Preiswert Gießen mit einem Gartenwasserzähler

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Nicht in jedem Garten ist es möglich, die Bewässerung über Regenwasser oder über einen Brunnen zu realisieren. Vielleicht stehen zu wenig Dachflächen zur Verfügung, um genügend Regenwasser aufzufangen. Möglicherweise ist auch ein Anschluss der Tonne an die Dachentwässerung technisch nicht möglich. Auch in Gegenden, in denen nur sehr wenig Niederschlag fällt, kommen Sie mit Regenwasser nicht allzu weit. Wenn Sie stattdessen Trinkwasser aus der Leitung für die Gartenbewässerung verwenden möchten, kann es sich unter Umständen lohnen, einen Gartenwasserzähler zu installieren. Der folgende Beitrag erklärt Ihnen, wie Sie mit dieser Methode Kosten sparen können.

Mit einem Gartenwasserzähler lassen sich die Abwassergebühren für das im Garten verbrauchte Trinkwasser einsparen © Sabrina Umansky, stock.adobe.com
Mit einem Gartenwasserzähler lassen sich die Abwassergebühren für das im Garten verbrauchte Trinkwasser einsparen © Sabrina Umansky, stock.adobe.com

So sparen Sie Geld mit einem Gartenwasserzähler

Trinkwasser aus der Leitung wird nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet. Dazu dient eine Wasseruhr, welche die Durchflussmenge feststellt. Sie wird jedes Jahr einmal abgelesen, um die Gebühren für die Vorauszahlung und eventuelle Nachzahlungen korrekt zu berechnen. Wenn Sie sich diese Abrechnung jedoch einmal genauer betrachten, bezahlen Sie nicht nur für die Bereitstellung des Trinkwassers eine Gebühr. Auch die Ableitung des Abwassers in den Kanal und die Reinigung im Klärwerk kostet für die Verbraucher Geld. Das ist anteilmäßig sogar mehr, als für das Frischwasser bezahlt wird.

Wenn Sie nun einen Teil dieses Trinkwassers für Ihre Gartenbewässerung verwenden, versickert dieses Wasser ja nach dem Gießen in der Erde. Es muss nicht über die Kanalisation ins Klärwerk geleitet werden und verursacht daher keine Abwasserkosten. Sie können deshalb für im Garten verbrauchtes Wasser eine separate Berechnung beantragen. Für eine korrekte Abrechnung benötigen Sie eine separate Wasseruhr, welche auch als Gartenwasserzähler bezeichnet wird.

Tipp: Die Anmeldung eines Gartenwasserzählers beantragen Sie direkt bei Ihrem örtlichen Versorger. Das geht meist recht unbürokratisch und lässt sich unter Umständen mit einem Telefonat erledigen. Kontaktdaten dazu finden Sie zum Beispiel auf der Abrechnung für Ihre Nebenkosten.

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Wo muss der Gartenwasserzähler eingebaut werden?

Der Gartenwasserzähler muss auf alle Fälle hinter dem Hauptwasserzähler für Ihr Haus oder für Ihre Wohneinheit eingebaut werden. Schließlich wird das gesamte verbrauchte Wasser weiterhin über diesen Hauptzähler registriert.

Günstig wäre beispielsweise ein Platz, der das ganze Jahr über frostfrei ist. Das könnte im Keller oder in einem Hauswirtschaftsraum sein. Falls Sie diese Möglichkeit nicht haben, müssten Sie den Gartenwasserzähler nach Ende der Saison abschrauben und drinnen lagern. Dies ist deshalb nötig, da auch nach dem Abstellen der Leitung noch Wasser im Zähler verbleiben kann. Bei Frost würde sich im Inneren Eis bilden, welches die empfindlichen Messgeräte zerstören könnte.

Wählen Sie für den Anschluss der Gartenwasserleitung einen Platz, der sich möglichst dicht an der Entnahmestelle im Außenbereich befindet. Sehen Sie eine Möglichkeit vor, mit der Sie diese Leitung vor dem Winter komplett entleeren können. Das ließe sich zum Beispiel durch einen Ablasshahn am tiefsten Punkt der Leitung realisieren. Planen Sie darunter genügend Freiraum ein, um einen Eimer oder ein anderes geeignetes Gefäß bequem darunter stellen zu können.

Einbaukosten und regelmäßiger Austausch

Je nach Region dürfen Sie Ihren Gartenwasserzähler selbst einbauen oder Sie müssen einen Handwerksbetrieb damit beauftragen. Welches Verfahren für Ihr Wohngebiet gilt, können Sie bei Ihrem zuständigen Wasserversorger erfragen. In einigen Gegenden genügt es, Fotos und eine Beschreibung mit dem bei Inbetriebnahme abgelesenen Stand der Wasseruhr einzureichen. Andere Gemeinden verlangen den Einbau durch einen Fachbetrieb und die entsprechende Dokumentation. Diese Vorschriften beinhalten auch die Regelungen zur Wartung und Kontrolle der Gartenwasserzähler.

Wenn Sie den Einbau selbst vornehmen können, werden lediglich die Kosten für den neuen Zähler fällig. Die Preise für Kaltwasserzähler beginnen schon bei ca. 20 €. Falls Sie den Gartenwasserzähler selbst einbauen möchten, achten Sie beim Kauf darauf, die passende Gewindegröße auszuwählen. Übliche Größen sind ein halber Zoll oder ¾ Zoll. Für den Einbau müssen Sie noch mal ca. 60–70 € einkalkulieren, wenn Sie dies durch einen Handwerksbetrieb vornehmen lassen wollen. In der Regel muss der Gartenwasserzähler ca. alle sechs Jahre gegen ein neues Gerät ausgetauscht oder geeicht werden.

Im Schnitt kostet der Zähler also ca. 20–30 € pro Jahr.

Tipp: Normalerweise sind die im Handel erhältlichen Zähler alle bereits geeicht. Wenn Sie das Gerät jedoch im Internet bestellen und es nicht aus der EU stammt, könnte es sein, dass der Wasserzähler nicht nach der in Deutschland geforderten Norm geeicht ist. Lesen Sie daher die Produktbeschreibung vor der Bestellung sorgfältig durch und fragen Sie gegebenenfalls den Händler danach.

Wenn ein Handwerksbetrieb den Wasserzähler einbaut oder wenn er neu geeicht wurde, wird dies mit einer Plombe dokumentiert, welche das Gerät vor unbefugten Eingriffen schützt © Björn Wylezich, stock.adobe.com
Wenn ein Handwerksbetrieb den Wasserzähler einbaut oder wenn er neu geeicht wurde, wird dies mit einer Plombe dokumentiert, welche das Gerät vor unbefugten Eingriffen schützt © Björn Wylezich, stock.adobe.com

Ab welchem Verbrauch lohnt sich ein Gartenwasserzähler?

Da ein Gartenwasserzähler doch einiges kostet und auch regelmäßig geeicht oder ersetzt werden muss, lohnt es sich nicht in jedem Falle, solch ein Gerät einzubauen. Eine einfache Beispielrechnung kann Ihnen dies verdeutlichen:

Ihre Abwassergebühren betragen angenommen 1,70 € je Kubikmeter.
Sie verbrauchen für Ihre Gartenbewässerung 6 m³ im Jahr.
Abwassergebühren der Gartenbewässerung = 1,70 €/ m³× 6 m³ = 11,20 €

Bei dieser Menge müssten Sie 10,20 € im Jahr an Abwassergebühren bezahlen, obwohl dieses Wasser im Garten versickert. Wenn man für Einbau und Betrieb eines Gartenwasserzählers im Schnitt 20 € pro Jahr berücksichtigt, wäre das teurer als einfach die Gebühren für das Abwasser zu bezahlen.

Tipp: Führen Sie am besten über eine Saison lang Buch, wie viel Wasser Sie ungefähr zum Gießen Ihrer Beete und Blumen im Garten benötigen. Hängen Sie dazu einfach eine Strichliste neben dem Wasserhahn auf, und tragen Sie für jede Gießkanne eine Markierung ein. Etwas schwieriger wird es, wenn Sie Ihre Beete mit dem Schlauch gießen, denn dann würden Sie für eine korrekte Messung auch wieder eine Wasseruhr oder einen ähnlichen Zähler benötigen.

Berechnen Sie vor dem Antrag auf einen Gartenwasserzähler, ob sich die Investition bei Ihrem Verbrauch überhaupt lohnt © Gregory Lee, stock.adobe.com
Berechnen Sie vor dem Antrag auf einen Gartenwasserzähler, ob sich die Investition bei Ihrem Verbrauch überhaupt lohnt © Gregory Lee, stock.adobe.com

Wann kann das auch für kleine Gärten sinnvoll sein?

In einem kleinen Garten wird normalerweise weniger Wasser zum Gießen der Pflanzen benötigt. Falls Sie jedoch Kulturen anbauen, welche eine intensive Bewässerung voraussetzen, kann auch hier ein Gartenwasserzähler für Einsparungen bei den Abwassergebühren sorgen.

Achten Sie allerdings darauf, dass Sie mit diesem Wasser weder einen Pool noch ein Planschbecken füllen dürfen. Der Grund dafür ist, dass das Wasser aus einem Pool nicht einfach in den Boden abgeleitet werden darf. Es wird beim Baden durch Sonnencreme oder andere Körperpflegemittel verunreinigt. Falls Sie das Poolwasser außerdem mit Chlor oder anderen Mitteln versetzen, darf es ebenfalls nicht in den Boden abgelassen werden. Badewasser aus dem Garten sollten Sie deshalb über einen Ausguss in den Kanal einleiten. Dort gelangt das Wasser zum Klärwerk und kann vorschriftsmäßig gereinigt und aufbereitet werden.

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Entsprechend darf das Wasser, was über den Gartenwasserzähler läuft, nicht für Reinigungsarbeiten verwendet werden, wie zum Beispiel:

  • Auto waschen
  • Fahrräder reinigen
  • Fenster putzen
  • Wäschewaschen oder Geschirr spülen
  • sämtliche Reinigungsarbeiten, bei denen Chemikalien oder Fremdstoffe ins Wasser gelangen

Wenn Sie trotzdem Gebühren für das Trinkwasser sparen möchten, könnte die Verwendung von Regenwasser für Toilettenspülung oder zum Wäschewaschen sinnvoll sein. Lesen Sie dazu unsere Beiträge zu Regenwassernutzung und informieren Sie sich, welche Möglichkeiten es dabei für Grundstücksbesitzer gibt.

Das Wasser, welches Sie in Ihren Pool oder ins Planschbecken füllen möchten, darf nicht aus der Leitung vom Gartenwasserzähler entnommen werden © slavun, stock.adobe.com
Das Wasser, welches Sie in Ihren Pool oder ins Planschbecken füllen möchten, darf nicht aus der Leitung vom Gartenwasserzähler entnommen werden © slavun, stock.adobe.com
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