Viele Menschen unter einem Dach: das Mehrfamilienhaus

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Der größte Teil der Menschen wohnt nicht in einem eigenen Einfamilienhaus, sondern in einer Wohnung, die sich in einem Mehrfamilienhaus befindet. Damit ist das grundlegende Merkmal eines Mehrfamilienhauses bereits beschrieben: Es befinden sich mehrere Wohneinheiten unter einem Dach.

Die Größe von Mehrfamilienhäusern kann stark variieren © Tiberius Gracchus, stock.adobe.com
Die Größe von Mehrfamilienhäusern kann stark variieren © Tiberius Gracchus, stock.adobe.com
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Die Größe von Mehrfamilienhäusern kann stark variieren. Die Bandbreite reicht vom Zweifamilienhaus bis zum „Plattenbau“ – also einem richtigen Hochhaus. Die Gebäudetypologie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) unterscheidet drei verschiedene Kategorien:

  • Mehrfamilienhaus
  • Großes Mehrfamilienhaus
  • Hochhaus

Je nach baulicher Epoche kann die Größe allerdings auch bei dieser Einteilung noch variieren. Das Mehrfamilienhaus hat zwischen zwei und fünf Geschossen, das große Mehrfamilienhaus fünf bis acht und das Hochhaus geht noch darüber hinaus.

Lexikon: „Mehrfamilienhaus“
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Vermietung oder Eigentum

Die meisten Wohnungen in den deutschen Mehrfamilienhäusern sind vermietet. Die Eigentümer können dabei sowohl Privatpersonen als auch Wohnungsgesellschaften sein. Für den Mieter bietet sich der Vorteil, dass er keine direkte Verantwortung für das Gebäude hat. Er muss lediglich seine Miete und die Nebenkosten zahlen, sich allerdings nicht um die Instandhaltung und die Modernisierung kümmern. Der Nachteil dabei ist natürlich, dass der Mieter dann auch keinen Einfluss hat, welche Arbeiten durchgeführt werden, welches Heizsystem eingebaut und verwendet wird oder welche energetischen Maßnahmen umgesetzt werden. Die Modernisierungskosten können dabei vom Vermieter teilweise umgelegt werden.

Die meisten Menschen in Deutschland wohnen in den Wohnungen von Mehrfamilienhäusern und nicht im Eigenheim © detailfoto, stock.adobe.com
Die meisten Menschen in Deutschland wohnen in den Wohnungen von Mehrfamilienhäusern und nicht im Eigenheim © detailfoto, stock.adobe.com

Eine zweite Variante neben der Vermietung sind Eigentumswohnungen. In einem solchen Mehrfamilienhaus gehören die einzelnen Wohnungen dann verschiedenen Personen, die einer Eigentümergemeinschaft angehören. Die Eigentümergemeinschaft trägt gemeinsam die anstehenden Instandhaltungs- und Modernisierungskosten.

Tipp: Bei dem Kauf einer Eigentumswohnung sollte man sich genau informieren, welche Summen monatlich für die Rücklage gezahlt werden müssen, um Instandhaltung und Sanierung zu finanzieren. Außerdem dürfen die Eigentümer in vielen Fällen nicht frei entscheiden, wie sie ihre Wohnung verändern. Vor allem Maßnahmen, die die äußere Optik des Gebäudes verändern, müssen vorab von der Eigentümergemeinschaft genehmigt werden.

Zusammenleben mit mehreren Generationen

Das Mehrgenerationenhaus ist eine weitere Sonderform des Mehrfamilienhauses. Es kopiert im Grunde eine alte Form des Zusammenlebens, in der Großfamilien unter einem Dach zusammenwohnten und einander unterstützten. Heute können die Bewohner des Mehrgenerationenhauses ebenfalls miteinander verwandt sein, müssen es aber nicht zwingend. Für die Bewohner können sich durch ein solches Wohnmodell viele Vorteile ergeben. Beispielsweise können die Großeltern bis ins hohe Alter in der Gemeinschaft leben, während die Kinder der jüngeren Generation leicht einen „Babysitter“ zur Verfügung haben.

Mehrgenerationenhaus: 5 Tipps für ein gutes Gelingen des Projekts
Mehrgenerationenhaus: 5 Tipps für ein gutes Gelingen des Projekts

Beim Bau eines Mehrgenerationenhauses oder beim Umbau einer bestehenden Immobilie in diese Richtung gibt es einiges zu beachten:

  • Die Bewohner sollten ihre finanziellen und praktischen Interessen im Vorfeld miteinander abklären.
  • Es sollten klar definierte Gemeinschafts- und Privatbereiche vorhanden sein.
  • Das Gebäude sollte barrierefrei ausgeführt sein, da hier Menschen bis ins hohe Alter hinein leben sollen.
  • Beim Bau sollte man auch die Lage beachten: Sind beispielsweise Ärzte, Schulen, der öffentliche Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten oder Spielplätze in der Nähe?

Tipp: Das Mehrgenerationenhaus ist auf Gemeinschaft und Gesellschaft angelegt. Die Bewohner müssen daher einfach zueinander passen. Gerade wenn die Bewohner nicht miteinander verwandt sind, ist ein ausgiebiges Kennenlernen Pflicht, bevor man ein solches Projekt angeht.

Ein Mehrgenerationenhaus lässt ein altes Konzept des Zusammenlebens wieder aufleben © Jeanette Dietl, stock.adobe.com
Ein Mehrgenerationenhaus lässt ein altes Konzept des Zusammenlebens wieder aufleben © Jeanette Dietl, stock.adobe.com

Mischform: Wohn- und Geschäftshaus

Ebenfalls weitverbreitet ist eine gemischte Nutzung des Mehrfamilienhauses. Neben der Nutzung zum Wohnen bietet das Haus dann auch den Platz für Gewerbebetriebe. In der Regel ist dann in einem solchen Haus das Erdgeschoss gewerblich genutzt, während die darüberliegenden Gebäude zum Wohnen dienen.

Stadtquartiere bringen komplexe Netzwerke in die Städte, die alle Aspekte des Wohnens, Arbeitens und Lebens in sich vereinen © VOJTa Herout, stock.adobe.com
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