Gartenbewässerung planen

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Praktische Tipps für ökologische und günstige Lösungen

Im Sommer, aber auch im Frühjahr und im Herbst kann es nötig sein, den Garten zusätzlich zu den natürlich fallenden Niederschlägen zu bewässern. So benötigen Sie oft für die Anzucht Ihrer Pflanzen reichlich Wasser, damit diese gedeihen und sich kräftig entwickeln. An heißen Sommertagen kann der Rasen zusätzliches Nass gut vertragen, um weiterhin üppig und dicht zu bleiben. Frisch gepflanzte Bäume oder Hecken wachsen außerdem besser an, wenn Sie diese in der ersten Zeit regelmäßig gießen. Der folgende Beitrag beschäftigt sich dem Thema Gartenbewässerung und zeigt Ihnen, wie Sie diese ökologisch und preisgünstig bewältigen können.

Klassiker: Gießen mit dem Gartenschlauch © MATTHIAS BUEHNER, stock.adobe.com
Klassiker: Gießen mit dem Gartenschlauch © MATTHIAS BUEHNER, stock.adobe.com

Wann ist eine Gartenbewässerung überhaupt nötig?

Eine zusätzliche Bewässerung Ihres Gartens ist oft dann nötig, wenn Sie Ihre Erträge für Gemüse und Obst steigern möchten oder wenn Sie verhindern wollen, dass bei langen Trockenperioden Pflanzen eingehen oder verkümmern. Das hängt zum einen von der durchschnittlichen Niederschlagsmenge pro Jahr in Ihrem Gebiet ab, kann aber auch mit der Fähigkeit des Bodens zur Wasserspeicherung sowie mit dem Stand des Grundwasserspiegels zusammenhängen. In manchen Gegenden fällt außerdem nur zu bestimmten Zeiten im Frühjahr und Herbst viel Regen und es ist den Sommer über sehr trocken. Auch hier kann es sinnvoll sein, den Garten zusätzlich zu bewässern.

Diese Bewässerung muss nicht das ganze Grundstück betreffen. Oft reicht es aus, nur die betreffenden Beete oder einzelne Pflanzen zu gießen, damit sie sich Ihrem Wunsch entsprechend entwickeln.

Typische Bereiche, welche eine zusätzliche Bewässerung benötigen, wären zum Beispiel:

  • Gemüsebeete mit Tomaten, Zucchini, Gurken oder Bohnen
  • Erdbeeren
  • Treibhaus (Kaltgewächshaus oder beheiztes Gewächshaus)
  • Rasen
  • intensiv bepflanzte Blumenbeete
  • Bereiche für die Anzucht neuer Pflanzen
  • frisch gepflanzte Bäume, Sträucher oder Hecken

Tipp: Bei Gemüse, Obst und Beerenfrüchten kann eine Bewässerung den Ertrag merklich steigern. Denken Sie dabei jedoch auch daran, dass sich zu viel Wasser nicht immer positiv auf die Qualität der Früchte auswirkt. Sie werden dann eventuell größer, schmecken aber vielleicht nicht mehr so aromatisch, wie kleinere Exemplare, die ohne zusätzliche Bewässerung gewachsen sind.

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Regenwasser sammeln und zum Gießen nutzen

Wenn sich auf Ihrem Gartengrundstück Gebäude wie ein Wohnhaus, eine Gartenlaube oder ein Schuppen befinden, können Sie von deren Dachflächen Regenwasser sammeln und es später zum Gießen benutzen. Dazu benötigen Sie lediglich ein geeignetes Speichergefäß wie eine Zisterne oder eine Regentonne und einen Anschluss an die Dachentwässerung. Dies lässt sich recht einfach und mit geringen Kosten realisieren.

Tipp: Regenwasser bietet Ihnen außerdem den Vorteil, frei von Phosphat und Kalk zu sein, was sich auf das Gedeihen vieler Pflanzen positiv auswirkt.

Das Sammeln von Regenwasser für den Garten ist eine der preisgünstigsten Möglichkeiten, um Blumen, Gemüse und andere Pflanzen in Trockenzeiten zu bewässern © Hans-Uwe Richter, stock.adobe.com
Das Sammeln von Regenwasser für den Garten ist eine der preisgünstigsten Möglichkeiten, um Blumen, Gemüse und andere Pflanzen in Trockenzeiten zu bewässern © Hans-Uwe Richter, stock.adobe.com

Einen eigenen Brunnen bauen

Sauberes Wasser in guter Qualität erhalten Sie außerdem, wenn Sie einen eigenen Brunnen auf dem Grundstück betreiben können. Manchmal ist so eine Anlage bereits vorhanden. Falls nicht, können Sie den Brunnen entweder selbst bohren oder dies von einer Fachfirma erledigen lassen. Dabei sind verschiedene Voraussetzungen zu beachten, um die Kosten im Blick zu behalten und eine möglichst hohe Sicherheit beim Bau zu gewährleisten. In Beitrag „Gartenbewässerung – Brunnen bauen oder sanieren“ erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Tipp: Ein eigener Brunnen kann nicht nur für die Gartenbewässerung verwendet werden, sondern liefert bei Bedarf auch Wasser für den Pool oder Brauchwasser für Ihren Haushalt.

Sofern der Grundwasserspiegel unter Ihrem Grundstück nicht zu tief liegt, kann es sich lohnen, einen Brunnen für die Gartenbewässerung zu bohren © bilderhexchen, stock.adobe.com
Sofern der Grundwasserspiegel unter Ihrem Grundstück nicht zu tief liegt, kann es sich lohnen, einen Brunnen für die Gartenbewässerung zu bohren © bilderhexchen, stock.adobe.com

Leitungswasser mit Gartenwasserzähler verwenden

Wenn Ihr Garten in der Nähe einer Trinkwasserleitung gelegen ist (zum Beispiel in einer Kleingartenanlage oder dicht an Ihrem Wohnhaus), kann es sinnvoll sein, normales Leitungswasser für die Bewässerung Ihrer Pflanzen zu verwenden.

Die Kosten für die Entnahme des Trinkwassers lassen sich mit einem Gartenwasserzähler reduzieren. Der Einbau dieser separaten Wasseruhr lohnt sich dann, wenn Sie keine anderen Möglichkeiten für eine Wasserentnahme haben und außerdem eine Mindestmenge an Wasser für den Garten verbrauchen. Im Beitrag „Preiswert Gießen mit einem Gartenwasserzähler“ erfahren Sie mehr darüber, wie dieses Prinzip funktioniert.

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Darf man Wasser aus nahegelegenen Seen oder Flüssen für den Garten nutzen?

Auch wenn sich ein natürliches Gewässer wie ein Bach, Einfluss oder ein See in der Nähe Ihres Grundstücks befindet, dürfen Sie von dort nicht einfach Wasser zum Gießen auf Ihrem Grundstück entnehmen. Dabei fällt die gelegentliche Entnahme per Hand mit Schöpfgefäßen wie Eimern oder Gießkanne nicht unter das Verbot. Allerdings wäre es unzulässig, dass Wasser über einen Schlauch mit einer Pumpe zu entnehmen und damit den Garten zu bewässern oder Vorratsbehälter wie eine Zisterne zu füllen.

Grundlage dafür bildet das Gewässerschutzgesetz. Sie haben davon abgesehen die Möglichkeit, einen Nutzungsantrag für die Entnahme von Oberflächenwasser in Ihrer Gemeinde zu stellen. Eine Genehmigung ist normalerweise mit der Auflage verbunden, dass entnommenes Wasser wieder zurückgeführt wird. Wie das in Ihrem Fall genau aussehen könnte, erfragen Sie am besten bei den zuständigen Behörden in Ihrem Landkreis.

Auch wenn sich in unmittelbarer Nähe Ihres Grundstücks ein Bach oder ein See befindet, dürfen Sie dieses Oberflächenwasser nicht ohne Genehmigung zur Bewässerung Ihres Gartens verwenden © Mickis Fotowelt, stock.adobe.com
Auch wenn sich in unmittelbarer Nähe Ihres Grundstücks ein Bach oder ein See befindet, dürfen Sie dieses Oberflächenwasser nicht ohne Genehmigung zur Bewässerung Ihres Gartens verwenden © Mickis Fotowelt, stock.adobe.com

Automatik oder manuelle Bewässerung?

Die Bewässerung Ihres Gartens kann ganz klassisch manuell mit Schlauch oder Gießkanne erledigt werden. Wenn Sie allerdings größere Flächen bewässern möchten und dies regelmäßig nötig ist, kann eine halbautomatische oder automatische Bewässerungsanlage viel Zeit sparen und auch während Ihrer Abwesenheit den Garten pflegen. Automatische Bewässerungssysteme lassen sich schon für einige 100 € installieren. Falls Sie außerdem eine computergestützte Steuerung integrieren möchten, kann dieser Preis auch wesentlich höher liegen.

Tipp: Eine automatische Bewässerungsanlage für den Garten lohnt sich beispielsweise dann, wenn Sie wenig Zeit für die Pflege des Gartens haben oder zu den optimalen Gießzeiten selten zu Hause sind.

Bewässerungsbedarf mit Auswahl der Pflanzen beeinflussen

Gefallen Ihnen die Möglichkeiten für die Gartenbewässerung weniger oder möchten Sie eine möglichst preiswerte Lösung finden? Dann bieten sich beispielsweise Pflanzengruppen an, deren Bewässerungsbedarf minimal oder gleich null ist. Mit einer geschickten Auswahl genügsamer Sorgen können Sie nicht nur einen Garten mit wenig Wasserbedarf gestalten, sondern reduzieren gleichzeitig den Aufwand für die Pflege dieser Pflanzen.

Welche Blumen, Kräuter, Sträucher und Nutzpflanzen mit sehr wenig Wasser auskommen, erfahren Sie im Beitrag „Mit wassersparender Bepflanzung die Bewässerung optimieren“.

Viele Sukkulenten und genügsame Pflanzen aus der Mittelmeerregion kommen mit unserem Klima zurecht und können helfen, den Wasserbedarf für Ihren Garten zu reduzieren © dark_blade, stock.adobe.com
Viele Sukkulenten und genügsame Pflanzen aus der Mittelmeerregion kommen mit unserem Klima zurecht und können helfen, den Wasserbedarf für Ihren Garten zu reduzieren © dark_blade, stock.adobe.com

Boden verbessern, um Wasser zu sparen

Mit einigen simplen Maßnahmen können Sie außerdem den Wasserbedarf in Ihrem Garten regulieren. Dazu zählen etwa Maßnahmen, welche die Speicherfähigkeit des Bodens verbessern. Außerdem kann es sinnvoll sein, die Zeiten für das Gießen so zu wählen, dass die Pflanzen das kostbare Nass optimal aufnehmen und es nicht gleich wieder verdunstet oder zu schnell versickert.

Eine kluge Mischung zwischen schattigen Bereichen und Plätzen, an denen die Sonne den ganzen Tag die Erde wärmen kann, kann außerdem zu einem ausgewogenen Wasserhaushalt in Ihrem Garten beitragen. Denken Sie dabei auch immer an das Klima, welches für Ihre Gegend typisch ist und sorgen Sie bei einem heißen, trockenen Klima für mehr schattige Bereiche und bei einem eher kühlen, feuchten Klima für mehr Bereiche mit viel Sonneneinstrahlung.

Tipp: Aktuelle Werte für die durchschnittlichen Mengen der Niederschläge je Monat und für die zu erwartenden Sonnenstunden erhalten Sie für fast jeden Ort auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes oder des Umweltbundesamtes.

Bevor Sie über eine Bodenverbesserung nachdenken, sollten Sie den Typ des Bodens in Ihrem Garten bestimmen © Pixel-Shot, stock.adobe.com
Zusätzliche Bewässerung durch Bodenverbesserung reduzieren

Der Wasserbedarf in ihrem Garten hängt nicht nur von der Menge der Niederschläge ab, sondern auch von der Fähigkeit des… weiterlesen

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