Welche Alternativen zur Klimaanlage gibt es?

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Eine Klimaanlage in der Wohnung sorgt im Sommer für angenehme kühle Temperaturen, benötigt dafür jedoch Strom. Je nach Modell, Kühllast, täglicher Laufzeit und eingestellter Zieltemperatur können die jährlichen Stromkosten sich durchaus auf einige hunderte Euro belaufen, dazu kommen Anschaffungs- und weitere Unterhaltskosten. In einem eigenen Artikel stellen wir Ihnen die Kosten einer Klimaanlage für die Wohnung genauer vor.

Wenn Sie aus Kosten- oder anderen Gründen auf eine Klimaanlage verzichten wollen oder müssen, bedeutet das aber nicht gleich, dass Sie steigenden Temperaturen im Sommer hilflos ausgeliefert sind. Wir stellen Ihnen hier fünf Alternativen zur Klimaanlage vor, mit denen Sie ebenfalls die Raumluft kühlen und sich an heißen Tagen in geschlossenen Räumen erfrischen können.

Eine Wärmepumpen-Klimaanlage ist eine energieeffiziente Alternative zur klassischen Klimaanlage © GTXCO, stock.adobe.com
Eine Wärmepumpen-Klimaanlage ist eine energieeffiziente Alternative zur klassischen Klimaanlage © GTXCO, stock.adobe.com

1. Wärmepumpe als Alternative zur Klimaanlage

Wenn Sie nach einer Alternative suchen, die nicht nur im Sommer für kühle Luft sorgt, sondern auch im Winter für angenehme Wärme, sollten Sie vielleicht über eine Wärmepumpe nachdenken, genauer über eine Wärmepumpen-Klimaanlage. Diese Kombianlagen nehmen thermische Energie aus der Erde, der Luft oder dem Grundwasser auf und führen diese über ein Leitungssystem zu den Heizkörpern in der Wohnung. Wird der Kreislauf umgekehrt, entzieht die Wärmepumpe der Umgebungsluft Wärme und leitet diese nach draußen ab.

Wärmepumpen arbeiten nicht nur besonders energieeffizient, sondern werden von Bund und Ländern auch finanziell gefördert. Allerdings ist eine Wärmepumpen-Klimaanlage technisch sehr aufwendig, daher liegen die Anschaffungskosten deutlich im fünfstelligen Bereich; dazu kommen noch die Kosten für Heizkörper und Leitungen.

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2. Luftkühler als Alternative zur Klimaanlage

Wie bei einer Klimaanlage senkt ein Luftkühler die Lufttemperatur durch Verdunstungskälte. Allerdings kommt hierbei kein spezielles Kältemittel zum Einsatz, sondern einfach Wasser. Das befindet sich im Luftkühler in einem Wabenfilter, durch den per Ventilator warme Luft angesaugt wird. Die Luft durchströmt den feuchten Filter, dabei verdunstet Wasser, wodurch sich die Temperatur absenkt und die relative Luftfeuchtigkeit erhöht. Die ausströmende Luft ist also kühler und feuchter. Deswegen sind Aircooler vor allem in Räumen mit trockener Luft zu empfehlen, auch im Winter bei trockener Heizungsluft.

Luftkühler sind deutlich umweltschonender als Klimaanlagen, denn sie verbrauchen im Betrieb weniger Energie und kommen ohne klimaschädliche Kältemittel aus. Dafür können sie die Luft nicht so stark herunterkühlen wie eine Klimaanlage, weil Wasser beim Verdunsten deutlich weniger thermische Energie aufnehmen kann als Klimaanlagen-Kältemittel.

Dafür sind die mobilen Geräte schnell aufgestellt und betriebsbereit – anders als mobile Klimaanlagen, bei denen der Abluftschlauch für die entweichende Warmluft durch das Fenster, die Tür oder einen Wanddurchbruch geführt werden muss. Und sie können ganzjährig eingesetzt werden, um trockene Luft zu befeuchten, was besonders im Winter wichtig ist.

Die Installation und Wartung einer Split-Klimaanlage darf nur ein zertifizierter Fachbetrieb übernehmen © Aleksandr, stock.adobe.com
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3. Ventilator statt Klimaanlage

Um sich an einem heißen Tag schnell Abkühlung und Erfrischung zu verschaffen, ist ein Ventilator eine günstige und effiziente Möglichkeit. Optimal sind geräuschlos arbeitende Ventilatoren, denn besonders im Dauerbetrieb kann ein deutlich wahrnehmbares Betriebsgeräusch an den Nerven zerren und bei vielen Beschäftigungen oder der Erholung stören. Auch sollten Sie darauf achten, dass der Ventilator nicht zu stark eingestellt ist; der Luftstrom sollte im besten Fall nur so eben zu spüren sein. Andernfalls kann die Zugluft – wie auch bei einer Klimaanlage – zu gesundheitlichen Problemen führen, z. B. Verspannungen, Kopf- und Gliederschmerzen, trockenen, gereizten Augen oder Erkältungen. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel zum Thema „Wie (un)gesund sind Klimaanlagen?“

Ein Ventilator sorgt durch seinen Luftstrom sofort für spürbare Erfrischung an heißen Tagen © Giulio_Fornasar, stock.adobe.com
Ein Ventilator sorgt durch seinen Luftstrom sofort für spürbare Erfrischung an heißen Tagen © Giulio_Fornasar, stock.adobe.com

Tipp: Sie können die kühlende Wirkung des Ventilators noch verstärken, indem Sie eine Schüssel mit Eiswürfeln direkt vor dem Van aufstellen und den Luftstrom über das Eis leiten. Wenn Sie das Eis dazu mit Kochsalz vermischen, verstärken Sie den Kühleffekt zusätzlich.

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4. Sonnenschutz als Alternative zur Klimaanlage

Ob innen- oder außenliegend: Sonnenschutz ist in jedem Fall eine gute Möglichkeit, um zu verhindern, dass die Räume unter dem Dach oder auf der Sonnenseite des Gebäudes sich zu stark aufheizen. Schließen Sie daher die Vorhänge, lassen Sie das Rollo herunter und verdunkeln Sie die Jalousie, um während der sonnenintensivsten Stunden die Wärme so gut wie möglich draußen zu halten.

Sonnenschutz wie Jalousien, Rollläden oder Vorhänge verhindert an sonnenintensiven Tagen das Aufheizen der Räume © Maryana, stock.adobe.com
Sonnenschutz wie Jalousien, Rollläden oder Vorhänge verhindert an sonnenintensiven Tagen das Aufheizen der Räume © Maryana, stock.adobe.com

Tipp: Mehrere Lagen Sonnenschutz sind noch effizienter, denn zwischen ihnen bildet sich jeweils eine Luftschicht, die zusätzlich isolierend wirkt. Daher ist es durchaus sinnvoll, die Rollladen herunterzulassen und gleichzeitig auch die innenliegenden Vorhänge zuzuziehen.

Zusätzlichen Sonnenschutz können Sie auch für wenig Geld nachrüsten, indem Sie Sonnenschutzfolien von innen auf die Fenster kleben. Sie reflektieren die Sonneneinstrahlung und können so die Temperatur im Raum um 3–5 °C absenken.

5. Pflanzen als Alternative zur Klimaanlage

Zimmerpflanzen mit großen Blättern sind eine natürliche Alternative zur Klimaanlage, denn sie spenden Schatten, verbessern die Luftqualität und kühlen die Raumluft wie ein Luftkühler, indem sie Wasser auf den Blättern verdunsten lassen. Achten Sie bei der Auswahl darauf, Pflanzen zu wählen, die zu den Licht- und Platzverhältnissen vor Ort passen, also z. B. keinen sonnigen Standort benötigen.

Pflanzen sind nicht nur eine Alternative zur Klimaanlage, sondern machen Räume auch gemütlicher und einladender © zaschnaus, stock.adobe.com
Pflanzen sind nicht nur eine Alternative zur Klimaanlage, sondern machen Räume auch gemütlicher und einladender © zaschnaus, stock.adobe.com

Da Pflanzen regelmäßig gegossen und gedüngt werden müssen, ist diese Klimaanlagen-Alternative mit etwas Arbeit verbunden. Alternativ können Sie die Pflanzen aber auch in Hydrokultursubstrat halten oder sich „Bewässerungshelfer“ wie Vorrats-Wasserspender oder ein automatisches Bewässerungssystem zulegen. Dadurch lässt sich der Pflegeaufwand deutlich verringern – und in jedem Fall sorgen Sie mit hübschen, gut versorgten Pflanzen nicht nur für kühlere Temperaturen in der Wohnung, sondern auch für ein Plus an Lebensqualität.

Gut gepflegte und regelmäßig gewartete Klimaanlagen reduzieren Mikroorganismen in der Luft und sorgen so für ein gesünderes Raumklima © New Africa, stock.adobe.com
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