Es gibt viele gute Gründe, sich für das Tiny House als Wohn- und Lebensumfeld zu entscheiden. Einer davon ist die Einsparung von Kosten und die damit verbundene finanzielle Freiheit: Wer weniger Kosten hat, muss weniger arbeiten und kann mehr freie Zeit genießen. Ebenso spielen ideologische und Umweltschutzgründe für die Anhänger der Tiny House Bewegung eine wichtige Rolle.

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Autarkie und Nachhaltigkeit
Durch die Notwendigkeit, sich mit Energie zu versorgen, entstehen an vielen Stellen Abhängigkeiten, insbesondere wenn es um den Bezug von Strom und Heizenergie geht. Das Tiny House – auch hier vorwiegend die mobile Variante – bietet die Möglichkeit, sich in weiten Teilen unabhängig von den Energieanbietern zu machen. Photovoltaik zur Stromerzeugung oder Solarthermie zur Warmwasserbereitung in Kombination mit umweltbewussten und autarken Heizungsquellen ermöglichen einen einerseits autarken und andererseits nachhaltigen Lebensstil. Dazu bieten sich vielerlei Möglichkeiten:
- Heizen mit Holz oder Holzpellets
- Kochen mit Gas aus der Flasche
- Photovoltaikanlage und Batteriespeicher zur Stromversorgung
- Kompost- oder Trenntoilette zur Einsparung von Wasser
- Wassertank und Wasserreinigungsanlage

Beim Hausbau selbst spart man durch den reduzierten Materialbedarf wertvolle Ressourcen ein, durch die Verwendung natürlicher Materialien wie Holz oder pflanzliche Dämmstoffe wird ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Flexibilität und Zeiteinsparung
Wohnen im Tiny House bietet ein hohes Maß an Flexibilität und entspricht damit dem heutigen Zeitgeist. Das kleine Haus bietet die verschiedensten Nutzungsmöglichkeiten und eignet sich zum dauerhaften Wohnen für ein bis zwei Personen, ebenso ist eine Nutzung als Büro, Ferien- und Gästehaus oder Rückzugsraum möglich.

Auch zeitlich bleiben Sie im Tiny House flexibel. Durch die geringe Wohnflächesinkt auch der Aufwand fürs Ordnung halten und die Reinigung, durch den deutlich geringeren Besitz verringert sich die Zeit, die für die Organisation und Verwaltung all der Dinge nötig ist, die sich im Laufe der Zeit ansammeln.
Downsizing
Der Begriff „Downsizing“ gewinnt nicht nur in der Tiny House Bewegung immer mehr Bedeutung. Dabei geht es darum, sich ohne Qualitätsverlust zu verkleinern – zum Beispiel hinsichtlich Wohnfläche, Konsum und Besitz. Gleichzeitig ist Downsizing eng mit einer Verbindung zur Natur verknüpft. Naturnahe Standorte, die Verwendung erneuerbarer Energien und die Reduktion von Konsum und damit auch Müll lassen sich im Tiny House besonders leicht umsetzen.

Vorteile des Tiny Houses im Überblick
Das Leben im Tiny House bringt einige Besonderheiten mit, die sich in vielen Bereichen als Vorteile erweisen können, wenn Sie von einem einfacheren und kostengünstigeren Leben träumen.
- Abhängig von der Ausstattung und Größe ist das Tiny House durch einen geringeren Materialverbrauch und weniger Handwerkerkosten günstiger als ein herkömmliches Einfamilienhaus.
- Weniger Wohnfläche bedeutet weniger Betriebskosten. Sie sparen Heizkosten, aber auch Strom und Wasser ein.
- Sparsamer Wasserverbrauch spielt vor allem bei der mobilen Variante eine Rolle. Dort beziehen Sie Ihr Trink- und Brauchwasser aus einem Wassertank mit begrenztem Volumen und sparen automatisch.

- Durch die geringe Grundfläche des Tiny Houses sparen Sie Land ein und es wird weniger Boden versiegelt, beim Tiny House auf Rädern spielt die Versiegelung gar keine Rolle mehr. Das kommt insbesondere der Umwelt zugute.
- Die sparsame Lebensweise spart auch Gebühren und Steuern wie Grundsteuer, Abwassergebühren oder Müllgebühren.
- Auch hinsichtlich der Instandhaltungskosten kann das Tiny House punkten. Durch die geringe Größe halten sich hier der Aufwand und damit auch die entstehenden Kosten in Grenzen.
- Tiny Houses sind im Vergleich günstiger als ein Einfamilienhaus. Dies bedeutet, dass Baukredite schneller abbezahlt sind und Sie früher finanziell unabhängig werden und keine Miete mehr bezahlen müssen.

Leben im Tiny House und seine Nachteile
Mit den genannten Vorteilen sind allerdings auch einige Nachteile verbunden. Diese sollten Sie im Blick haben, wenn Sie über ein Tiny House als Eigenheim nachdenken:
- Platz ist im Tiny House ein kostbares Gut. Sie haben weniger Stauraum und auch hinsichtlich der Privatsphäre sind einige Abstriche notwendig.
- Der Preis der Mobilität, wie sie das THoW bietet, ist mit engen Grenzen hinsichtlich Größe und Gewicht verbunden.

- Tiny Houses sind keine Kapitalanlage. Dies bedeutet zum einen, dass keine Wertsteigerung zu erwarten ist, wenn Sie Ihr Haus wieder verkaufen möchten. Auch die Banken sehen dies so und akzeptieren insbesondere die mobilen Varianten nicht als Sicherheit für einen Kredit.
- Einer der größten Nachteile des Tiny Houses sind sicher die vielen rechtlichen Hürden, die im Rahmen der Genehmigung auftreten. Dies bedeutet einen hohen bürokratischen Aufwand und viele Widerstände, bis eine Baugenehmigung vorliegt.
Bevor Sie sich für ein Tiny House entscheiden, sollten Sie gründlich prüfen, ob die genannten Vorteile die ebenso gewichtigen Nachteile überwiegen. Eine Methode, um diesen Lebensstil zu testen, besteht darin, einige Urlaubstage in einem der Tiny Houses zu verbringen, die bereits an vielen Orten in Deutschland als Feriendomizil angeboten werden.

FAQ Tiny House
Die wichtigsten Tiny-House Fragen beantwortet Tiny House Grundstücke sind häufig schwer zu finden. Die Grundstückssuche können Sie mithilfe eines Maklers… weiterlesen