Kaminofenzubehör und sinnvolles Werkzeug

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So sind Sie perfekt ausgestattet

Beim Kaminzubehör sind viele neue Kaminofenbesitzer schnell überfordert. Welches Kaminbesteck wird wirklich benötigt? Welches Material ist das beste und welche Geräte benötige ich, wenn ich den Kaminofen reinigen möchte? Wir zeigen Ihnen, welches Kaminzubehör es gibt und was Sie davon wirklich brauchen.

Mit der Kaminzange Holzscheite umpositionieren © glebchik, stock.adobe.com
Mit der Kaminzange Holzscheite umpositionieren © glebchik, stock.adobe.com

Kaminzubehör im Überblick

Manche Werkzeuge sind für die Nutzung des Kaminofens tatsächlich unverzichtbar. Sie sollten unbedingt vorhanden sein.

Die Basics: Schürhaken, Feuerzange und Ascheschaufel

Warum braucht es wirklich ein Kaminbesteck? Reicht das Grillbesteck nicht aus oder kann ich nicht einfach eine „normale“ Kehrschaufel mit Besen verwenden? Diese und andere Fragen mögen Sie sich bei der riesigen Auswahl an Kaminbestecken gestellt haben. Doch tatsächlich ergibt es Sinn, spezielles Kaminzubehör zu kaufen. Denn Schaufel, Haken oder Zangen sind für den Einsatz im Feuerraum geschaffen. Sie halten hohen Temperaturen stand und sind auch so dimensioniert, dass Sie einfach damit im Brennraum arbeiten können.

So würde z. B. eine herkömmliche Haushaltsschaufel aus Kunststoff schon bei geringer Glut anfangen, zu schmelzen. Auch ein Haushaltsbesen wäre schnell zerschlissen.

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Doch was benötigen Sie unbedingt? Wir zeigen es Ihnen:

  • Schürhaken: Der Schürhaken, auch Feuerhaken genannt, ist wichtig, um schon entzündete Holzscheite besser zu platzieren, z. B. um Luft unter das Feuerholz zu bekommen und um damit die Verbrennung zu optimieren. Der Schürhaken ist somit elementar, um z. B. die Geschwindigkeit zu steuern, mit der das Holz abbrennt. Der Haken lässt sich auch nutzen, um z.B. große glühende Holzscheite zu zerkleinern, bevor Sie Holz nachlegen.
  • Ascheschaufel: Mit einer Kaminschaufel entfernen Sie schnell und unkompliziert die kalte Asche im auf dem Feuerrost. So kann wieder Luft an das Brennholz gelangen, wenn Sie den Kaminofen anfeuern. Das hitzebeständige Material ermöglicht Ihnen auch, Glut umzuschichten, wenn Sie den Kaminofen am nächsten Tag mit der restlichen Glut anfachen wollen.
  • Kaminbesen: Zusammen mit der Ascheschaufel lassen sich mit dem Kaminbesten feine Aschereste aus dem Brennraum fegen. Der Besen ist eine kabellose und stromfreie Alternative zum Kaminsauger. Doch unabhängig davon, ob Sie bereits einen Kaminstaubsauger nutzen oder nicht, sollte der Kaminbesen dank seiner einfachen Handhabung zur Grundausstattung beim Kaminzubehör gehören.
Mehr Folklore anstatt wirklich notwendiges Kaminzubehör: Der Blasebalg © AlenKadr, stock.adobe.com
Mehr Folklore anstatt wirklich notwendiges Kaminzubehör: Der Blasebalg © AlenKadr, stock.adobe.com

Dieses Kaminzubehör benötigen Sie nicht unbedingt

  • Kaminzange: Das auch „Feuerzange“ genannte Werkzeug hilft Ihnen dabei, kleine Holzscheite oder Briketts nachzupositionieren, z. B. vor dem Nachlegen von neuem Brenngut. Wenn Sie bereits einen Kaminhaken verwenden, ist die Feuerzange meist überflüssig. Außerdem kann die Zange gerade bei größeren Holzscheiten unhandlich werden. Wenn Sie allerdings Briketts verfeuern wollen, lohnt sich die Anschaffung einer Ofenzange.
  • Kratzeisen: Gibt es in Ihrem Brennraum sehr stark verkrusteten Ruß, können Sie diesen mit einem Kratzeisen lösen. Wenn Sie jedoch den Feuerraum regelmäßig reinigen, ist ein solches Werkzeug eher überflüssig. Zur Not reicht auch ein Stemmeisen oder ein großer Schraubendreher aus, um Rußreste von den Schamottesteinen oder Vermiculiteplatten zu kratzen.
  • Spaltzange: Die Spaltzange dient vor allem dazu, Holzbriketts vor dem Anfeuern in kleine Stücke zu teilen. Sie machen aus den Briketts somit selbst Anzündhölzer für die großen Briketts. Nutzen Sie nur Scheitholz, ist die Spaltzange überflüssig.
  • Blasebalg: Der Blasebalg ist ein echter Klassiker des Kaminzubehörs. Heute gehört das Instrument eher zur Folklore und ist ein nostalgisches Accessoire. Denn dank moderner Zuluftsteuerung in Kaminöfen wird ein zusätzliches „Gebläse“ für die Frischluftzufuhr nicht mehr benötigt.
  • Ascheeimer: Dank großer Aschekästen benötigen Sie in der Regel keinen eigenen Ascheeimer mehr. Diese Eimer aus Metall dienten früher dazu, die Asche aus dem Ofen aufzufangen. So konnten auch glühende Holzreste entfernt werden. Heute reicht es völlig aus, wenn Sie den Aschekasten herausziehen und die erkaltete Asche auf dem Kompost entsorgen oder in den Biomüll geben.
  • Aschesauger: Die Reinigung des Kaminofens wird mit einem Aschesauger enorm erleichtert. Das Gerät saugt möglichst staubfrei die erkalteten Aschereste aus dem Ofen. Geleert wird der Sauger dann einfach auf dem Kompost.

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Worauf sollte ich beim Kaminbesteck achten?

Kaminbesteck besteht immer aus Metall. Im Handel sind Bestecke aus Gusseisen, Stahl, Messing oder Edelstahl erhältlich.

  • Kaminbesteck aus Edelstahl hat den Vorteil, dass es sehr einfach zu pflegen ist und es in der Regel nicht rostet. Dazu passt die Chromoberfläche des Edelstahls sehr gut zu einer modernen Inneneinrichtung.
  • Messing-Kaminbesteck hat eine klassische Goldoptik. Es ist empfindlicher als Kaminbesteck aus Edelstahl oder Gusseisen.
  • Kaminbesteck aus Gusseisen: Hierbei handelt es sich um echte Klassiker. Diese Bestecke sind sehr robust und langlebig. Dafür kann das Gusseisen schneller rosten. Das gilt auch für einfache Kaminbestecke aus Stahl.

Edelstahl- und Messing-Kaminbestecke sind in der Regel teurer als die Varianten aus Stahl und Gusseisen.

Wichtig ist, dass Sie beim Kaminbesteck-Kauf darauf achten, dass die Bestecke über einen abgesetzten Griff verfügen, damit die Wärme nicht geleitet wird. So können Sie auch im heißen Ofen arbeiten, ohne sich die Finger zu verbrennen. Andernfalls müssen Sie jedes Mal einen Kaminhandschuh anziehen, um das Kaminbesteck zu verwenden.

Kaminbesteck aus Gusseisen ist immer etwas rustikaler © Jonas, stock.adobe.com
Kaminbesteck aus Gusseisen ist immer etwas rustikaler © Jonas, stock.adobe.com

Kaminzubehör zum Anfeuern des Ofens

Wir haben Ihnen an anderer Stelle schon gezeigt, wie Sie einen Kaminofen anfeuern können. Wichtiges Zubehör ist hier vor allem das Zündwerkzeug.
Empfehlenswert sind Kaminstreichhölzer, ein Fidibus oder ein Kaminfeuerzeug. So können Sie das Anzündholz sicher entfachen.

Als Zündhilfe eignen sich Holzwolle oder spezielle Kaminanzünder, die Sie online oder im Fachhandel kaufen können.

Verzichten Sie auf Grillanzünder oder alkoholhaltige Mittel. Sie riskieren dabei Schäden an Ihrem Ofen und Verletzungen.

Welches Reinigungsmittel bietet sich für den Kaminofen an?

Beim Kaminzubehör fürs Reinigen des Ofens gibt es eine sehr einfache Antwort: Wasser und Zeitung. In der Regel reicht es nämlich aus, Kaminscheiben mit der in die Asche gelegten Zeitung zu reinigen und den Ofen von außen mit einem feuchten und danach trockenen Tuch abzuwischen.

Ansonsten sollten Sie am besten nur spezielle Pflegemittel für Kaminöfen verwenden, die von den Kaminofen Herstellern empfohlen werden.

Reinigung der Kaminofenscheibe mit Papier © Smole, stock.adobe.com
Den Kaminofen regelmäßig reinigen für optimale Funktion

6 Tipps für Einsteiger Ein Kaminofen sollte regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Damit stellen Sie nicht nur eine ansprechende Optik… weiterlesen

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