Außenaufzug nachrüsten

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Das Nachrüsten eines Außenaufzugs ist oft die komfortabelste, einfachste und auch günstigste Art, eine Bestandsimmobilie nachträglich barrierefrei zu machen oder die Barrieren zumindest deutlich zu reduzieren. Zwar ist es in fast jedem Gebäude grundsätzlich auch möglich, einen Innenaufzug nachzurüsten, doch die aufwendigen Umbaumaßnahmen schrecken viele Bauherren und auch Bewohner ab. Selbst wenn es im oder neben dem Treppenhaus genug Platz gibt, lassen sich invasive Arbeiten wie Wand- und Deckendurchbrüche, die mit wochenlangen Unannehmlichkeiten wie Staub, Schmutz und Baulärm verbunden sind, nicht vermeiden.

Beim Nachrüsten von Aufzügen – ob innen oder außen – gehören Wand- oder Deckendurchbrüche oftmals dazu © Corgarashu, stock.adobe.com
Beim Nachrüsten von Aufzügen – ob innen oder außen – gehören Wand- oder Deckendurchbrüche oftmals dazu © Corgarashu, stock.adobe.com

Dagegen lässt sich in nahezu jedem Fall immer mit vergleichsweise wenig Aufwand ein Außenaufzug nachrüsten, ohne dafür größere bauliche Veränderungen am Haus selbst durchführen zu müssen. Das Treppenhaus und der Schnitt der Wohnungen können üblicherweise einfach bleiben, wie sie sind; der Außenaufzug wird an der Fassade befestigt, und der Zugang zu den einzelnen Etagen oder Wohnungen erfolgt dann z. B. über ehemalige Fenster, die zu Türen umgebaut werden.

Lesen Sie hier, welche Vorteile es bringt, einen Außenaufzug nachzurüsten, wie der Anbau des Außenaufzugs abläuft und welche Aufzugsarten für den Außenbereich geeignet sind.

Einen Außenaufzug nachzurüsten, bringt Vorteile für Hausbesitzer, Vermieter und Bewohner

Ein nachträglich angebauter Außenaufzug erhöht den Wohnkomfort und Wohnwert für alle Hausbewohner und steigert den Wert der Immobilie – sowohl für Besitzer und Käufer als auch für potenzielle Mieter. Barrierefreiheit, Komfort und Sicherheit werden nicht nur von älteren Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität hoch geschätzt, sondern auch von Familien mit Kindern und weitsichtigen Hausbesitzern, die sich nicht nur heute, sondern auch morgen in ihrer Immobilie wohlfühlen und auf allen Ebenen frei bewegen möchten. Durch einen direkt mit angebauten oder nachgerüsteten Außenaufzug wird das Gebäude zudem besonders interessant für Ärzte, Rechtsanwälte und andere Dienstleister, die darauf angewiesen sind, dass Patienten, Klienten und Kunden jeden Alters, auch Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen, barrierefreien Zugang zu ihren Räumlichkeiten haben.

Außenaufzug – Vorteile für Hausbesitzer, Vermieter und Bewohner
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Altersgerechtes, barrierereduziertes und barrierefreies Bauen und Umbauen werden

durch verschiedene Programme gefördert, unter anderem von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). So können Sie die Kosten für die Anschaffung und den Anbau der Aufzugsanlage reduzieren und sich die Finanzierung erleichtern.

Gibt es Gebäude mit „Aufzugspflicht“?

Öffentliche Gebäude müssen laut Vorschrift einen barrierefreien Zugang bieten, was sich über Aufzüge sicherstellen lässt. Um den entsprechenden Vorschriften bzw. geänderten Gesetzen zu entsprechen, wurden zahlreiche öffentliche Gebäude umgebaut bzw. durch nachträgliche Installationen angepasst.

Auch beim Neubau von Wohnhäusern und Gewerbegebäuden kann der Einbau eines Aufzugs Pflicht sein. Ab einer bestimmten Höhe bzw. Anzahl von Stockwerken ist ein Aufzug vorgeschrieben, allerdings sind die Regelungen nicht in ganz Deutschland gleich, sondern variieren je nach Bundesland. Näheres über die bei Ihnen geltenden Bestimmungen können Sie z. B. beim zuständigen Bauamt erfragen.

Bei einem Neubau kann der Aufzugsschacht planerisch optimal in das Gebäude integriert werden © Kara, stock.adobe.com
Bei einem Neubau kann der Aufzugsschacht planerisch optimal in das Gebäude integriert werden © Kara, stock.adobe.com

Welche Umbaumaßnahmen sind für das Nachrüsten eines Außenaufzugs erforderlich?

Wie zuvor erwähnt, sind für den Anbau eines Aufzugs außen am Haus viel weniger schwerwiegende Baumaßnahmen erforderlich als beim Nachrüsten eines Innenaufzugs. Die einzelnen Zugänge zum Aufzug bzw. vom Außenaufzug ins Gebäude können ohne Deckendurchbrüche oder Umbau von Wohnungen geschaffen werden, etwa durch die Erweiterung vorhandener Fenster zu Türen. Bei außen angebrachten Homelifts können auch Balkons genutzt oder angepasst oder Zugänge zum Treppenhaus über Plattformen realisiert werden.

Damit sich der nachgerüstete Außenaufzug optimal ins Gesamtbild einfügt und mit der Ästhetik des Gebäudes harmoniert, bieten sowohl die Hersteller als auch erfahrene Fachbetriebe (z. B. auf den Aufzugsbau spezialisierte Schlossereien oder Hochbaufirmen) verschiedene Designs und Gestaltungsoptionen an. Das gilt für Schachtgerüste und deren Verkleidungen ebenso wie für die Ausgestaltung selbsttragender (schachtloser) Konstruktionen. Gerade beim Homelift gibt es eine große Auswahl bei den Ausführungen, die umso größer ist, je geringer die Förderhöhe des Außenaufzugs sein soll. Filigrane, selbsttragende Konstruktionen sind bei kleinen, privaten Außenaufzügen, die lediglich über eine Etage gehen sollen, natürlich eher möglich und generell leichter und günstiger zu realisieren, als wenn Sie einen Mehrpersonenaufzug mit einer Förderhöhe von mehr als 13 Metern anbauen lassen wollen.

Ein Homelift verbindet zwei Etagen direkt, indem die Kabine vertikal in einem Schacht auf und ab befördert wird © Elena, stock.adobe.com
Treppenlift oder Homelift – ein Vergleich

Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, aber auch für alle, die jetzt schon an später denken oder generell so barrierefrei wie möglich… weiterlesen

Was muss ich beim Nachrüsten eines Außenaufzugs besonders beachten?

Wenn Sie einen Außenaufzug nachrüsten, brauchen Sie eine offizielle Baugenehmigung. Das gilt auch bei einem selbsttragenden Aufzug mit vergleichsweise geringer Förderhöhe, insbesondere aber für jeden Aufzug mit einer Förderhöhe über 3 m. Am besten holen Sie also rechtzeitig einen Architekten, Statiker oder die zuständige Prüfbehörde mit ins Boot, um die Baugenehmigung einzuholen. Ein Prüfstatiker bewertet die Situation vor Ort, etwa das Raumangebot, die Tragfähigkeit der Fassade und des Untergrunds sowie eventuelle Gefährdungen. Stimmt er dem Bauvorhaben zu, wird die Genehmigung erteilt und Sie bzw. der Fachbetrieb Ihres Vertrauens können mit dem Bau des Aufzugs beginnen. Nach Abschluss der Installationsarbeiten muss die Anlage vom TÜV geprüft bzw. vorschriftsmäßig abgenommen werden, bevor der Außenaufzug in Betrieb gehen kann.

Was muss ich beim Nachrüsten eines Außenaufzugs besonders beachten?
Was muss ich beim Nachrüsten eines Außenaufzugs besonders beachten?

Außenaufzüge müssen nicht nur bestmöglich vor Wind und Wetter, sondern auch vor unbefugter Nutzung und Vandalismus geschützt sein. Das lässt sich z. B. durch Fernbedienungen oder spezielle Schlüsselsysteme und Schließanlagen sicherstellen. Den besten Wetter- und Sichtschutz für die Fahrgäste bietet der Homelift mit geschlossener Kabine, während die Passagiere auf dem Hub- oder Plattformlifte sich vor Regen und Wind selbst schützen müssen. Ist der direkte Zugang zum bzw. ins Gebäude nicht möglich, können die entsprechenden Wege (z. B. Plattformen) für optimalen Wetterschutz überdacht werden.

Der private Außenaufzug ist eine Alternative zu innenliegenden Homelifts © andersphoto, stock.adobe.com
Der private Außenaufzug ist eine Alternative zu innenliegenden Homelifts © andersphoto, stock.adobe.com

Kann ich an jedem Gebäude einen Außenaufzug nachrüsten?

Außenaufzüge können nachträglich an Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern, Neu- und Altbauten und sogar an denkmalgeschützten Gebäuden angebracht werden. Wo genau der Aufzug angebaut wird, hängt vor allem vom Platzangebot ab; günstig ist außerdem, wenn der Aufzug so vor das Haus gestellt wird, dass sich der Zugang zu den einzelnen Etagen möglichst einfach – z. B. über Treppenhausfenster – realisieren lässt. Falls die Bausituation keine Aufzugsausgänge direkt an der Fassade bzw. Hauswand erlaubt, können zusätzlich Podeste oder Plattformen installiert werden. Oft bieten sich auch gute Zugangsmöglichkeiten über Terrassen oder Balkone.

Kann man jedes Gebäude mit einem Außenaufzug nachrüsten?
Kann man jedes Gebäude mit einem Außenaufzug nachrüsten?

Für echte Barrierefreiheit müssen alle Ein- und Ausstiege ebenerdig und stufenlos sein. Das kann auch über Rampen erfolgen, die mit dem Rollstuhl oder einer anderen Mobilitätshilfe einfach zu überwinden sind. Generell gibt es für jedes Gebäude und jede geplante Nutzung ein passendes Konzept; lassen Sie sich daher schon bei der Planung von verschiedenen Aufzugsherstellern und herstellerunabhängigen Fachleuten beraten. Auch Kostenvoranschläge, die möglichst umfassend und detailliert sein sollten, helfen Ihnen bei der Auswahl des Aufzugs und der Kosten- und Bauplanung.

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Welche Aufzugsarten lassen sich als Außenaufzug nachrüsten?

Grundsätzlich können Sie jeden Aufzug, der in einer witterungsbeständigen Ausführung angeboten wird und die Ihnen benötigte Förderhöhe und Tragfähigkeit bietet, als Außenaufzug nachrüsten lassen. Hier sind die gängigsten Beispiele:

Der Homelift als Außenaufzug
Der Homelift als Außenaufzug

Der Homelift als Außenaufzug

Ein Homelift (oft als „Miniaufzug“ oder „privater Hausaufzug“ bezeichnet) kann auch außen am Haus installiert werden. Um einen Außenlift nachzurüsten, brauchen Sie nicht einmal einen klassischen Aufzugsschacht, sondern können sich für eine selbsttragende Konstruktion aus Metall und Glas entscheiden, in der die Passagiere in einer geschlossenen Kabine oder auf einer Plattform mit Rückwand auf und ab fahren. Oft ist ein solcher Homelift, der im Vergleich zum konventionellen Personenaufzug viel günstiger ist, völlig ausreichend für den individuellen Bedarf, etwa wenn ein Privathaus rollstuhlgerecht oder barrierefrei gebaut oder umgebaut werden soll.

Ein Homelift in einer der einfachsten Ausführungen als barrierefreie Alternative zur Treppe © vladdeep, stock.adobe.com
Ein Homelift in einer der einfachsten Ausführungen als barrierefreie Alternative zur Treppe © vladdeep, stock.adobe.com

Schrägaufzug/Plattformlift außen nachrüsten

Schrägaufzüge werden meistens innen im Haus entlang der Treppe installiert; der Treppenlift bietet dann einen Sitz für eine Person oder eine Plattform, auf der ein Mensch mit Rollstuhl sicher stehen und fahren kann. Plattformlifte bzw. Schrägaufzüge aus wetterfesten Materialien und mit wettergeschützter Technik können auch außen am Haus bzw. entlang von Außentreppen angebracht werden. Diese Lösung ist z. B. sinnvoll, wenn lediglich eine kurze Treppe oder ein paar Stufen zu überwinden sind, um den barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Weil Schrägaufzüge nur langsam fahren und die Fahrgäste weniger Komfort und Schutz genießen als in einem senkrechten Aufzug mit geschlossener Kabine, ist der außenliegende Schrägaufzug bei großen Förderhöhen bzw. langen Strecken keine gute Idee.

Dieser Schrägaufzug aus dem Schlosskeller in Brackenheim ist für den Personentransport nicht vorgesehen und geeignet © Eberhard, stock.adobe.com
Dieser Schrägaufzug aus dem Schlosskeller in Brackenheim ist für den Personentransport nicht vorgesehen und geeignet © Eberhard, stock.adobe.com

Hebebühne/Hublift

Bei dieser Aufzugsvariante handelt es sich ebenfalls um einen Plattformlift ohne geschlossene Kabine, nur dass der Lift nicht schräg, sondern senkrecht fährt. Hublifte bzw. Hebebühnen bieten auf ihrer Plattform Platz für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Lasten, z. B. Möbel oder Gepäck. Wegen der maximalen Förderhöhe von 3 m können sie nur eine Etage überbrücken. Wie Schrägaufzüge eignen sie sich vor allem für kurze Strecken und geringe Höhenunterschiede, etwa um die Stufen bis zum Hauseingang zu überwinden.

Ein hochgeklappter Hublift, der schräg entlang der Treppenstufen geführt wird © VTT Studio, stock.adobe.com
Ein hochgeklappter Hublift, der schräg entlang der Treppenstufen geführt wird © VTT Studio, stock.adobe.com

Was kostet es, einen Außenaufzug nachzurüsten?

Die Kosten für den nachträglichen Anbau eines Außenaufzugs hängen insbesondere von der gewählten Aufzugsart und der Förderhöhe ab, also der Anzahl von Etagen/Ebenen, die zu überwinden sind.

Die günstigste Variante sind Plattformlifte. Einen wetterfesten schrägen Plattformlift oder senkrechten Hublift können Sie bereits für rund 15.000 EUR (Anschaffung und Montage) nachrüsten lassen. Für einen schicken Homelift samt mitgeliefertem, selbsttragendem Stahl- oder Glasschacht müssen Sie mit Kosten zwischen 25.000 und 50.000 EUR rechnen. Das sind allerdings nur Richtwerte; grundsätzlich gilt: Je mehr Etagen und je mehr Umbaumaßnahmen, desto teurer wird es – und verbindliche Angaben bekommen Sie nur von einem Fachbetrieb, der Ihre Bausituation und Ihre Anforderungen kennt und Ihnen einen individuellen Kostenvoranschlag erstellt.

Außenaufzüge werden an der äußeren Gebäudehülle montiert und lassen sich daher auch im Bestand nachrüsten © Robert Herhold, stock.adobe.com
Der Außenaufzug – sicher, komfortabel und einfach nachzurüsten

Im Vergleich zu Innenaufzügen haben Außenaufzüge mehrere Vorteile. Sofern neben dem Gebäude Platz genug vorhanden ist, können sie auch bei… weiterlesen

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