Eigene Photovoltaik-Anlage clever finanzieren

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Die KfW-Bank vergibt günstige Kredite, Länder und Kommunen gewähren Zuschüsse, das BAFA fördert energieeffiziente Häuser

Sie haben sich informiert, welche Photovoltaik-Anlage die passende für Sie ist. Nun möchten Sie die Finanzierung planen. Wir hatten bereits kurz angerissen, dass die KfW-Bank zinsgünstige Kredite vergibt und seit 2021 energieeffiziente Einzelmaßnahmen fördert, etwa die Installation einer Ladestation für das Elektroauto. Das BAFA, Bundeswirtschaftsministerium, gewährt zudem Zuschüsse, wenn Sie Ihr Haus energieeffizient umbauen möchten. Noch eins vorweg: Der Antrag auf Förderung oder Kredit muss vor dem Kauf der PV-Anlage gestellt werden.

Die Hausbank berät in Sachen Finanzierung © Jeanette Dietl, stock.adobe.com
Die Hausbank berät in Sachen Finanzierung © Jeanette Dietl, stock.adobe.com

Ertrag und Investition für die Größe der PV-Anlage berechnen

Nochmals zusammengefasst: Die Kosten zur Erzeugung von Solarstrom 2021 liegen – laut Fraunhofer-Institut – bei kleinen PV-Anlagen (unter 30 kWp) etwa zwischen 5,80 und 11 Cent/kWh. In Süddeutschland zwischen 5,81 und 8,04 Cent/kWh, in Norddeutschland zwischen 7,96 und 11,01 Cent/kWh.

Bis 30 Prozent des erzeugten Stroms können Sie selbst verbrauchen, Stichwort Eigenverbrauch. Falls Sie jährlich 4500 Kilowattstunden (kWh) benötigen, so läge der Eigenverbrauch in etwa bei 1350 kWh. Den Rest – 3150 kWh speisen Sie ins öffentliche Netz ein. Das wären bei der derzeitigen Einspeisevergütung etwa 280 Euro. Alles grob gerechnet und im Jahresmittel. Dabei kommt die Einspeisevergütung für 20 Jahre bereits einer Förderung gleich.

Die durchschnittlichen Kosten der Installation (ungefährer Werte) liegen bei einer Anlage von 4 Kilowattpeak (kWp) um 7200 Euro, bei 5 bis 8 kWp bei 6500 bis 12.000 Euro – das heißt: etwa zwischen 1000 und 1800 Euro pro kWp.

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Zinsgünstige Kredite und Förderung von Stromspeichern

Die KfW-Bank, Kreditanstalt für Wiederaufbau, die ja in staatlichem Besitz ist, vergibt Förderkredite über das Programm Erneuerbare Energien. In der Regel sind die Kredite zinsgünstiger als auf dem Markt. Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig von der Laufzeit des Kredites – zwischen 10 und 30 Jahre – und Ihrer Bonität, also den Sicherheiten, die Sie mitbringen. Und das beurteilt Ihre Hausbank. Erkundigen Sie sich, ob Ihre Bank mit der KfW zusammenarbeitet.

Hier eine Übersicht, ein Auszug, über die derzeitigen Konditionen der KfW-Bank.

Laufzeit / Jahre ohne Tilgung / Länge ZinsbindungZinssatz nach Bewertung Hausbank1) (Auszug)
 ACFI
5 / 1 / 50,611,313,117,01
10 / 2 / 100,981,683,487,38
15 / 3 / 151,442,143,947,84
20 / 3 / 101,131,833,637,53
20 / 3 / 201,762,464,268,16
30 / 5 / 101,171,873,677,57
1) Zinssatz richtet sich nach Risiko, Bonität, Sicherheiten. Die Klassen liegen absteigend zwischen A sehr gut und I. Stand ist der 3.11.2021

Es gibt einige Bundesländer, die PV-Anlagen bezuschussen, mittlerweile vor allem deren Speicher, ebenfalls Kommunen. Manche Töpfe sind allerdings fürs Erste erschöpft. Bayern zahlt innerhalb des 10.000-Häuser-Programms einen Festbetrag für einen Batteriespeicher. Die Nachfrage ist sehr groß, daher wurde im Dezember 2021 ein monatliches Kontingent an Anträgen eingeführt. Der Bonus beträgt momentan je nach Größe des Projekts zwischen 500 und 3200 Euro. Für eine neue E-Ladestation beträgt der Zuschuss 200 Euro.

Alle Solar-Register ziehen © Stockwerk-Fotodesign, stock.adobe.com
Alle Solar-Register ziehen © Stockwerk-Fotodesign, stock.adobe.com

Nord-Rhein-Westfalen fördert mit dem Programm Progres.NRW. Batteriespeicher in Verbindung mit einer neuen PV-Anlage. Die Förderung beträgt derzeit 100 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Das Programm wurde über November 2021 hinweg verlängert. Ebenso gibt es in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, über das Solar-Speicher-Programm an Gelder zu gelangen. Die minimale Anlageleistung liegt bei 5 kWp, für jede Kilowattstunde Speicherkapazität gibt es 100 Euro, also mindestens 500 Euro und maximal 1000 Euro. Ebenfalls fördert Berlin Solarspeicher über EnergiespeicherPLUS. Weitere Städte, unter anderem München, Köln, Freiburg, gewähren Zuschüsse. Machen Sie sich in Ihrer eigenen Kommune kundig. Und bleiben Sie am Ball, denn Fördertöpfe werden auch immer wieder geöffnet. Und denken Sie immer daran: Zuerst den Antrag stellen, dann erst die Installation beantragen.

Rüsten Sie Ihr Haus komplett energieeffizient um

Vielleicht haben Sie ja schon länger vor, Ihr Haus energieeffizienter zu gestalten, um auch dadurch Verbrauch und mithin Kosten zu sparen. Zu diesem Zweck hat das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) 2021 die Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) aufgelegt. Gefördert werden zum Beispiel:

  • Dämmung von Außenwänden, Austausch von Fenstern, aber auch die Verbesserung der Lüftung
  • Einbau von Steuerungsgeräten etwa für die Kühlung
  • Optimierung der Heizung

Dabei wird die fachliche Planung zu 50 Prozent übernommen, die Fördersätze für andere Maßnahmen bewegen sich zwischen 20 und 45 Prozent.

Das ganze Haus energieeffizient © Stockwerk-Fotodesign, stock.adobe.com
Das ganze Haus energieeffizient © Stockwerk-Fotodesign, stock.adobe.com
Alle Erneuerbaren haben die Sonne als Energiequelle © PhotographyByMK, stock.adobe.com
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