Die Vor- und Nachteile eines Mähroboters

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Soll ein Rasen gut aussehen und dauerhaft gesund bleiben, benötigt er einen regelmäßigen Schnitt. Oft fehlt jedoch die Zeit oder die Lust zum Rasenmähen. In diesem Fall ist der Einsatz eines Mähroboters eine gute Lösung. Er fährt die gesamte Rasenfläche allein ab, sodass Ihnen mehr Zeit für andere Arbeiten oder zum Entspannen bleibt. Unter bestimmten Umständen kommt ein Mähroboter jedoch an seine Grenzen und auch seine Nachteile sollten Sie kennen. Hier deshalb einige grundlegende Informationen über die Mähroboter.

Während der Mähroboter arbeitet, machen Sie es sich gemütlich © OrthsMedien, stock.adobe.com
Während der Mähroboter arbeitet, machen Sie es sich gemütlich © OrthsMedien, stock.adobe.com

Die Vorteile

Durch einen häufigen Schnitt bleibt der Rasen gesund und bildet viele Seitentriebe, durch die er sehr dicht wird. Zudem sieht er stets gepflegt aus, weil er immer die gleiche Höhe hat. Ein regelmäßiger Schnitt macht außerdem Unkräutern das Leben schwer.

Ein Mähroboter schneidet Ihren Rasen auch, wenn Sie in Urlaub sind. Selbst eine Steuerung per App aus der Ferne ist inzwischen möglich. Sie benötigen daher keine Nachbarn oder Freunde zu bitten, diese Arbeit für Sie zu erledigen, oder nach dem Urlaub den Rasen wieder in Ordnung bringen.

Durch einen Mähroboter sieht ein Rasen immer gepflegt aus © mpix-foto, stock.adobe.com
Durch einen Mähroboter sieht ein Rasen immer gepflegt aus © mpix-foto, stock.adobe.com

Viele Mähroboter sind inzwischen so leise, dass die Geräusche, die beim Mähen entstehen, kaum stören. Ein Mähroboter kann daher auch zu ungewöhnlichen Zeiten seine Arbeit verrichten, ohne dass sich die Nachbarn beklagen oder Sie selbst sich gestört fühlen. Vermeiden Sie jedoch die Dämmerung, denn dann kommen viele Tiere und auch Nützlinge aus ihren Schlupflöchern. Sie könnten durch die scharfen Klingen verletzt oder sogar getötet werden. Dies gilt zum Beispiel auch für die Igel, die sich bei einer drohenden Gefahr zusammenrollen.

Vermeiden Sie in den Sommermonaten außerdem die Mittagszeit, denn Hitze und starke Sonneneinstrahlung schadet dem Gerät. Zudem ist es auch für den Rasen besser, wenn er bei moderaten Temperaturen geschnitten wird, denn die Schnittkanten verbrennen bei praller Sonne leicht.

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Mähroboter besitzen im Unterschied zu Rasenmähern keinen Fangkorb, in dem das abgeschnittene Gras gesammelt wird. Stattdessen zerkleinern sie die Grashalme und lassen sie auf dem Rasen liegen. Die kleinen Stücke fallen zwischen die Halme auf den Boden und werden von den Mikroorganismen im Erdreich langsam in Kompost umgewandelt. Er versorgt das Gras mit Nährstoffen, daher wird ein Rasen durch einen Mähroboter gleichzeitig gedüngt. Dies reduziert die Kosten für weiteren Dünger. Weil das abgeschnittene Gras auf der Rasenfläche verbleibt, brauchen Sie sich außerdem keine Gedanken über die Entsorgung des Schnittguts zu machen.

Ein Mähroboter kann sogar Maulwürfe vertreiben oder sie von vornherein vom Rasen fernhalten. Diese Tiere haben ein ausgezeichnetes Gehör, sodass sie das Betriebsgeräusch eventuell stört und sie sich ein anderes Revier suchen.

Auch Allergiker sind mit einem Mähroboter gut beraten. Sie können sich einen Platz suchen, an dem sie vor den Pollen sicher sind, während der Roboter den Rasen pflegt.

Die Nachteile

Schrägen und Hügel erfordern einen leistungsstarken Mähroboter © frenky362, stock.adobe.com
Schrägen und Hügel erfordern einen leistungsstarken Mähroboter © frenky362, stock.adobe.com

Auf ebenen Flächen leistet ein Mähroboter gute Arbeit. Buckel kann er jedoch oft nicht überwinden. Ebenso problematisch sind für ihn schräg verlaufende und stark verwinkelte Rasenflächen, wo er in den Ecken hängen bleiben könnte, sowie Engstellen und Unterbrechungen durch beispielsweise gepflasterte Wege. Für schwieriges Gelände gibt es jedoch leistungsstärkere Geräte.

Eine kleine Garage schützt den Mähroboter vor Regen und Schmutz © Janet Worg, stock.adobe.com
Eine kleine Garage schützt den Mähroboter vor Regen und Schmutz © Janet Worg, stock.adobe.com

Problematisch kann auch das Mähen nach einer längeren Schlechtwetterperiode sein. Ist das Gras recht hoch geworden, weil ein Schnitt wegen ständigen Regens nicht möglich war, kommt ein Mähroboter eventuell an seine Grenzen. Dann kann es außerdem passieren, dass er anstelle von klein gehäckselten Grashalmen dicke Klumpen auf dem Rasen hinterlässt. Sie sehen nicht nur unschön aus, sondern behindern auch eine gute Belüftung des Rasens. Zudem bleiben sie oft am Gehäuse des Roboters kleben und machen dadurch eine Reinigung erforderlich.

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Die Rasenkanten müssen oft von Hand nachgearbeitet werden. Dies lässt sich jedoch durch eine Einfassung aus Rasenkantensteinen vermeiden. Solch ein stabiler Untergrund bietet einem Mähroboter auch an den Rändern des Rasens den nötigen Halt. Einige Mähroboter verfügen außerdem über eine Kantenfunktion.

Drähte im Boden signalisieren dem Mähroboter das Ende des Rasens © Finmiki, stock.adobe.com
Drähte im Boden signalisieren dem Mähroboter das Ende des Rasens © Finmiki, stock.adobe.com

Damit ein Mähroboter weiß, wo ein Rasen endet, müssen Sie Drähte im Boden verlegen. Dies kann bei einer Rasenfläche in einer unregelmäßigen Form eine recht aufwändige Arbeit sein. Mittlerweile gibt es jedoch auch Modelle, die mit Sensoren ausgestattet sind. Bei ihnen ist es wichtig, dass Sie die angrenzenden Bereiche wie zum Beispiel die Blumenbeete deutlich von der Rasenfläche trennen.

Die zu mähende Rasenfläche sollte möglichst frei von Fremdkörpern sein. Selbst kleine Zweige, Tannenzapfen und Fallobst können die Arbeit eines Mähroboters behindern oder sogar stoppen. Gleiches gilt für Spielzeuge und andere Gegenstände, die Kinder auf dem Rasen liegen lassen.

Für Kinder und Tiere stellt ein Mähroboter außerdem eine Gefahr dar. Er sollte das Gras deshalb am besten nur in Zeiten mähen, in denen sich keine Kinder oder Tiere auf dem Rasen aufhalten.

An einer Ladestation werden die Akkus wieder aufgeladen © kristina rütten, stock.adobe.com
An einer Ladestation werden die Akkus wieder aufgeladen © kristina rütten, stock.adobe.com

Im Idealfall ist der Mähroboter täglich in Betrieb. Dies kann unter Umständen störend sein und nicht alle Geräte machen an Sonntagen selbstständig eine Pause. Einen günstigen Mähroboter müssen Sie daher eventuell selbst abschalten. Etwas irritierend können außerdem die Bewegungen eines Mähroboters sein. Sie wirken oft ein wenig chaotisch. Auch die lange Mähdauer wird möglicherweise als belastend empfunden. Sie beträgt selbst bei mittelgroßen Rasenflächen in der Regel schon mehrere Stunden pro Tag.

Preislich liegen die meisten Mähroboter deutlich über den Rasenmähern. Hinzuzurechnen ist eventuell ein Begrenzungsdraht. Der Luxus, den Rasen nicht mehr selbst mähen zu müssen, hat daher seinen Preis.

Haben Sie nach Abwägung aller Vor- und Nachteile die Entscheidung getroffen, Ihren Rasen von einem Mähroboter schneiden zu lassen, finden Sie im Handel Saatgut, das speziell für den Einsatz eines Mähroboters entwickelt wurde. Es besteht aus Grassorten, die eher in die Breite wachsen und dadurch nicht so schnell zu hoch werden. Dies hat den Vorteil, dass weniger Schnittgut entsteht. Gut geeignet ist aber auch ein Sport- und Spielrasen.

Regelmäßig geschnitten bleibt der Rasen gesund © romaset, stock.adobe.com
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