Häufige Rasenkrankheiten und ihre Bekämpfung

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Rasenkrankheiten, bei denen sich das Gras verfärbt oder in einzelnen Bereichen abstirbt, werden meist von Pilzen verursacht. Vor allem Flecken können aber auch ein Hinweis auf eine unzureichende oder falsche Pflege sein. Bevor Sie Gegenmaßnahmen ergreifen, sollten Sie sich das Gras sowie den Boden deshalb etwas genauer anschauen. Oft reicht schon etwas mehr Wasser, um den Rasen wieder grün und gesund aussehen zu lassen.

Diese Flecken wurden durch Hundeurin verursacht © leddermann, stock.adobe.com
Diese Flecken wurden durch Hundeurin verursacht © leddermann, stock.adobe.com

Braune und gelbe Flecken

Hat Ihr Rasen viele braune oder gelbe Flecken, muss dies nicht auf eine Krankheit hindeuten. Diese Flecken entstehen auch durch Wassermangel oder durch eine Überdüngung.

Zu viel Dünger schadet dem Rasen ebenso wie eine Unterversorgung mit Nährstoffen. Dünger kann das Gras außerdem verbrennen, wenn es auf den Halmen liegen bleibt und von der Sonne beschienen wird.

Düngen Sie deshalb möglichst nur an Tagen mit bewölktem Himmel oder noch besser kurz vor einem Regenschauer. Auch ein niedriger pH-Wert des Bodens kann die Ursache für Flecken sein. Er lässt sich mit einem Test-Kit überprüfen und sollte zwischen 5,5 und 7,5 liegen. Nicht zuletzt ist der Urin von Hunden für einen Rasen schädlich. Dies gilt im Besonderen, wenn Hunde immer wieder die gleiche Stelle markieren.

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Pilze und Pilzkrankheiten

Pilzerkrankungen werden von vielen verschiedenen Pilzen verursacht. Die Gründe, warum bestimmte Krankheiten auftreten, sind daher unterschiedlich. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Sie Ihren Rasen bei der Bekämpfung von Pilzen und Pilzkrankheiten möglichst frei von Laub und Schnittgut halten sollten. Sie dienen den Pilzen als Nahrungsquelle und machen das Problem dadurch noch größer. Werfen Sie den Rasenschnitt aber nicht auf den Kompost. An ihm haften unzählige Pilzsporen, durch die sich die Pilze ausbreiten. Gleiches gilt für die Pilze, die Sie besser im Hausmüll entsorgen oder in die Biotonne werfen. Auch Feuchtigkeit begünstigt die Ausbreitung. Sprengen Sie Ihren Rasen deshalb möglichst morgens, damit er bis zum Abend wieder trocken ist.

Eine Bekämpfung von Pilzerkrankungen ist oft schwierig, denn der Einsatz von Fungiziden auf Rasenflächen ist in Deutschland verboten. Ihre wichtigste Aufgabe besteht daher darin, Ihren Rasen gut zu pflegen und optimale Bedingungen für das Gras zu schaffen.

Hierzu gehört auch das Vertikutieren, bei dem Sie Rasenfilz und Moos aus dem Rasen entfernen. Beide speichern Feuchtigkeit und fördern dadurch die Entstehung von Pilzkrankheiten.

Hutpilze und andere unbedenkliche Pilze

Hutpilze und andere kleine Pilze wie die Wiesenchampignons schießen meist bei feuchter Witterung aus dem Boden. Sie sind in der Regel nur ein optisches Problem, das sich bei einem Wetterwechsel von allein wieder löst. Möchten Sie nicht auf günstigeres Wetter warten, entfernen Sie die Pilze am besten von Hand mit einem langen Messer. Mit ihm stechen Sie rund um die Pilze in den Boden, um auch das unterirdische Geflecht zu entfernen. Über dieses Geflecht genannt Myzel breiten sich die Pilze aus.

Kleine Hutpilze schaden dem Rasen nicht © Clark Ukidu, stock.adobe.com
Kleine Hutpilze schaden dem Rasen nicht © Clark Ukidu, stock.adobe.com

Hexenringe

Eine Ausnahme bilden die sogenannten Hexenringe. Sie bekamen ihren Namen wegen der kreis- oder halbkreisförmigen Anordnung der Pilze, bei denen es sich um ganz verschiedene Pilzarten handeln kann. Dieser Ring kann ohne Gegenmaßnahme immer größer werden und das Gras innerhalb des Rings absterben lassen. Ein weiteres typisches Merkmal beim Hexenring ist Gras, das rund um den Ring stark wächst und eine dunklere Farbe als der übrige Rasen hat.

Halbrund oder rund: der Hexenring © Imaginis, stock.adobe.com
Halbrund oder rund: der Hexenring © Imaginis, stock.adobe.com

Um Hexenringe zu bekämpfen, nehmen Sie eine Grabegabel und stechen mit ihr innerhalb des Rings in den Boden. Dann heben Sie die Grasnarbe mit der Grabegabel etwas an. Dadurch zerreißen Sie das Geflecht, durch das die Pilze unter der Erde miteinander verbunden sind. Danach treten Sie die Grasnarbe wieder fest und wiederholen diesen Vorgang an möglichst vielen weiteren Stellen.

Rotspitzigkeit

Bei der Rotspitzigkeit verfärben sich die Enden der Grashalme rosa bis rot. Häufig bilden sich außerdem trockene Stellen oder ein Pilzgewebe in einer rosa bis rotbraunen Farbe. Die Rotspitzigkeit tritt vor allem bei feuchtwarmem Wetter auf. Ursache ist oft ein Stickstoffmangel, der die Ausbreitung dieser Krankheit fördert. Dementsprechend können Sie die Rotspitzigkeit durch eine regelmäßige Düngung bekämpfen.

Schneeschimmel

Der Schneeschimmel bekam seinen Namen, weil er häufig nach schneereichen Wintern auftritt. Bei dieser Pilzerkrankung zeigt sich ein Pilzgeflecht, das silbrig, weiß oder rosafarben ist und an Watte erinnert. Typisch sind außerdem braune oder graue Flecken, die zunächst eine Größe von bis zu fünf Zentimetern haben, im Laufe der Zeit aber größer werden können.

Der Schneeschimmel ähnelt oft Watte © Tunatura, stock.adobe.com
Der Schneeschimmel ähnelt oft Watte © Tunatura, stock.adobe.com

Ursache für den Schneeschimmel ist in der Regel ein zu nasser Boden, in dem Feuchtigkeit nicht versickern kann. Sorgen Sie deshalb für eine bessere Durchlässigkeit, indem Sie Ihren Rasen lüften oder vertikutieren. Auch das Ausstreuen von Sand ist oft hilfreich und vor allem für Böden zu empfehlen, die generell eher dicht sind. Den sichtbaren Belag auf dem Gras müssen Sie dagegen nicht bekämpfen, denn er verschwindet von allein, wenn die Temperaturen ansteigen. Als vorsorgende Maßnahme für den folgenden Winter ist eine Herbstdüngung mit einem Rasendünger speziell für den Herbst zu empfehlen. Er enthält mehr Kalium, aber weniger Stickstoff als die Rasendünger für die Sommermonate. Dadurch hilft er dem Rasen, die kalten und oft feuchten Wintermonate gut zu überstehen.

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Blattfleckenkrankheit

Die Blattfleckenkrankheit zeigt sich durch Flecken auf den Grashalmen. Sie können ganz unterschiedliche Farben haben. Diese Pilzerkrankung schadet dem Rasen nicht sonderlich, deshalb reicht es aus, ihn besser zu pflegen und durch regelmäßiges Düngen mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

Dollarfleckenkrankheit

Bei der Dollarfleckenkrankheit zeigen sich gelbe bis bräunliche Flecken, die zunächst nur einen Durchmesser von einem bis zwei Zentimeter haben. Sie werden jedoch immer größer und lassen das Gras absterben. Diese Pilzerkrankung tritt vor allem bei höheren Außentemperaturen ab etwa 20 °C in Kombination mit einer hohen Luftfeuchtigkeit in den Morgenstunden auf. Sie lässt sich durch ein gutes Düngemittel verhindern.

Die Dollarfleckenkrankheit tritt vor allem in den Sommermonaten auf © Kathy images, stock.adobe.com
Die Dollarfleckenkrankheit tritt vor allem in den Sommermonaten auf © Kathy images, stock.adobe.com

Rostpilz

Der Rostpilz oder die Rostkrankheit zeigt sich durch braune oder orangefarbene Flecken auf den Halmen. Gegen diese Pilzerkrankung gibt es kein Mittel, deshalb hilft auch in diesem Fall nur eine bessere Pflege des Rasens.

Einige Löcher im Rasen sind kein Grund für eine Neuaussaat © maykal, stock.adobe.com
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