Die ideale Photovoltaik-Anlage für Ihr Haus

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Passen Sie die Photovoltaikanlage Ihren Bedürfnissen und räumlichen Gegebenheiten an

Sie haben sich bereits einen Überblick verschafft darüber, ob eine Photovoltaikanlage sich für Sie lohnt. Vertiefen Sie nun Ihre Kenntnisse und betrachten wir gemeinsam Ihre ‚häuslichen‘ Verhältnisse, was zum einen das Haus betrifft, zum anderen den Energiebedarf Ihrer Familie. Machen Sie sich bei Lektüre der Ausführungen Notizen. Es kommen wichtige Fragen auf, die Sie Fachleuten stellen können: Solarinstallateur, Dachdecker, Elektroinstallateur.

PV geht auch mit Unterbrechungen © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
PV geht auch mit Unterbrechungen © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com

Welche Anlage ist für meine Dachkonstruktion geeignet?

Hier treffen mehrere Bedingungen zusammen. Zum einen geht es darum, wie viel Dachfläche Sie für die Solarmodule vorgesehen haben. Wir hatten bereits gesagt, dass für 1 kWp Anlagenleistung (Kilowattpeak) etwa 6 bis 8 Quadratmeter Fläche benötigt werden. Bei einer jährlichen Erzeugung von zum Beispiel 4000 Kilowattstunden wären das 24 bis 32 Quadratmeter Fläche. Da die Dachfläche nicht so einfach zu berechnen ist, verschaffen Sie sich doch einen ungefähren Eindruck mit der Grundfläche Ihres Hauses.

Wie sollen die Solarmodule auf dem Dach Ihres Hauses angebracht werden? Als Aufdachanlage oder Indachanlage? Eine Aufdachanlage ist die häufigste Art der Installation: Die Solarmodule werden auf das vorhandene gedeckte Dach montiert. Anders bei Indachanlagen, hier stellen die Solarmodule die Dachhaut dar. Allerdings ergibt sich die Frage nur, wenn Sie einen Hausbau planen. Eine Indachanlage kann eine ästhetisch reizvolle Form sein. Problematisch wird es, wenn die Solarmodule nicht ausreichend belüftet werden. Das mindert den Stromertrag. Sprechen Sie mit den Fachbetrieben, mit Dachdecker und Solarinstallateur.

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Dachkonstruktion und Dachbelegung nicht vernachlässigen

Bei den Vorüberlegungen zum Dach geht es nicht nur um die Bedeckung, sondern auch um die tragende Konstruktion, insbesondere Sparrenbreite und Sparrenabstand. Auch diese Dimensionen spielen bei der Installation der Solarmodule eine Rolle. Inwieweit etwa wirkt sich die Dämmung des Daches beim Befestigen der Solarmodule aus? Notieren Sie sich auch diese Frage für die Gespräche mit den Fachbetrieben.

Oft gibt es Hindernisse, die man sich selbst in den Weg legt, besser gesagt auf das Dach verlegt. So können Installationen von SAT-Schüsseln, Klimageräten oder Antennen bei Neubau vorgesehen oder auf Ihrem Haus bereits vorhanden sein. Die allerdings schränken den Platz für die Solarmodule ein oder werfen Schatten, die die Lichtgewinnung mindern. Daher: Elemente für den TV-Empfang oder Ähnliches auf der Seite des Daches anbringen oder verlegen lassen, die nicht für die PV-Anlage genutzt wird.

Installation auf Flachdach

Da es bei einem Flachdach keine natürliche Neigung gibt, wird mit Ständern gearbeitet. Der Vorteil: Neigung und Ausrichtung kann man selbst sehr gut bestimmen. Zum Beispiel mit einem Nachführungssystem (siehe Infokasten).

Die Aufständerung, also das Anbringen der Ständer, hängt vom Belag des Daches ab. Die Ständer können – etwa bei Metall – mit Schrauben befestigt werden, was die Dichtheit des Daches gefährden kann. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Gewichten.

Nachführung
Geeignet für Flachdächer ist ein Nachführungssystem, um den Sonnenertrag zu erhöhen. Ein kleiner Elektromotor verstellt den Winkel des Trägers, auf dem die Solarmodule montiert sind. Sie werden damit beweglich und folgen dem jeweiligen Sonnenstand. Angepasst werden können die Solarmodule in eine oder zwei Richtungen. Der mechanische und elektrische Aufwand ist sehr hoch, daher muss gut überlegt werden, ob sich die Ausbeute lohnt.

Da die Angriffsfläche auf dem Flachdach sehr groß ist, muss die PV-Anlage stabil und sturmsicher aufgebaut sein. Demgegenüber darf das Dach nicht übermäßig belastet werden – sonst stimmt die Dachstatik nicht mehr. Wie gehabt: Mit dem Fachmann sprechen!

Ist das Dach nicht schräg, sind es die Module © reimax16, stock.adobe.com
Ist das Dach nicht schräg, sind es die Module © reimax16, stock.adobe.com

Solarkabel vom Dach durchs Haus zum Wechselrichter führen

Die Solarkabel werden zunächst vom Dach ins Haus verlegt und dann nach unten zum Wechselrichter geführt. Der wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Das ist erforderlich, um den Strom im Haushalt zu nutzen, aber auch für die Einspeisung ins öffentliche Netz. Geführt werden die Kabel über einen Kabelschacht oder freien Kaminzug.

Falls Sie neu bauen, fragen Sie Ihren Bauträger nach einer ‚Vorrüstung für Photovoltaikanlagen‘. Bei dieser Ausrüstung wird ein Leerrohr eingesetzt, das auf kürzestem Weg vom Modul oben zum Wechselrichter unten führt.

Am besten geeignet für die Installation des Wechselrichters ist eine Umgebung, die kühl, trocken und sauber ist, denn das Gerät gibt Wärme ab. Das kann in einem Raum im Keller sein, aber auch im Freien, denn meist sind die Geräte heute robust konstruiert. Der Weg der Kabel vom Dach nach unten sollte so kurz wie möglich sein, um Leistungsverluste zu vermeiden. Das heißt natürlich nicht, dass der Wechselrichter direkt unter dem Dach angebracht wird – dort ist es zu warm. Besprechen Sie die Optionen, auch den möglichst großen Kabelquerschnitt, mit Solar- oder Elektroinstallateur.

So fließt Ihr selbst gewonnener Strom © Robert Hiltl, stock.adobe.com
So fließt Ihr selbst gewonnener Strom © Robert Hiltl, stock.adobe.com

Was ist bei Installation der Anschlüsse zu beachten?

Sie bringen den Wechselrichter entweder in einem kühlen, frei zugänglichen Raum im Keller in der Nähe der Zähler unter – Hausanschlussraum oder Hauswirtschaftsraum – oder draußen. Falls im Freien, darf das Gerät nicht direkt Sonne oder Regen ausgesetzt sein. Lassen Sie ihn in Augenhöhe anbringen, zum Ablesen der Anzeige und für den Servicefall. Alle anderen Sicherheitsvorschriften – wie brennbare Materialien in der Nähe – müssen ebenfalls beachtet werden.

Für die Aufstellung des Batteriespeichers – falls Sie einen Batteriespeicher nutzen möchten –, sind trockene und bei Bleiakkus entlüftete Räume erforderlich. Möglich ist die Unterbringung in abgeschlossenen Räumen, aber auch in speziellen Behältern. Falls Sie Heizen mit einer Wärmepumpe ins Auge fassen, müssen Sie zum einen beachten, dass die Pumpe schwer ist. Zum anderen – egal, ob sie draußen oder drinnen aufgestellt wird – es muss ein Mindestabstand von 3 Metern eingehalten werden, zu Wänden oder zum Nachbargrundstück wegen der Lautstärke.

Tipp: Falls Sie die Ladestation für ein Elektroauto ins Auge fassen – für die sogenannte Wallbox müssen Leitungen von einem Fachbetrieb verlegt werden. Auch den Ort für die Anbringung der Station sollten Sie festlegen: Garage oder draußen am Haus.

Was die Netzanschlüsse betrifft, sollte die Wärmepumpe, die Sie mit Solarstrom betreiben, direkt an den Stromzähler, den für Netzbetreiber und Photovoltaik, angeschlossen werden. So sparen Sie den separaten Zählerplatz für die Wärmepumpe. Mit einem einzigen Stromzähler können Sie selbsterzeugten Strom für die Wärmepumpe nutzen.

Energieverbrauch im Haushalt prüfen – und Konsequenzen ziehen

Apropos Eigenverbrauch. Der sollte, wie bereits besprochen, hoch sein, um die PV-Anlage bestmöglich zu nutzen. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie verschwenderisch mit Energie umgehen sollen. Und wo wir gerade dabei sind, werfen Sie einen Blick auf den Stromverbrauch in Ihrem Haushalt.

Schauen Sie sich die Energielabel auf Ihren elektrischen Geräten an. Falls Sie sich sowieso schon damit beschäftigt haben, eine neue Waschmaschine zu kaufen oder eine moderne Spülmaschine, so stellen Sie Vergleiche beim Energieverbrauch an. Eine Neuanschaffung könnte sich lohnen. Wenn Sie es genau wissen möchten, leihen Sie sich bei Ihrer Verbraucherzentrale ein Strommessgerät, die Möglichkeit verspricht die Verbraucherzentrale NRW.

Wäsche trocknet auch an der Luft © Sergey, stock.adobe.com
Wäsche trocknet auch an der Luft © Sergey, stock.adobe.com

Im Folgenden eine kleine Übersicht, wo es Einsparpotenzial im Haushalt gibt und was Sie in etwa mit welchen Maßnahmen gut machen:

Strom sparen im Haushalt (ungefähre Werte)

GerätMaßnahmeSparen
Kühlschrank1 Grad höher stellen5 €
WaschmaschineEco-Programm nutzen8 €
 komplett füllen25 €
BackofenUmluft statt Ober-/Unterhitze18 €
HerdKochen mit Deckel27 €
 Eier/Gemüse mit nur 2 cm Wasser kochen10 €
Gefrierfachregelmäßig abtauen9 €
LampenHalogen (und Energiespar) durch LED ersetzen – wenn nötig55 €
Routernachts ausschalten12 €
Wasserkochernur benötigte Menge kochen14 €
ComputerRuhezustand statt Bildschirmschoner17 €
Haushaltsgerätestatt Standby, Steckerleiste ausschalten60 €

Angelehnt an den Energiespartipps des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Sie sehen, die einzeln nur wenig ins Gewicht fallenden Werte summieren sich im Laufe eines Jahres, abhängig auch von der Größe des Haushaltes. Schauen Sie auf die obige Website, um die jeweiligen Bedingungen zu erfahren. Vielleicht können Sie den Stromverbrauch noch maßgeblich modulieren – etwa mit neuer Waschmaschine oder Wäschetrockner –, um dann die Kapazität der PV-Anlage festzulegen.

Was die Montage betrifft: Wenn Sie sich nach reiflicher Überlegung und Recherche für Ihre passende PV-Anlage entschieden haben, so ist die Montage des Installateurs schnell erledigt. In der Regel in ein, zwei Tagen.

Eigenverbrauch ist die effektive Lösung © Thomas Jansa, stock.adobe.com
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