Einfahrt pflastern – Kosten und Sparpotenziale

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Mit welchen Kosten für Material und Arbeit ist beim Pflastern zu rechnen?

Um eine Einfahrt zu pflastern sind Aufwendungen wie Kosten für das Material, Arbeitsleistungen und eventuell auch für Genehmigungen nötig. Damit das Projekt gelingt, sollten Bauherren vor Beginn eine sorgfältige Kalkulation einplanen und sich verschiedene Angebote einholen. Wer selbst mit angreift, kann eine Menge Kosten sparen. Auch beim Kauf des Materials lassen sich kreative Wege finden, um preiswert und nachhaltig zu bauen. Im nachfolgenden Artikel erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Kosten und Sparpotentiale entdecken ©  lovelyday12, stock.adobe.com
Kosten und Sparpotenziale entdecken © lovelyday12, stock.adobe.com

Vorbereitungsarbeiten und Aushub

Bevor es an die eigentlichen Verlegearbeiten geht, sind einige Vorbereitungen nötig. Zuerst sollte die Fläche zum Pflastern der Einfahrt vermessen und abgesteckt werden. Falls sich ein Teil davon im öffentlichen Bereich befindet oder ein neuer Übergang zu diesen Bereichen geschaffen werden soll, können Genehmigungen nötig sein. Die Vermessung lässt sich meist in Eigenregie ausführen. Achten Sie auf ausreichende Abstände zu Gebäuden oder Pflanzungen. Erkundigen Sie sich, wo unterirdische Leitungen und Kanäle verlaufen und berücksichtigen Sie dies bei der Planung.

Tipp: Arbeiten am Kanal oder das Verlegen von Zuleitungen zum Haus sollten abgeschlossen sein, bevor Sie den Bereich darüber pflastern. Ideal wäre es, wenn die Trassen sich nicht oder nur wenig überschneiden. Das kann später bei eventuellen Reparaturen oder Erweiterungen viel Geld sparen.

Nach dem Vermessen ist als erster Arbeitsschritt das Auskoffern der gesamten Fläche in einer Tiefe von ca. 40 cm an der Reihe. Wenn Sie das selbst machen, kostet es nur Zeit und Muskelkraft. Beauftragen Sie eine Firma, sind mit sieben bis zehn Euro je Quadratmeter zu rechnen. Weitere Kosten können für den Abtransport und die Entsorgung des Aushubs entstehen, wenn Sie diesen nicht auf dem Grundstück verarbeiten wollen. Pauschale Kosten für das Abfahren des Aushubs werden mit ca. fünf bis zehn Euro je Quadratmeter angegeben.

Aushub mit Bagger für die Pflasterung der Einfahrt © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
Aushub mit Bagger für die Pflasterung der Einfahrt © Ingo Bartussek, stock.adobe.com
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Tragschichten aufschütten und Randsteine setzen

Als erste Schicht wird nun ein Schotterbett mit einer Dicke von 25 bis 30 cm aufgebracht und gleichmäßig verteilt. Bevor die oberste Tragschicht eingebracht wird, sollten die Randsteine gesetzt werden, damit sie gut in die Konstruktion eingebunden werden. Auf das Schotterbett kommt eine Schicht Kies oder Splitt und darüber eine Schicht Sand. Alles muss mittels Rüttelplatte verfestigt werden, damit sich das Bett für die Pflasterung später nicht ungleichmäßig setzt. Die Arbeitskosten für den Unterbau zum Einbringen von Schotter, Kies und Sand betragen ca. 25 Euro je Quadratmeter.

Das Setzen der Randsteine wird mit ca. fünf Euro je laufenden Meter kalkuliert. Ein Kubikmeter Schotter kann zwischen 10 und 50 Euro kosten, je nachdem, welche Sorte Sie auswählen. Da die Schotterschicht ca. 30 cm hoch sein wird (ein Drittel eines Kubikmeters), kostet dieses Material ca. drei bis 15 Euro je Quadratmeter. Für eine Pflasterung benötigt man ungefähr 75 kg Splitt je Quadratmeter. Mit einem Kubikmeter (1.500 kg) lassen sich 20 Quadratmeter Pflaster verlegen. Die Kosten für eine Tonne Splitt betragen zwischen 15 und 20 Euro. Im Schnitt beträgt der Preis pro Quadratmeter Splitt zum Pflastern daher ca. zwei Euro.

Tragschichten mit Rüttelplatte verdichten © schulzfoto, stock.adobe.com
Tragschichten mit Rüttelplatte verdichten © schulzfoto, stock.adobe.com

Kosten für das Pflaster

Pflastersteine gibt es unterschiedlichsten Qualitäten und Ausführungen zu kaufen. Klassisches Granitpflaster, Betonpflaster, weitere Natursteine oder Klinker sind nur einige Varianten. Sie können diese Steine neu kaufen, sie im Baumarkt bestellen, über den Großhandel oder über Ihren Handwerker beziehen oder als Recycling-Produkt erwerben. Besonders nachhaltig und dazu oft auch sehr preiswert können Recycling-Pflastersteine sein, die aus Abbrucharbeiten stammen. Da sie nicht standardisiert sind und es oft nur eine begrenzte Menge der gleichen Steine gibt, eigen sie sich nicht gut für große Projekte. Für eine kleine Einfahrt im privaten Bereich können sie jedoch ideal sein und dem Grundstück einen unverwechselbaren Charme verleihen.

Beispiele Kosten für Pflastersteine:

MaterialPreis je Quadratmeter
Betonsteine, Rasengittersteine8 Euro
Betonpflastersteine, geschlossenca. 15 Euro bis 80 Euro, je nach Ausführung
Klinkerpflasterab 20 Euro
Granitpflasterab 40 Euro bis über 150 Euro
Recycling Granitpflasterab 65 Euro, Preis ist oft verhandelbar

Hinweis: Neben dem Preis für die Steine selbst können noch Transportkosten anfallen. Mit einer Tonne Granitpflaster lassen sich zum Beispiel ungefähr 4,5 Quadratmeter Einfahrt pflastern. Bei einer Fläche von 20 Quadratmetern würden knapp 5 Tonnen Steine benötigt. Einige Händler bieten einen kostenlosen Transport an. Auch wenn der Handwerksbetrieb die Steine anliefert, sind die Kosten dafür normalerweise im Angebot enthalten.

Pflastersteine setzen © Hoda Bogdan, stock.adobe.com
Pflastersteine setzen © Hoda Bogdan, stock.adobe.com

Pflaster setzen, verfugen und versiegeln

Nach den beschriebenen Vorbereitungen geht es nun an das eigentliche Setzen der Pflastersteine. Ein qualifizierter Handwerksbetrieb berechnet dafür im Schnitt 25 Euro je Quadratmeter als Verlegekosten. Diese Kosten können regional variieren. Auch beim Legen spezieller Muster, die aufwendig sind oder je nach Größe der Pflastersteine können sich die Preise unterscheiden. So ist es schwieriger, kleines Granitpflaster mit unregelmäßigen Abmessungen zu verlegen als genormte Betonsteine. Eine hohe Kunst verlangen Schuppenbögen oder Segmentbögen sowie deren Verlegung auf Wegen, die nicht gerade verlaufen.

Pflastersteine mit Sand verfugen  © Ralf Geithe, stock.adobe.com
Pflastersteine mit Sand verfugen © Ralf Geithe, stock.adobe.com

Sind alle Pflastersteine an Ort und Stelle, werden die Fugen mit Sand gefüllt und gleichmäßig ausgekehrt. Eventuell kann eine abschließende Versiegelung aufgebracht werden, welche dem Pflaster eine zusätzliche Stabilität und eine hochwertige Optik verleiht. Spezielle Fugenmörtel wirken außerdem hemmend gegenüber Unkraut, lassen aber Sickerwasser in den Untergrund durch. Diese Mittel kosten etwas mehr, können jedoch die Folgearbeiten für Pflege und Reinigung erheblich reduzieren.

Das Verfugen mit Quarzsand kostet ca. einen Euro je Quadratmeter, für Feinsplitt benötigen Sie zwischen 0,6 bis 6,00 Euro je Quadratmeter und für Fugenmaterial auf Basis von Kunstharz zwischen 8,00 und 20,00 Euro je Quadratmeter.

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Regelmäßige Pflege und Reinigung für einen optimalen Werterhalt

Eine gepflasterte Einfahrt sieht elegant und hochwertig aus. Damit sie lange schön bleibt, sollte das Pflaster regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Entfernen Sie Unkraut und Moos aus den Fugen, bevor die Pflanzen zu groß werden und den Verband lockern könnten. Füllen Sie von Zeit zu Zeit Fugensand nach oder erneuern Sie den Fugenmörtel, wenn Sie Fehlstellen sehen. Regelmäßiges Kehren hilft dabei schon, um Flugsamen und Erde von der Pflasterung zu entfernen. So haben Löwenzahn und Co weniger Chancen, sich in diesen Bereichen anzusiedeln.

Tipp: Falls Sie Rasengittersteine oder Pflaster mit freien Bereichen verlegt haben, in denen Gras und Bodendecker gedeihen dürfen, genügt ein regelmäßiger Schnitt. Stellen Sie dabei den Rasenmäher nicht zu niedrig ein, damit die Messer nicht an den Steinen anschlagen können. Wenn Sie bei der Aussaat Sorten wählen, die langsam wachsen, brauchen Sie seltener zu mähen.

Reparaturen rechtzeitig ausführen und Gründe analysieren

Prüfen Sie Ihre gepflasterte Einfahrt mindestens einmal im Jahr auf Schäden und lose Steine. Bei starkem Frost, aber auch nach langen Regenperioden oder sehr heißen Sommern kann das Material in den Fugen schwinden und es werden einzelne Steine oder ganze Bereiche der Einfahrt lose. Füllen Sie Sand beziehungsweise Fugenmaterial nach, wenn Sie die Fugen als tiefe Ritzen wahrnehmen können, bevor sich die Steine lösen. Hat sich trotz aller Sorgfalt beim Bau ein Bereich der Straße gesenkt? Holen Sie sich die verantwortlichen Handwerker heran und melden Sie Reklamationen an, wenn die Gewährleistung noch gilt.

Stellen Sie fest, woran die Senkung der Oberflächen liegen könnte. Gibt es einen Kanal an dieser Stelle, der vielleicht eingebrochen ist? Haben starke Regenfälle das Gelände verändert oder könnte ein verdeckter Rohrbruch den Unterboden ausgespült haben? Die Anzeichen sind besonders dann zu beachten, wenn Sie Ihre Einfahrt schon mehrere Jahre nutzen und der Schaden plötzlich ohne direkt erkennbare äußere Einflüsse auftritt.

Übersicht und Berechnungsbeispiel für die Kosten beim Einfahrt pflastern

Folgende Kosten fallen beim Einfahrt pflastern an:

  • Arbeitskosten für Aushub, Tragschichten und Pflastern
  • Materialkosten
  • Transportkosten
  • Planungs- und Genehmigungskosten

Berechnungsbeispiel für eine Einfahrt mit 30 Quadratmetern Fläche (ca. 3 Meter breit und 10 Meter lang):

Beschreibungje Quadratmeterfür 30 Quadratmeter
Aushub10,00 €300,00 €
Aushub entsorgen6,00 €180,00 €
Tragschichten Arbeitsleistung25,00 €750,00 €
Tragschichten Material
Splitt2,00 €60,00 €
Schotter8,00 €240,00 €
Arbeitsleistung Pflastern25,00 €750,00 €
Pflastersteine Granit40,00 €1.200,00 €
Randsteine (20 lfd. Meter)je lfd. Meter 5,00 €100,00 €
Fugenmaterial, Sand1,00 €30,00 €
Summe
3.610,00 €

Diese Preise hängen natürlich von der aktuellen Verfügbarkeit und regionalen Angeboten ab. Es können noch weitere Kosten für Sonderleistungen hinzukommen oder Sie können das Projekt preiswerter gestalten, indem Sie selbst Hand anlegen. Auch bei der Auswahl der Materialien treten große Preisunterschiede auf. Wie in der Beschreibung der Kosten für die Pflastersteine ersichtlich, gibt es günstigste Varianten schon ab acht Euro pro Quadratmeter – das wären in diesem Beispiel 960 Euro Ersparnis. Wer lieber eine Luxusvariante mit Naturstein für 90 Euro je Quadratmeter wählt, würde in diesem Beispiel 1500 Euro mehr Budget benötigen.

Am besten lassen Sie sich von Handwerkbetrieben in Ihrer Umgebung verbindliche Angebote mit verschiedenen Materialien oder Verlegemustern berechnen. Dort können Sie meist auch eine Auswahl an Pflastersteinen und Mustern im Original besichtigen. Eventuell lassen sich sogar Referenzobjekte vor Ort besuchen, an denen Sie sehen, wie gut ein vor mehreren Jahren verlegtes Pflaster der Firma heute noch aussieht. Vielleicht haben auch Ihre Nachbarn schon gute Erfahrungen mit den Unternehmen gemacht und werden Ihnen die Kontakte weiterempfehlen. Toll sind auch gemeinsame Projekte, bei denen sich Freunde und Verwandte helfen und jeder seine Kenntnisse und Fähigkeiten einbringt. So wird das Projekt „Einfahrt pflastern“ zum echten Erfolg und Sie genießen schon bald die Vorzüge eines gepflegten Grundstücks.

Mögliche Sparpotenziale im Überblick
Mögliche Sparpotenziale im Überblick
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