Der Hublift: Funktionsweise, Vorteile und Kosten

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Ein Hublift ist ein geeignetes Transportmittel für Rollstuhlfahrer, die bis zu drei Höhenmeter überwinden wollen. Er funktioniert wie eine Hebebühne und befördert seine Nutzer vertikal auf und ab, selbstverständlich schwellenlos.

Bewältigt zuverlässig Höhenunterschiede: der Hublift © Larisa, stock.adobe.com
Bewältigt zuverlässig Höhenunterschiede: der Hublift © Larisa, stock.adobe.com

Was ist ein Hublift?

Ein Hublift ist eine Art Hebelift, mit dem Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Gehhilfen schwellenlos Höhen überwinden können. Der Hublift besteht aus einer Plattform, mehreren Seitenteilen, einer Auffahrrampe und Bedieneinheiten. Die Technik ist eine andere als beim klassischen Treppenlift: Denn der Hublift bewegt sich nicht auf einem Schienensystem entlang der Treppe, sondern vertikal in die Höhe. Weil keine Schienen gelegt werden müssen, ist der Zeit- und Kostenaufwand geringer als beim Treppenlift.

Hublifte sind sowohl für den Innen- als auch Außenraum geeignet. Häufig findet man die Anlagen nahe einer Eingangstür, wo es nur wenige Stufen zu überwinden gilt. Aber auch Höhenunterschiede zwischen Haus und Terrasse oder Haus und Garten lassen sich mithilfe des Hublifts bewältigen. Mit ihren Edelstahl- oder Aluminium-Konstruktionen sind sie als Außenlift unempfindlich gegenüber Nässe, Minustemperaturen und UV-Strahlen.

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Hublift und Plattformlift: Welche Unterschiede gibt es?

Hublift und Plattformlift hören sich ähnlich an, ihnen liegen aber verschiedene technische Systeme zugrunde. Während der Hublift wie eine Hebebühne funktioniert und seine Nutzer vertikal in die Höhe transportiert, ähnelt die Technik eines Plattformlifts dem klassischen Treppenlift. Auch er nutzt ein Schienensystem, auf dem sich die Plattform entlang einer geraden oder kurvigen Treppe in die Höhe schraubt. Als Faustregel gilt: Aufgrund der aufwendigeren Technik ist der Plattformlift teurer als der Hublift.

Ein Plattformlift kostet bei einer geraden Treppe etwas weniger und lässt sich bei Nichtgebrauch platzsparend hochklappen © VTT Studio, stock.adobe.com
Ein Plattformlift kostet bei einer geraden Treppe etwas weniger und lässt sich bei Nichtgebrauch platzsparend hochklappen © VTT Studio, stock.adobe.com

Wie funktioniert ein Hublift?

Der Hublift lässt sich einfach bedienen. Nutzer, allen voran Rollstuhlfahrer, fahren über eine flache Auffahrrampe auf die Plattform. Hüfthohe Seitenteile aus Metall oder Verbundsicherheitsglas sichern die Plattform und geben Halt. Zusätzliche Haltegriffe im Inneren sorgen dafür, dass man sich sicher festhalten kann. Bedient wird der Hublift vom Nutzer selbst über eine Bedienkonsole oder Handsteuerung. Über zusätzliche Bedienelemente, die sich an den beiden Enden der Anlage befinden, lässt sich der Hebelift problemlos zu sich holen. Im Notfall stoppt der Hublift automatisch.

Ist der Nutzer am oberen Ausfahrpunkt angekommen, hält die Plattform bündig mit dem Podest und der Rollstuhlfahrer kann die Plattform verlassen. Der Ein- und Ausstieg lässt sich grade umsetzen. Alternativ sind Übereck-Ein- und Ausstiege realisierbar.

Wie hoch die Tragkraft eines Hublifts ist, ist abhängig von Hersteller und Modell. Typisch ist eine Tragkraft von rund 300 kg. Damit ist das Auffahren von Elektrorollstühlen problemlos möglich. Es gibt aber auch Modelle, die deutlich mehr schaffen. Zum Teil können Hublifte bis zu drei Meter überwinden. Üblich sind aber häufig kleinere Höhen.

Voraussetzungen und Installation des Hublifts

Der Hublift wird unabhängig von der Treppe installiert, befindet sich aber in der Regel in der Nähe des Hauseingangs, zum Beispiel neben einer Treppe. Manchmal lohnt sich auch die Anbindung eines Hublifts an einen Balkon. Fundamente oder umfangreiche bauliche Veränderungen sind nicht erforderlich. Der Untergrund sollte allerdings eben und tragfähig sein, damit sich das Gestell solide steht. Nur in Ausnahmefällen muss ein Schacht ausgehoben und ein Fundament gegossen werden, um eine ebene Fläche zu erreichen. Für Stromanschluss ist ein 230-V-Anschluss erforderlich.

In der Regel muss ein Hublift nicht genehmigt werden. Ein kurzer Anruf beim Bauamt schadet aber nicht.

Schon wenige Stufen können für gehbehinderte Menschen unüberwindbar werden. Dann sorgen moderne Hublifte für den Transport auf die nächste Ebene © vladdeep, stock.adobe.com
Schon wenige Stufen können für gehbehinderte Menschen unüberwindbar werden. Dann sorgen moderne Hublifte für den Transport auf die nächste Ebene © vladdeep, stock.adobe.com

Auch wissenswert: Je nach Vor-Ort-Situation gibt es den Hublift in verschiedenen Maßen. Die benötigte Stellfläche ist typischerweise 1,50 x 2 m groß. Eine Rampe zum Auffahren wird in aller Regel ein- und ausgeklappt.

Vorteile auf einen Blick

  • Für Rollstuhlfahrer geeignet
  • Keine Einschränkung der eigentlichen Treppe
  • Bis zu 350 kg Tragkraft
  • Transport auf Balkone möglich
  • Für innen und außen geeignet

Kosten eines Hublifts

Hublifte kosten je nach Modell, Größe und Ausstattung zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Auch die mögliche Tragkraft und Hubhöhe spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Frage der Kosten geht. Viele Hersteller ermöglichen auch, einen Hublift zu mieten oder als Ratenzahlung abzuzahlen. Am besten einfach beim Hersteller nach Möglichkeiten fragen.

Häufig lassen gibt es aber durch verschiedene Förderungen finanzielle Unterstützung beim Hublift. Pflegekasse, Kreditanstalt für Wiederaufbau oder Berufsgenossenschaft bieten Förderungen und Zuschüsse rund um den Treppenlift.

Hublifte lassen sich heute auch gebraucht kaufen und so deutlich Kosten sparen. Hersteller und Webportale halten häufig Angebote bereit. Achten Sie beim Kauf allerdings darauf, dass das Modell in intaktem und gut gepflegtem Zustand ist.

Tipp: Denken Sie auch daran, dass ein Hublift regelmäßig gewartet werden muss. Viele Hersteller bieten dazu Serviceverträge an. Vor allem Hebelifte für außen benötigen den regelmäßigen Check aller Bauteile.

Wieder selbstständig in den eigenen vier Wänden leben © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
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