Einfahrt gestalten: Carport und Garage

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Überdachte Stellflächen für Auto, Moped und Fahrräder nutzen

Beim Thema Einfahrt gestalten kommt schnell die Frage nach einem geeigneten Stellplatz für Ihre Fahrzeuge auf. Dafür können ein gepflasterter Parkplatz, ein Schotterplatz, ein Carport oder eine Garage dienen. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt vom Budget und von den Voraussetzungen auf dem Grundstück ab.

Auch ein Boot findet mit entsprechender Vorrichtung Schutz unter dem Carport © henryn0580, stock.adobe.com
Auch ein Boot findet mit entsprechender Vorrichtung Schutz unter dem Carport © henryn0580, stock.adobe.com

Überdachte Stellflächen unter dem Carport oder in der Garage halten Ihre Fahrzeuge trocken und im Winter frei von Eis und Schnee. Das spart Zeit beim Starten in den Tag und zahlt sich so schon bald aus. Im Sommer heizt sich der Innenraum von Pkw weniger auf, wenn sie im Schatten stehen können. Das ist für die Fahrgäste angenehm und schont Materialien wie die verarbeiteten Kunststoffe und die Bezüge der Sitze. Planen Sie beim Anlegen oder Verändern Ihrer Einfahrt rechtzeitig Elemente wie die Garage, ein Carport oder einen befestigten Stellplatz ein, um von Beginn an die richtige Wegführung und die nötigen Abstände zu berücksichtigen.

Bei der Planung eines Carports gibt es einige Dinge zu beachten
Bei der Planung eines Carports gibt es einige Dinge zu beachten

Welches Material ist für den Carport ideal?

Für Carports werden häufig folgende Materialien verwendet:

  • Holz
  • Aluminium
  • Stahl
  • Glas, Dachpappe oder Kunststoff für die Eindeckung

Ausgesprochen pflegeleicht ist Aluminium, da es nicht verwittert und keinen Anstrich benötigt. Mit einer farbigen Eloxierung sind schicke Oberflächen in verschiedensten Farben möglich. Ein Carport aus Aluminium ist im Vergleich etwas teurer als ein gleich großes Modell aus Holz oder Stahl. Carports aus Holz werden von vielen Bauherren bevorzugt, da sie recht preiswert sind und leicht selbst aufgebaut werden können. Stahl ist sehr robust, aber verhältnismäßig schwer. Er benötigt eine strapazierfähige Oberflächenbeschichtung wie eine Verzinkung oder einen Einbrennlack, damit das Gestell nicht rostet. Holz sollte durch eine Lasur, Kesseldruckimprägnierung oder einen UV-beständigen Lack geschützt werden, um nicht zu verwittern.

Tipp: Wenn Sie den neuen Carport in der Nähe eines Gebäudes aufstellen, können Sie eventuell eine Wand von Haus oder Garage für die Konstruktion nutzen. Das spart Material, Arbeitszeit und Kosten.

Moderner Aluminium Carport mit Verblendungen aus Holz © schulzfoto, stock.adobe.com
Moderner Aluminium Carport mit Verblendungen aus Holz © schulzfoto, stock.adobe.com
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Eigenbau, Bausatz oder Handwerker – wie kommen Sie am günstigsten zu einem Carport?

Wer handwerklich geschickt ist, kann ein Carport aus Holz oder Metall selber konstruieren und aufbauen. Es gibt gute Anleitungen in Büchern oder im Internet, die mit genauer Materialliste, Zeichnungen und Arbeitsschritten leicht nachzubauen sind. Noch einfacher gelingt das Vorhaben mit einem Bausatz. Hier sind alle Teile schon auf Länge und im richtigen Winkel vorgefertigt. Sie müssen nur noch die Pfosten sicher am Fundament befestigen und alles montieren. Bei beiden Varianten ist es hilfreich, mindestens eine zweite Person als Helfer zu engagieren. Einfache Carports als Bausatz gibt es schon für unter 1000 Euro zu kaufen.

Fehlt Ihnen für den Eigenbau die Zeit, beauftragen Sie einen Handwerker, der alles von der Lieferung bis zum Dach eindecken für Sie erledigt. Das könnten ein Zimmerer, ein Tischler oder auch ein geschickter Hausmeister sein. Oft bieten die Händler, welche Carports verkaufen, auch die Montageleistungen an. Holen Sie sich mehrere Angebote ein, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Auch als praktischer Bausatz verfügbar: ein Carport
Auch als praktischer Bausatz verfügbar: ein Carport

Hinweis: Die Pfosten vom Carport müssen in einem soliden Fundament verankert werden, damit die Konstruktion später auch bei Wind und Wetter hält. Denken Sie daran, bevor Sie das Pflaster auf dem Abstellplatz verlegen.

Sinnvolle Synergien entdecken

So ein Carport an sich ist schon eine tolle Sache. Doch wie wäre es, sein Dach für eine erweiterte Nutzung zu verwenden? Viele Bauherren bringen auf dem Carportdach eine Solaranlage an, die im Idealfall gleich zum Aufladen des Elektroautos dient. Eine andere Variante ist ein Gründach. Dabei wird die Dachfläche auf dem Carport besonders gut isoliert, mit Erdreich bedeckt und bepflanzt. Auf diesem kleinen Biotop lassen sich Stauden und Gräser ansiedeln, die nicht nur schön aussehen, sondern auch einen Beitrag zum Naturschutz leisten. Hat das Carportdach ein Gefälle und eine Regenrinne, können Sie das anfallende Regenwasser sammeln und für die Gartenbewässerung oder als Brauchwasser verwenden.

Warum nicht gleichzeitig etwas für unseren Planeten und den Geldbeutel tun? Die Dachfläche lässt sich sinnvoll nutzen
Warum nicht gleichzeitig etwas für unseren Planeten und den Geldbeutel tun? Die Dachfläche lässt sich sinnvoll nutzen

Unter dem Carport lassen sich nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Mülltonnen, Gartengeräte oder Gartenmöbel abstellen. Berücksichtigen Sie dies und planen Sie eventuell einen Meter Länge mehr ein, wenn Sie auf dem Grundstück genügend Fläche dafür freihaben.

Carport mit integrierten Solarmodulen zur Stromgewinnung © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
Carport mit integrierten Solarmodulen zur Stromgewinnung © Marina Lohrbach, stock.adobe.com

Garage – mehr als nur ein Abstellplatz

Sofern genug Platz an Ihrer Einfahrt vorhanden ist, lohnt es sich immer, eine Garage aufzustellen. Sie dient neben dem Abstellen von Fahrzeugen auch als Werkstatt und Lager. Ist sie groß genug, lassen sich im Winter Pflanzkübel frostfrei unterbringen.

Wo passt die Garage am besten hin?

Platzieren Sie die Garage möglichst in der Nähe vom Wohnhaus und verwenden Sie vielleicht sogar eine gemeinsame Wand. Hier lässt sich ein praktischer Durchgang zum Wohnbereich schaffen und Sie sparen Baukosten. Gelegentlich wird die Garage bereits mit dem Hausbau geplant. Ihr Dach bietet sich dann für eine Terrasse an, wenn es eine ausreichende Statik aufweist.

Eine wichtige Frage bei der Auswahl des Bauplatzes für die Garage ist: Haben Sie genug Platz zum Manövrieren eingeplant? Ist die Zufahrt breit genug, um möglichst einfach um die Kurve auf das Grundstück und in die Garage zu gelangen? Berücksichtigen Sie dafür nicht nur den Wendekreis und die Maße Ihres aktuellen Fahrzeugs. Mit einem Kleinwagen brauchen Sie natürlich nicht so viel Reserve. Wie sieht es aus, wenn Sie sich später vielleicht einen Pick-up, einen geräumigen Familienkombi oder ein Wohnmobil zulegen möchten?

Garage: So viel Platz wird benötigt
Garage: So viel Platz wird benötigt

Tipp: Planen Sie Ihre Garage und die Einfahrt dazu nicht zu knapp. Nutzen Sie den vorhandenen Platz optimal aus, damit Sie später mehr Gestaltungsfreiheit behalten.

Kombinationsmöglichkeiten auf dem Grundstück

Eine recht praktische Kombination zur Garage ist ein angebauter Carport. Werden diese Elemente an der Grundstücksgrenze platziert, entsteht durch den Carport eine Überdachung über der Einfahrt, die dahinter weiter zum Haus oder in Richtung Garten geführt werden kann. In diesem Fall dient das Garagengebäude als praktischer Sichtschutz für die dahinter befindlichen Anlagen. Auch weitere Nebengebäude wie ein Holzschuppen, ein Geräteschuppen oder eine Fahrradbox können eine schöne optische und funktionelle Einheit mit einer Garage bilden.

Haus mit Doppelgarage als Anbau und Nutzung als Terrasse © Robert Kneschke, stock.adobe.com
Haus mit Doppelgarage als Anbau und Nutzung als Terrasse © Robert Kneschke, stock.adobe.com

Nutzen Sie die vorhandenen Wände, um Spiel- oder Sportgeräte daran anzubringen. So kann sich die Einfahrt in einen Basketballplatz oder in einen Tennisplatz verwandeln. Wenn die Gebäude eine windgeschützte Ecke bilden, gedeihen hier sonnen- und wärmeliebende Pflanzen besonders gut. Schön könnten ein Rosenspalier oder Weinreben aussehen.

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Wann lohnt sich eine Tiefgarage?

Tiefgaragen werden häufig für Mehrfamilienhäuser und Bürogebäude verwendet. Sie können auch bei einem Einfamilienhaus für eine optimale Nutzung der Grundstücksfläche sorgen. Entweder wird die Garage neben den Wohnhaus ausgeschachtet und erhält eine separate Zufahrt oder sie befindet sich im Keller des Gebäudes. Eine Tiefgarage zu bauen lohnt sich zum Beispiel dann, wenn schon die Ausschachtungen von einem alten Keller vorhanden sind oder der Boden leicht zu bearbeiten ist.

Falls Sie den Erdaushub im Gelände verwenden können, sparen Sie sich dessen Abtransport und können interessante Gartenlandschaften gestalten. Eine Tiefgarage ist auch dann sinnvoll, wenn es sehr wenige Parkplätze in der Umgebung gibt und auf dem Grundstück wenig Platz ist. Beachten Sie bei der Planung, dass diese Variante normalerweise viel mehr kostet als eine ebenerdig gebaute Garage oder ein Carport.

Zufahrt zu einer Tiefgarage © GM Photography, stock.adobe.com
Zufahrt zu einer Tiefgarage © GM Photography, stock.adobe.com

Wie wählen Sie das richtige Garagentor aus?

Garagentore gibt es als:

  • Rolltore
  • Drehtüren
  • Sektionaltor
  • Tor mit Schlupftür
  • Schiebetor

Rolltore und Sektionaltore benötigen am wenigsten Platz beim Öffnen und Schließen. Drehtüren sehen sehr wohnlich aus und passen gut in ein romantisch geprägtes Ambiente. Ein Tor mit Schlupftür ist praktisch, wenn Sie die Garage auch als Zugang zum Haus oder zum Grundstück verwenden möchten. Sofern es keinen weiteren Zaun zwischen öffentlichem Bereich und Garage gibt, sollten Sie das Tor mit einem Sicherheitsschloss versehen. Wenn Sie in der Garage auch eine Werkstatt betreiben möchten, empfiehlt sich ein Tor mit integriertem Fenster, durch welches Sie das Tageslicht in den Raum holen.

Garagentore lassen sich per Hand oder automatisch über eine Fernsteuerung bedienen. Den elektrischen Antrieb können sie gleich mit einbauen oder später nachrüsten. Die Komponenten dafür sind nicht allzu teuer und sind schon für einen Preis ab 200 Euro zu haben. Voraussetzung ist lediglich ein Elektroanschluss in der Garage.

Einfahrt mit romantischem Tor aus Schmiedeeisen © poplasen, stock.adobe.com
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Bei wenig Platz vor der Garage ist es besser die Maße für Auto und Garagentor im Blick zu haben
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Schon bald stehen Ihre Fahrzeuge geschützt und trocken vor der Tür!

Bereits für kleines Geld lässt sich in Eigenregie ein Carport aufbauen. Wer es etwas solider mag, baut gleich eine richtige Garage an die Einfahrt. Auch wenn es noch einmal zusätzliche Arbeit und Kosten bedeutet – schon bald werden Sie den Komfort nicht mehr missen wollen. Besonders im Winter steigern Sie damit auch Ihre Sicherheit. Ein Fahrzeug, das frei von Eis und Schnee ist, benötigt weniger Energie, um den Innenraum zu beheizen. Die Scheiben beschlagen weniger und Sie können schneller starten.

Lassen Sie sich bei der Planung und Vorbereitung ausreichend Zeit. Beziehen Sie die Ideen für Carport oder Garage in die Gestaltung der Wege auf dem Grundstück und beim Konzept für die Einfahrt ein, auch wenn die Ausführung nicht sofort geschehen soll. So bereiten Sie schon beim Pflastern oder Verlegen von Leitungen und Kanälen die nächsten Bauabschnitte vor.

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