nicht so wichtig erscheinen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, welche typischen Fallstricke Hausverkäufer vermeiden sollten und wie Sie dies am besten realisieren.

Geben Sie Ihre Immobilienanzeige erst auf, wenn Sie alle Rahmenbedingungen für den Verkauf geklärt haben © Daniel Ernst, stock.adobe.com
Geben Sie Ihre Immobilienanzeige erst auf, wenn Sie alle Rahmenbedingungen für den Verkauf geklärt haben © Daniel Ernst, stock.adobe.com

Nr. 1: Zu schnelle Veröffentlichung des Angebotes

Sie haben sich entschlossen, Ihr Haus zu verkaufen und wollen dies nun möglichst schnell über die Bühne bringen. Das ist verständlich, bei einer mangelnden Vorbereitung ist die Gefahr groß, mögliche Interessenten zu verprellen oder einen schlechten Preis für die Immobilie zu erzielen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, alle Unterlagen zu prüfen und eine gute Beschreibung für das Objekt zu erstellen. Außerdem sollten Sie in Ruhe den Markt prüfen, um ein Gefühl für Angebot und Nachfrage sowie für aktuell realistische Preise für vergleichbare Häuser zu bekommen.

Besteht noch ein Darlehen für diese Immobilie? Wenn Sie das Haus kaufen möchten, haben Sie das Recht, eine Baufinanzierung vorzeitig abzulösen. Allerdings müssen Sie sich dann darauf einrichten, eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zu zahlen. Diese wird besonders hoch sein, wenn die Zinsen seit Aufnahme des Kredits gesunken sind, so wie es aktuell der Fall ist. Lassen Sie sich daher von Ihrer Bank die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung berechnen. Eventuell kann es sich lohnen, das Haus noch für einige Jahre zu vermieten, statt es gleich zu verkaufen. Das kann auch der Fall sein, wenn Sie das Objekt noch nicht zehn Jahre lang in Ihrem Besitz haben, denn dann könnte möglicherweise eine Spekulationssteuer fällig werden. Konkrete Auskünfte dazu kann Ihnen Ihr Steuerberater geben.

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Nr. 2: Ungenaue Kalkulation

Der Kaufpreis sollte sich nach einem realistischen Marktwert der Immobilie richten. Bei dieser Kalkulation dürfen Sie nicht vergessen, eventuelle Nebenkosten für den Kauf wie Spekulationssteuern, Maklergebühren oder Gebühren für ein Sachgutachten einzuplanen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie den Erlös aus dem Hausverkauf für andere Investitionen verwenden möchten und auf eine bestimmte Summe angewiesen sind. Gehen Sie neue Verträge deshalb erst ein, wenn der Kaufvertrag unter Dach und Fach und der Kaufpreis auf ihrem Konto eingegangen ist.

Nr. 3: Falscher Preis

Viele Verkäufer orientieren sich bei der Preisbildung an der Summe, welche sie gerne für Haus erhalten würden. Das könnte beispielsweise der Preis für Grundstück und Baukosten plus einer angenommenen Wertsteigerung sein. Solch ein Wunsch ist zwar verständlich, aber nicht immer realisierbar. Orientieren Sie sich bei der Festlegung des Kaufpreises vor allen Dingen an der aktuellen Situation auf dem Immobilienmarkt. Sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedrig angesetzten Kaufpreis für Haus können ausgesprochen schädlich für den Verkauf sein.

Kalkulieren Sie den Kaufpreis sorgfältig und berücksichtigen Sie dabei unbedingt den aktuellen Marktwert vergleichbarer Objekte © ALF photo, stock.adobe.com
Kalkulieren Sie den Kaufpreis sorgfältig und berücksichtigen Sie dabei unbedingt den aktuellen Marktwert vergleichbarer Objekte © ALF photo, stock.adobe.com

Nr. 4: Falscher Makler

Bevor Sie sich für einen bestimmten Immobilienmakler entscheiden, überprüfen Sie sorgfältig, ob dessen Geschäftsbedingungen und Gepflogenheiten zu Ihren Vorstellungen passen. Neben der Höhe der Courtage und dem angebotenen Leistungsumfang ist es auch wichtig, ob Sie sich persönlich gut mit dem Makler verstehen und ob eine klare und schnelle Kommunikation möglich ist. Geht der Vermittler auf ihre Wünsche ein? Erklärt er Ihnen, wie er die Immobilie vermarkten wird? Gibt es eventuell Bewertungen oder Empfehlungen anderer Kunden, welche für seine Fachkompetenz und Seriosität sprechen?

Nr. 5: Schlechtes Exposé und ungünstige Fotos

Das Exposé und Fotos vom Objekt sind die ersten Informationen, welche mögliche Interessenten von Ihrem Haus zu sehen bekommen. Gestalten Sie deshalb die Präsentationsunterlagen möglichst sorgfältig und übersichtlich. Geben Sie alle wichtigen Fakten an und lassen Sie das Schriftstück noch einmal von einer dritten Person gegenlesen, um Flüchtigkeitsfehler zu entdecken.

Fotos sollten eine hochwertige Qualität zeigen. Nehmen Sie diese am besten bei gutem Wetter und bei Tageslicht auf. Fotografieren Sie das Haus von außen von allen Seiten und fügen Sie außerdem Bilder der Außenanlagen und der Innenräume bei. Räumen Sie vor dem Fotografieren im Inneren des Hauses etwas auf und säubern Sie unschöne Schmutzecken.

Tipp: Wenn Sie einen Immobilienmakler mit dem Verkauf Ihres Hauses beauftragen, wird dieser sowohl professionelle Fotos als auch ein ansprechend gestaltetes Exposé anfertigen. In diesem Fall brauchen Sie sich um die Fehlerquelle Nummer 5 keine Sorgen mehr zu machen.

Gute Fotos und ein sorgfältig erstelltes Exposé verbessern die Chancen, Ihr Haus gewinnbringend und zügig zu verkaufen © Studio Romantic, stock.adobe.com
Gute Fotos und ein sorgfältig erstelltes Exposé verbessern die Chancen, Ihr Haus gewinnbringend und zügig zu verkaufen © Studio Romantic, stock.adobe.com

Nr. 6: Falsch berechnete Wohnflächen

Achten Sie bei der Notiz von Zahlenwerten auf korrekte Angaben. Falsch berechnete Wohnflächen oder Fehler bei den Daten zu Grundstücksgröße machen einen negativen Eindruck auf den Käufer. Falls Sie keine genauen Angaben machen können, da Sie keine Bauunterlagen zum Haus besitzen, vermerken Sie in Ihrer Veröffentlichung, dass es sich hier um ungefähre Wohnflächengrößen handelt. Vermeiden Sie es außerdem, die Werte für Wohnflächen aufzurunden. Wenn Sie dies bei jedem Zimmer einzeln tun, erhalten Sie am Ende schnell einige Quadratmeter mehr, die gar nicht vorhanden sind.

Trennen Sie bei Ihrer Aufstellung Wohnflächen und Nutzflächen. Zu Wohnflächen gehören beispielsweise Räume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche und Bad. Nutzflächen wären Keller oder Dachboden. Für viele Interessenten kann es wichtig sein, zu wissen, ob eine Ausbaureserve im Haus zur Verfügung steht. Das könnte beispielsweise ein bisher nicht ausgebauter Dachboden sein. Auch Kellerräume eignen sich zu einem nachträglichen Ausbau, wenn sie hoch genug sind.

Für Wohnräume im Keller gibt es spezielle Vorschriften © Javani LLC, stock.adobe.com
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Nr. 7: Nicht erreichbar sein

Sobald Sie die Anzeige für den Hausverkauf veröffentlicht haben, sollten Sie möglichst einfach und direkt erreichbar sein. Antworten Sie auf E-Mails der Interessenten möglichst noch am selben Tag und rufen Sie bei einem verpassten Telefonat innerhalb weniger Stunden zurück. Wenn Sie nicht erreichbar sind und mögliche Kunden mehrere Tage auf eine Reaktion warten müssen, spricht das für wenig Seriosität und Engagement. Viele Interessenten wenden sich dann einem anderen Angebot zu.

Tipp: Auch dieses Problem können Sie sehr einfach lösen, indem sie einen Makler mit dem Verkauf des Hauses beauftragen. Profis betreiben ihr Büro oft nicht allein, sondern beschäftigen mehrere Mitarbeiter, die sich zeitnah um eingehende Anfragen kümmern.

Sorgen Sie in der heißen Verkaufsphase dafür, schnell per Telefon oder E-Mail erreichbar zu sein. Organisieren Sie bei Bedarf eine Vertretung oder beauftragen Sie einen Makler mit diesen Aufgaben © insta_photos, stock.adobe.com
Sorgen Sie in der heißen Verkaufsphase dafür, schnell per Telefon oder E-Mail erreichbar zu sein. Organisieren Sie bei Bedarf eine Vertretung oder beauftragen Sie einen Makler mit diesen Aufgaben © insta_photos, stock.adobe.com

Nr. 8: Unehrliche Angaben

Fast jedes Haus hat kleine oder größere Mängel, die dem Vorbesitzer in der Regel gut bekannt sind. Auch wenn Sie befürchten müssen, dass der Preis für Ihr Objekt damit etwas geringer ausfallen könnte, sollten Sie die Mängel auf keinen Fall arglistig verschweigen. Bei größeren Schäden, bei denen der Käufer später nachweisen kann, dass sie Ihnen bekannt waren, könnte es sonst zu einer Rückabwicklung des Kaufs oder zur Geltendmachung von Schadenersatz kommen. Ein solches Verfahren wäre für beide Seiten ausgesprochen unangenehm und kann durch dann eventuell nötige Gerichtskosten oder Kosten für Gutachten wesentlich teurer werden als die eigentliche Behebung des Mangels.

Nr. 9: Unflexible Besichtigungszeiten

Richten Sie sich ausreichend freie Zeit für Besichtigungen ein, wenn Sie diese selbst durchführen wollen. Ihre Interessenten haben eventuell nur nach Feierabend oder am Wochenende Termine frei. Außerdem kann es günstig sein, wenn sich eine Besichtigung spontan und kurzfristig vereinbaren lässt. Bereiten Sie diese schon im Vorfeld sorgfältig vor und halten Sie alle nötigen Unterlagen für den Termin zur Verfügung.

Fazit: Mit guter Vorbereitung besser verkaufen

Die meisten dieser Fehler lassen sich mit einer sorgfältigen Vorbereitung recht einfach vermeiden. Sie ersparen sich damit eine Menge Stress und Aufregung und können Ihre Immobilie zügig und zu einem optimalen Preis veräußern. Viel Erfolg dabei!

Besser mit oder ohne Makler das Haus verkaufen? © Zerbor, stock.adobe.com
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