Rollrasen verlegen – so geht’s

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Ein Rollrasen ist ideal, wenn Sie innerhalb eines Tages eine Grünfläche schaffen möchten. Direkt nutzen sollten Sie ihn jedoch nicht, denn er benötigt in der Anfangsphase ein wenig Schonung. Damit er sich mit seinen Wurzeln im Erdreich verankern kann, sollten Sie ihn in den ersten Wochen möglichst wenig betreten. Die Optik können Sie dagegen direkt nach dem Verlegen genießen. Der Preisunterschied zwischen dem deutlich teureren Rollrasen und der eigenen Aussaat wird übrigens umso spürbarer, je größer die geplante Rasenfläche ist.

Sofort grün: der Rollrasen © Marco2811, stock.adobe.com
Sofort grün: der Rollrasen © Marco2811, stock.adobe.com

Beim Rollrasen besonders wichtig: eine gute Vorbereitung und Planung

Wie bei der Aussaat eines Rasens ist es bei einem Rollrasen wichtig, den Boden vor dem Verlegen sorgfältig vorzubereiten und eine vollkommen ebene Fläche zu schaffen. Lesen Sie hierzu unseren Ratgeber „So bereiten Sie den Boden für einen neuen Rasen vor“, in dem wir Ihnen die einzelnen Maßnahmen erklären. Ein Rollrasen sollte außerdem möglichst bald nach dem Kauf verlegt werden, denn er könnte vertrocknen oder zu faulen beginnen. Am besten holen Sie ihn deshalb erst aus der Gärtnerei, wenn alle vorbereitenden Arbeiten erledigt sind und Sie direkt mit dem Verlegen beginnen können.

Rollrasen sollte innerhalb von 24 Stunden verlegt werden © Sonja Birkelbach, stock.adobe.com
Rollrasen sollte innerhalb von 24 Stunden verlegt werden © Sonja Birkelbach, stock.adobe.com

Ein guter Zeitpunkt ist ein Tag mit moderaten Außentemperaturen und bewölktem Himmel, denn die Sonne trocknet einen Rollrasen schnell aus. Im Idealfall ist in den folgenden Tagen sogar Regen zu erwarten. Dadurch wird der neue Rasen mit ausreichend Wasser versorgt und Sie müssen weniger oft sprengen. Können Sie einen Rollrasen nicht direkt nach dem Kauf verlegen, legen Sie ihn an einen kühlen, schattigen Platz und befeuchten ihn immer wieder mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch, damit er nicht austrocknet.

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Zum Verlegen eines Rollrasens brauchen Sie:

  • einen Starterdünger und eventuell einen Streuwagen
  • einen Rechen
  • einen Gartenschlauch mit Sprühaufsatz
  • den Rollrasen
  • eventuell eine Schubkarre für den Transport
  • ein langes Holzbrett als Unterlage
  • ein großes scharfes Messer für den Zuschnitt der Bahnen
  • einen Winkel
  • eine Rasenwalze oder Trittbretter
  • einen Rasensprenger

So verlegen Sie einen Rollrasen

In einen leicht aufgerauten Boden dringen die Wurzeln schneller ein © ikostudio, stock.adobe.com
In einen leicht aufgerauten Boden dringen die Wurzeln schneller ein © ikostudio, stock.adobe.com

1. Um gute Startbedingungen für den neuen Rasen zu schaffen, verteilen Sie auf der Fläche einen Starterdünger. Beachten Sie hierbei die Angaben des Herstellers hinsichtlich der Menge, denn zu viel Dünger kann einem Rasen und auch anderen Pflanzen schaden. Am gleichmäßigsten verteilen lässt sich ein Dünger mit einem Streuwagen, den Sie auch später zum Düngen Ihres Rasens verwenden können. Diese Anschaffung lohnt sich daher durchaus.

Nachdem Sie den Dünger ausgebracht haben, arbeiten Sie ihn mit einem Rechen und wenig Druck in den Boden ein. Dadurch rauen Sie die Erde gleichzeitig ein wenig auf und machen es den Graswurzeln einfacher, in den Boden einzudringen. Zum Schluss befeuchten Sie die Erde leicht.

2. Nun können Sie die erste Bahn Rollrasen verlegen. Zuvor jedoch noch ein wichtiger Hinweis: Beim Verlegen werden Sie früher oder später den Rollrasen betreten müssen. Stellen Sie sich hierbei stets auf eine Unterlage wie ein langes Holzbrett. Dadurch verteilt sich Ihr Körpergewicht auf eine größere Fläche.

Die geschwungenen Außenkanten sparen Sie sich bis zum Schluss auf © Smole, stock.adobe.com
Die geschwungenen Außenkanten sparen Sie sich bis zum Schluss auf © Smole, stock.adobe.com

Soll Ihre Grünfläche rechteckig sein, verlegen Sie die erste Bahn Rollrasen an einer Seite. Planen Sie dagegen einen geschwungenen Umriss, lassen Sie einen Abstand, damit Sie die erste Bahn gerade verlegen können. Sie dient Ihnen bei der Fertigstellung der geschwungenen Seite als Orientierung. Zudem reichen dort oft Reststücke, die beim Zuschnitt der langen Bahnen übrig bleiben. Bei einer nicht rechtwinkligen Rasenfläche verlegen Sie die Bahnen außerdem am besten an allen Seiten mit einem kleinen Überstand. So können Sie die gesamte Kontur nach der Fertigstellung des Rasens mit einem großen Messer nachschneiden.

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3. Reicht die Länge einer Rolle für die gesamte Rasenfläche nicht aus, setzen Sie eine zweite Bahn an. Hierbei ist es wichtig, dass zwischen den beiden Bahnen kein Abstand verbleibt. Die Stoßkanten sollten außerdem wie bei einem Mauerwerk versetzt sein, denn Kreuzfugen können sich später auf dem Rasen abzeichnen.

Müssen Sie kürzen, eignet sich hierfür ein großes Küchenmesser wie zum Beispiel ein Brotmesser. Achten Sie jedoch darauf, dass der Schnitt rechtwinklig wird und nehmen Sie einen großen Winkel oder eine rechtwinklige Holzplatte zu Hilfe.

Mit einer Rasenwalze drücken Sie die Bahnen auf den Boden © comartist.de, stock.adobe.com
Mit einer Rasenwalze drücken Sie die Bahnen auf den Boden © comartist.de, stock.adobe.com

4. Ist der gesamte Rollrasen verlegt, gehen Sie mit einer Rasenwalze längs und quer über die Fläche. Dadurch drücken Sie die Wurzeln auf den Boden und sorgen für einen direkten Kontakt zum Erdreich. Gleichzeitig gleichen Sie kleine Höhenunterschiede zwischen den Bahnen aus. Dass Sie die Grashalme mit einer Walze platt drücken, muss Sie nicht beunruhigen. Sie richten sich schon bald wieder auf.

Eine Rasenwalze können Sie in einem Baumarkt ausleihen. Als Alternative eignen sich Trittbretter, die sich mit Schlaufen an den Schuhen fixieren lassen und mit denen Sie über den neuen Rasen gehen. Diese Variante ist bei einem großen Rasen allerdings recht zeitaufwändig und eignet sich eher für kleinere Rasenflächen.

5. Offen liegende Kanten an den Seiten eines Rollrasens trocknen leicht aus. Verteilen Sie rund um den Rasen deshalb gegebenenfalls etwas Erde. Sie schützt den Rollrasen und kann wieder entfernt werden, wenn das Gras gut angewachsen ist.

In den ersten Wochen ist das Sprengen extrem wichtig © BirgitMundtOsterw., stock.adobe.com
In den ersten Wochen ist das Sprengen extrem wichtig © BirgitMundtOsterw., stock.adobe.com

6. Zum Schluss braucht der neue Rasen reichlich Wasser. Stellen Sie deshalb einen Sprenger auf oder befeuchten Sie die gesamte Grünfläche mit dem Gartenschlauch. Achten Sie hierbei im Besonderen auf die Ränder, die schnell vergessen werden, und sprengen Sie reichlich, damit das Wasser bis zu den Wurzeln der Grashalme dringt. Eine ausreichende Bewässerung ist außerdem in den folgenden zwei bis drei Wochen extrem wichtig.

Der erste Schnitt kann oft schon nach zehn Tagen erfolgen. Mähen Sie den Rasen jedoch erst, wenn die Grashalme eine Höhe von fünf oder sechs Zentimetern haben. Achten Sie außerdem darauf, dass die Messer Ihres Rasenmähers scharf sind. Sonst kann es passieren, dass Sie die Graswurzeln beim Mähen wieder aus dem Boden ziehen. Sie sind noch nicht so gut verankert wie bei einem Rasen, der schon einige Jahre alt ist.

Ohne Unkraut sieht ein Rasen einfach schöner aus © Andrea, stock.adobe.com
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