So befreien Sie Ihren Rasen von Moos und Unkraut

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Unkräuter und Moos im Rasen sind nicht nur ein optisches Problem. Sie breiten sich ohne Gegenmaßnahmen immer weiter aus und verdrängen das Gras, sodass Ihr Rasen im schlimmsten Fall nach einer Weile fast nur noch aus Moos und Unkraut besteht. Es ist daher besser, rechtzeitig einzugreifen. Ebenso wichtig ist es, den Rasen gut zu pflegen und optimale Voraussetzungen für sein Wachstum zu schaffen.

Ohne Unkraut sieht ein Rasen einfach schöner aus © Andrea, stock.adobe.com
Ohne Unkraut sieht ein Rasen einfach schöner aus © Andrea, stock.adobe.com

Vorbeugende Maßnahmen

Bekommt ein Rasen ausreichend Nährstoffe, kann er sich sehr gut gegenüber Moos und Unkraut durchsetzen. Düngen Sie Ihren Rasen deshalb regelmäßig mit Kompost oder einem Rasendünger. Auch das beim Mähen abgeschnittene Gras wirkt wie eine Düngung. Es fällt schnell zwischen die Halme, wenn Sie den Rasen in der Wachstumsperiode einmal wöchentlich schneiden und stört dadurch nicht einmal beim Betreten der Grünfläche.

Ohne Gegenmaßnahmen breitet sich Moos schnell aus © Lukassek, stock.adobe.com
Ohne Gegenmaßnahmen breitet sich Moos schnell aus © Lukassek, stock.adobe.com

Wächst auf Ihrem Rasen viel Moos, ist dies häufig ein Zeichen für einen Stickstoffmangel. Auch in diesem Fall hilft eine regelmäßige Düngung, denn Rasendünger reichern den Boden mit Stickstoff an.

Eine weitere Ursache kann Staunässe sein. Sie entsteht, wenn der Boden zu dicht ist und zeigt sich unter Umständen durch Pfützen nach Regenschauern. Ist dies bei Ihnen der Fall, können Sie die Erde an den betroffenen Stellen durch Bausand oder Rasensand durchlässiger machen. Ihn streuen Sie einfach auf den Rasen, denn er findet von allein den Weg in den Boden. Sie können es ihm jedoch etwas leichter machen, indem Sie vor dem Ausstreuen des Sandes mit einer Aerifiziergabel, Rasenlüfter-Schuhen oder einem anderen Hilfsmittel Löcher in den Boden stanzen.

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Der pH-Wert und die Beschaffenheit des Bodens spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Den pH-Wert können Sie leicht mit einem entsprechenden Test-Kit überprüfen. Er sollte zwischen 5,5 und 6 liegen, wenn es sich um einen leichten Boden handelt, und bei 6,5 bis 7,5, wenn der Boden eher schwer ist. Noch genauere Informationen bekommen Sie bei einer Bodenanalyse. Hierzu schicken Sie eine kleine Menge Erde an ein Labor. Solche Analysen werden auch im Internet angeboten.

Das Vertikutieren

Durch das Vertikutieren entfernen Sie Unkräuter, Moos und Rasenfilz aus Ihrem Rasen. Gleichzeitig lockern Sie den Boden ein wenig auf, denn die Messer eines Vertikutierers dringen einige Millimeter tief in die Erde. Dies sorgt dafür, dass mehr Sauerstoff an die Graswurzeln gelangt. Vertikutieren Sie Ihren Rasen jedoch maximal zweimal pro Jahr, denn diese Maßnahme ist eine kleine Strapaze für das Gras. Gute Zeitpunkte sind das Frühjahr und der Herbst.

Von Hand oder elektrisch: durch das Vertikutieren verschaffen Sie Ihrem Rasen wieder Luft © bildergala, stock.adobe.com
Von Hand oder elektrisch: durch das Vertikutieren verschaffen Sie Ihrem Rasen wieder Luft © bildergala, stock.adobe.com

Zum Vertikutieren brauchen Sie nicht unbedingt einen Vertikutierer. Eine Eisenharke leistet ebenso gute Dienste. Mit ihr lässt sich vor allem Moos und Filz leicht aus dem Rasen kämmen. Bei einem großen Rasen kann das Auskämmen von Unkraut, Moos und Filz mit einer Harke allerdings langwierig und anstrengend sein. In diesem Fall leihen Sie daher besser einen Vertikutierer aus, wenn Sie keinen kaufen möchten.

Löwenzahn, Gänseblümchen, Klee & Co. bekämpfen

Schlecht aus dem Boden zu bekommen: der Löwenzahn mit seiner langen Wurzel © Osterland, stock.adobe.com
Schlecht aus dem Boden zu bekommen: der Löwenzahn mit seiner langen Wurzel © Osterland, stock.adobe.com

Zu den Unkräutern, die sich auf vielen Rasenflächen finden, gehört der Löwenzahn. Bei seiner Bekämpfung hilft es wenig, nur die oberirdischen Teile zu entfernen, denn er treibt aus seiner Wurzel immer wieder aus. Die Wurzel ist zudem sehr lang und lässt sich dadurch nur schlecht komplett aus der Erde lösen. Wächst auf Ihrem Rasen viel Löwenzahn, lohnt sich daher die Anschaffung eines Unkrautstechers, mit dem Sie die Pflanze mitsamt Wurzel aus dem Boden reißen. Entfernen Sie außerdem die Blüten möglichst schnell, damit sich der Löwenzahn nicht noch stärker ausbreitet. Nach der Verwandlung zur „Pusteblume“ kann er mithilfe des Windes selbst weit entfernte Bereiche im Garten erobern.

Auch den Breitwegerich sollten Sie mitsamt Wurzel entfernen © behewa, stock.adobe.com
Auch den Breitwegerich sollten Sie mitsamt Wurzel entfernen © behewa, stock.adobe.com

Das Gänseblümchen ist ebenfalls weit verbreitet. Ihm macht wie dem Löwenzahn nicht einmal das Rasenmähen etwas aus. Gleiches gilt für den Klee. Entfernen Sie deshalb auch diese Unkräuter mithilfe eines Unkrautstechers oder eines langen Messers mitsamt der Wurzel aus dem Rasen. Auf die gleiche Weise bekämpfen Sie den Breitwegerich, die Schafgarbe und den Kriechenden Hahnenfuß, der auch als Butterblume bekannt ist.

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Unkrautvernichter plus Dünger

Bei den Unkrautvernichtern, die Sie auf den Rasen streuen, handelt es sich häufig um Kombi-Produkte, die aus einem Rasendünger und einem Unkrautvernichter bestehen. Mit solch einem Mittel erledigen Sie daher zwei Pflegemaßnahmen gleichzeitig.

Mit dem Streuwagen verteilen Sie einen Dünger mit Unkrautvernichter gleichmäßig © The Toidi, stock.adobe.com
Mit dem Streuwagen verteilen Sie einen Dünger mit Unkrautvernichter gleichmäßig © The Toidi, stock.adobe.com

Damit der Unkrautvernichter seine Wirkung entfalten kann, muss die Außentemperatur über 10 °C liegen. Am effektivsten ist er außerdem in der Zeit, in der die meisten Unkräuter stark wachsen. Ein Kombi-Produkt aus Dünger und Unkrautvernichter verwenden Sie deshalb am besten in den Monaten von Mai bis August und nicht öfter als einmal pro Jahr.

Rasenherbizide

Flüssige Rasenherbizide haben den Vorteil, dass Sie das Mittel gezielt auf das Unkraut spritzen können. Sie eignen sich daher im Besonderen für Grünflächen, die nur in bestimmten Bereichen voller Unkraut sind. Wenn Sie ein Rasenherbizid verwenden möchten, sollten Sie den Rasen vorher nicht mähen. Es dringt über die Blätter in die Unkräuter ein und hat daher den größten Effekt, wenn die Blätter der Unkräuter lang sind. Wählen Sie außerdem einen Tag, an dem kein Regen zu erwarten ist. Er würde das Herbizid von den Blättern abwaschen.

Ein gezielter Einsatz hält den Verbrauch an Herbiziden in Grenzen © bildergala, stock.adobe.com
Ein gezielter Einsatz hält den Verbrauch an Herbiziden in Grenzen © bildergala, stock.adobe.com

Beachten Sie beim Gebrauch von Herbiziden die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz der Umwelt. Denken Sie außerdem an Ihre eigene Gesundheit und an den Schutz der Zierpflanzen in der Nähe des Rasens.

Diese Mittel sind oft sehr giftig und können bei einer unsachgemäßen Verwendung großen Schaden anrichten. Eine mögliche Alternative sind biologische Rasenunkrautvernichter, die aus natürlichen Substanzen bestehen. Denken Sie jedoch daran, dass sich schnell wieder Unkraut ansiedeln wird, wenn Sie nicht gleichzeitig die Ursachen bekämpfen.

Weitere Tipps für einen schönen Rasen

Bei der Bekämpfung von Unkraut hilft außerdem regelmäßiges Rasenmähen, denn während das Gras einen wöchentlichen Rückschnitt schätzt, leiden Unkräuter darunter. Schneiden Sie den Rasen jedoch nicht zu kurz, denn dies erleichtert Unkrautsamen das Keimen. Hat das Gras nach dem Mähen noch eine Höhe von vier Zentimetern, dringt weniger Licht auf die Erde, sodass in vielen Fällen eine Keimung verhindert wird. Wenn Sie Ihren Rasen regelmäßig mähen, schneiden Sie außerdem gleichzeitig die Blüten der Unkräuter ab. Dadurch verhindern Sie, dass die Samen ausreifen und sich das Unkraut noch stärker ausbreitet.

Regelmäßig geschnitten bleibt der Rasen gesund © romaset, stock.adobe.com
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