Den Kaminofen regelmäßig reinigen für optimale Funktion

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6 Tipps für Einsteiger

Ein Kaminofen sollte regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Damit stellen Sie nicht nur eine ansprechende Optik sicher, sondern sorgen gleichzeitig für eine längere Lebensdauer des Ofens und eine bessere Verbrennung. Wir geben Ihnen sechs praktische Tipps zur Kaminofenreinigung.

Auch der Aschekasten muss regelmäßig geleert werden. Sonst sieht es so aus © Trik, stock.adobe.com
Auch der Aschekasten muss regelmäßig geleert werden. Sonst sieht es so aus © Trik, stock.adobe.com

Was Sie vor dem Reinigen beachten sollten

Bevor Sie sich an den Kaminofen wagen, sollten Sie sicherstellen, dass das Feuer vollständig erloschen und der Ofen ausgekühlt ist. Auch wenn der Kamin von außen nicht mehr warm ist, können Stahlteile im Brennraum immer noch sehr heiß sein.

Unsere Tipps

1. Gehen Sie von innen nach außen vor.

So stellen Sie sicher, dass die Arbeiten zuerst erledigt werden, bei welchen mehr Schmutz anfällt.

2. Verwenden Sie für die Reinigung der Brennkammer einen Aschesauger oder Handfeger.

Der Aschesauger funktioniert wie in Staubsauger. Doch im Gegensatz zum Haushaltsstaubsauger ist dieses Gerät für das Aufsaugen von Asche optimiert. Es entsteht dabei somit weniger Staubaufwirbelung und die Asche aus dem Brennraum wird sauber entfernt. Alternativ können Sie natürlich auch einen Handfeger verwenden. Hier sollten Sie aber bedächtig fegen, um nicht zu viel Staub aufzuwirbeln.

Tipp: Als Alternative zum Aschesauger bietet sich ein Industriestaubsauger oder Baustellenstaubsauger an. Diese Geräte sind robuster als Haushaltsstaubsauger und verfügen über die nötigen Filter, um Feinstaub zurückzuhalten.

Die Entfernung der Asche ist wichtig, weil sie sich z. B. in den Zwischenräumen der Kaminofentür absetzen kann und verhindert, dass die Tür sich dicht schließen lässt. Eine undichte Kamintür kann z. B. den Zug im Abgasrohr und somit den Abbrand verschlechtern.

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3. Prüfen Sie die Schamottesteine oder Vermiculiteplatten im Brennraum.

Zur Reinigung des Kaminofens gehört es auch, mögliche Risse an den Steinen in der Brennkammer zu identifizieren. Verwenden Sie dafür am besten eine Taschenlampe. Sind die Steine rissig, sollten Sie diese austauschen. Das Material gibt es u. a. im Baumarkt und kann mit geringem Aufwand selbst zugeschnitten werden.

4. Reinigen Sie die Ofenrohre regelmäßig.

Über das Ofenrohr wird der Kaminofen an den Schornstein angeschlossen. Insbesondere in gebogenen Rohren kann sich Ruß absetzen. Gibt es viele Rückstände im Rohr, kann sich dadurch der Schornsteinzug und somit die Verbrennung verschlechtern. Das Ergebnis wäre, dass das Holz im Brennraum nicht vollständig oder nur sehr langsam verbrennt. Dadurch hätten Sie nicht nur eine geringere Wärmeausbeute, sondern Sie würden deutlich mehr giftige Stoffe im Abgas produzieren.

Um das Ofenrohr zu reinigen, öffnen Sie die Reinigungsöffnung. Sie befindet sich meist in der Beuge des Rauchrohrs. Verwenden Sie für die Reinigung eine Bürste, mit der Sie das Rohr auskehren. Stellen Sie am besten vorher einen Eimer unter die Öffnung oder halten Sie den Eimer beim Kehren direkt darunter. So fangen Sie die Rußreste sicher auf.

Danach können Sie das Rauchrohr außen mit einem feuchten Tuch oder einem Staubwischer reinigen.

Ein positiver Nebeneffekt der Reinigung des Rauchrohrs: Es entsteht weniger Ruß, der sich z. B. an der Kaminscheibe absetzen kann.

Tipp: Prüfen Sie bei der Rauchrohrreinigung auch gleich, ob die Rohre richtig sitzen und dicht schließen.

5. Verwenden Sie Zeitungspapier zur Reinigung der Kaminscheibe.

Ein einfacher Trick, um verrußte Kaminscheiben zu reinigen, funktioniert so: Legen Sie Zeitungspapier in die kalte Kaminasche. Reiben Sie anschließend mit dem Papier über die Kaminscheibe. So löst sich der Ruß auf der Scheibe und Sie können wieder durchsehen.

Zusätzlich können Sie auch spezielle Pflegemittel für die Reinigung der Kaminscheibe verwenden. Meist reicht jedoch ein feuchtes Tuch völlig aus.

Nutzen Sie einen Kaminofen mit einer sogenannten „Scheibenspülung“, müssen Sie die Kaminscheibe seltener reinigen. Der Scheibe verfügt dann über eine spezielle Beschichtung. Sie sorgt für hohe Temperaturen an der Innenseite des Fensters und verhindert so die Ablagerung von Rußpartikeln.

Reinigung der Kaminofenscheibe mit Papier © Smole, stock.adobe.com
Reinigung der Kaminofenscheibe mit Papier © Smole, stock.adobe.com

Tipp: Um ein starkes Verrußen der Kaminscheibe zu verhindern, sollten Sie immer nur mit ausreichend getrocknetem Holz heizen. Seine Restfeuchte sollte maximal 20 Prozent betragen. Wichtig ist außerdem, nur unbehandeltes Holz zu verwenden und zum Anfeuern z. B. kein Zeitungspapier zu nutzen.

6. Verwenden Sie einfach nur ein feuchtes Tuch für den Kaminofenkorpus.

Kaminöfen bestehen in der Regel aus Gusseisen oder Stahlblech. Manche Oberflächen sind zusätzlich lackiert. Deshalb sollten Sie unbedingt auf säurehaltige oder alkoholhaltige Reinigungsmittel sowie Scheuermittel verzichten. Es reicht ein einfaches feuchtes Tuch und ein trockenes Tuch zum Nachwischen. Das Nachwischen ist wichtig, da sich sonst durch die Feuchtigkeit Flugrost bilden könnte.

Ist Ihr Ofen mit Speckstein verkleidet, können Sie diesen mit einem trockenen Schwamm abwischen oder Sie verwenden ein spezielles Pflegemittel für das Naturmaterial. Verfärbungen lassen sich mit Nitro-Verdünnung entfernen oder mit einem Topfschwamm. Das weiche Material wird dadurch leicht angeschliffen und es verschwindet die Verfärbung.

Wichtig: Stauben Sie Ihren Kaminofen nach dem Sommer vor dem Heizbetrieb unbedingt ab. Ansonsten kann es vorkommen, dass der Staub beim Betrieb des Kaminofens verbrennt und für einen unangenehmen Geruch sorgt.

Es braucht nicht viel, um einen Kaminofen zu pflegen und zu reinigen. Wichtig ist, dass Sie alle Schritte regelmäßig durchführen, um so hartnäckige Verschmutzungen oder eine Beeinträchtigung der Kaminofenfunktion zu verhindern.

Kaminbesteck aus Gusseisen ist immer etwas rustikaler © Jonas, stock.adobe.com
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