Innenarchitekt – Experte für die Raumplanung

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Der Innenarchitekt befasst sich mit der Gestaltung des Innenausbaus, der Einrichtung und der Ausstattung in Neu- und Bestandsbauten. Gerade bei schwierigen Raumsituationen, verbunden mit besonderen Nutzungsansprüchen, finden Innenarchitekten individuelle Lösungen, um den Wohnbereich zu strukturieren und zu optimieren. Weiterhin befassen sich diese Spezialisten am Bau mit Designfragen und erstellen Material- und Farbkonzepte.

Innenarchitekten sind Experten für Raumplanung, Material- und Farbkonzepte und setzen Bauherrnwünsche gekonnt und mit viel Kreativität um © Georgii, stock.adobe.com
Innenarchitekten sind Experten für Raumplanung, Material- und Farbkonzepte und setzen Bauherrnwünsche gekonnt und mit viel Kreativität um © Georgii, stock.adobe.com
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Aufgaben und Leistungen

Laut Definition aus dem Architektengesetz übernimmt der Innenarchitekt folgende Planungsaufgaben für Innenräume:

  • Gestaltung
  • Technik
  • Wirtschaft
  • Ökologie
  • Soziale Planung (für öffentliche Gebäude)

Der Fachplaner hat dabei das ganze Gebäude, ebenso wie die Ansprüche der Nutzer, bzw. Bewohner im Blick und entwickelt ein harmonisches Gestaltungskonzept. Zum Teil gehören auch Änderungen an der Fassade oder Eingriffe in die Statik eines Gebäudes zu seiner Leistung, in diesem Fall muss der Planer eine Bauvorlageberechtigung für das jeweilige Bundesland vorweisen können. Ganz konkret übernimmt der Innenarchitekt bei einem Bauvorhaben:

  • Beratung und Betreuung des Auftraggebers (Bauherrn) zu Planungs- und Ausführungsfragen
  • Koordination und Leitung
  • Optimierung von Planung und Ausführung
  • Erstellung erforderlicher Bauvorlagen
Die Aufgaben des Innenarchitekten
Die Aufgaben des Innenarchitekten

Neben dem Wohnungsbau sind Innenarchitekten häufig im Bereich öffentlicher Gebäude und Gewerbegebäude, in der Denkmalpflege oder in der Akustik- und Lichtplanung tätig. Die Berufsbezeichnung Innenarchitekt ist gesetzlich geschützt. Wer diese Bezeichnung führen möchte, muss Mitglied der Architektenkammer und in der Architektenliste seines Bundeslandes aufgeführt sein. Laut Angaben der Bundesarchitektenkammer arbeiteten 6.700 eingetragene Innenarchitekten im Jahr 2022 in Deutschland.

Sollen spezielle Einrichtungsideen umgesetzt werden oder liegen schwierige Raumverhältnisse vor, ist der Innenarchitekt mit seinem Expertenwissen der ideale Planungspartner © photowahn, stock.adobe.com
Sollen spezielle Einrichtungsideen umgesetzt werden oder liegen schwierige Raumverhältnisse vor, ist der Innenarchitekt mit seinem Expertenwissen der ideale Planungspartner © photowahn, stock.adobe.com
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Wann ist ein Innenarchitekt sinnvoll?

Wem eigene Inspirationen fehlen oder auch, wer Wert auf eine besonders durchdachte Innenraumgestaltung legt, findet mit dem Fachwissen und der Kreativität eines Innenarchitekten professionelle Unterstützung, wenn es um die Wahl der richtigen Farben und Materialien geht, aber auch im Bereich speziell angefertigter Möbel, idealer Ausnutzung des vorhandenen Raums oder ausgeklügelter Beleuchtungs- und Akustikkonzepte. Innenarchitekten sind je nach Spezialisierung häufig auch die richtigen Ansprechpartner, wenn es um Wohngesundheit und ökologische Baumaterialien für den Innenausbau geht.

Einbaumöbel vom Innenarchitekten

Wird ein begehbarer Kleiderschrank geplant, soll der vorhandene Raum unter der Treppe perfekt genutzt werden oder erfordern schwierige Grundrisse spezielle Lösungen für die ideale Ausnutzung des Raums, entwerfen Innenarchitekten passende Möbel und erstellen Entwurfs- und Ausführungspläne, die dann zum Beispiel vom Schreiner umgesetzt werden können.

Eine Fensterlaibung wird mit Lowboards zur gemütlichen Sitzstrecke © onzon, stock.adobe.com
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Wand- und Bodengestaltung

Bei der Gestaltung von Boden und Wänden, bzw. Decken spielt nicht nur die Farbe eine Rolle. Auch das gewählte Material beeinflusst die jeweilige Raumstimmung. Der Innenarchitekt berücksichtigt bei seinen Gestaltungsvorschlägen viele verschiedene Faktoren und bringt diese in einem individuellen Entwurf zusammen:

  • Bauherrnwünsche
  • Budget
  • Nutzerverhalten
  • Raumgeometrie
  • Lichteinwirkung

Wie vertraglich vereinbart, stellt der Planer einen oder auch mehrere Konzeptvorschläge vor und entwickelt den Entwurf weiter, der dem Auftraggeber am meisten zusagt.

Teilbereiche der Innenarchitektur und Alternativen

Einige Bereiche im Haus benötigen eine besondere Planung, die zum Teil auch der Architekt als Planer oder der Fachberater im Fachhandel übernimmt – zum Teil sogar ohne Zusatzkosten im Rahmen des Kundenservices. Auch der Innenarchitekt übernimmt diese Aufgaben, allerdings sind die Kosten deutlich höher.

Innenarchitektur: Teilbereiche und Alternativen dazu
Innenarchitektur: Teilbereiche und Alternativen dazu

Einrichtungskonzepte

Die Auswahl der Möbel und deren Aufstellung im Raum oder auch die perfekte Integration bereits vorhandener Einrichtungsgegenstände trägt maßgeblich zur Wirkung eines Raums bei. Innenarchitekten entwickeln individuelle Ideen und finden Lösungen, auf die ein Bauherr als Laie häufig nicht selbst kommt. Durch kleine Maßnahmen können große Wirkungen erzielt werden. Günstiger bietet diese Leistung der Einrichtungsberater oder auch Interior Designer an. Er übernimmt diesen Teilbereich als Profi für die Inneneinrichtung.

Innenarchitekten planen auch Funktionsbereiche wie zum Beispiel die Küche und berücksichtigen dabei auch die nötige Technik © REDPIXEL, stock.adobe.com
Innenarchitekten planen auch Funktionsbereiche wie zum Beispiel die Küche und berücksichtigen dabei auch die nötige Technik © REDPIXEL, stock.adobe.com

Bad- und Küchenplaner

Badezimmer und Küche benötigen durch die Funktions- und Sanitärmöbel eine durchdachte Planung, die bereits bei der Ausführungsplanung und der Herstellung des Rohbaus mit passender Leitungsführung und Installation berücksichtigt werden muss. Plant der Innenarchitekt diese Funktionsräume, ist deshalb eine enge Zusammenarbeit mit dem Hausplaner und gegebenenfalls weiteren Fachplanern erforderlich. Im privaten Eigenheimbau übernimmt der Innenarchitekt vielfach die Elektroplanung oder die Planung der Abwasser- und Wasserinstallation gleich mit.

Raumausstatter

Für das Innendesign von Häusern kann ein Raumausstatter oder ein Innenarchitekt beauftragt werden. Die Berufsbilder und ihre Leistungen ähneln sich, dennoch gibt es entscheidende Unterschiede. So hat der Innenarchitekt ein breit gefassteres Aufgabenfeld und hat immer auch ein Gesamtkonzept im Blick, unterstützen und planen die Innengestaltung über das gesamte Bauprojekt mit. Der Raumausstatter ist dagegen vorwiegend Handwerker. Er berät und plant nicht nur die Ausstattung mit Farben, Möbeln und Textilien, sondern übernimmt vielfach auch die Ausführung.

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Beleuchtungskonzepte

Für die Anordnung der Beleuchtung mit maximaler Wirkung gibt es spezielle Lichtplaner. Gerade im privaten Hausbau wird das Thema Licht und dessen Effekt häufig unterschätzt. Hier spielt der Innenarchitekt mit einer maßgeschneiderten Lichtplanung sein Fachwissen perfekt aus. Durch das richtige Licht können Räume optisch harmonisiert und spezielle Stimmungen erzeugt. Auch wenn es um die Beleuchtung geht, werden in einem Lichtkonzept alle Faktoren berücksichtigt. Die günstige Variante: Der Architekt oder auch der Elektriker planen die für die spätere Beleuchtung nötigen Lichtauslässe und Schalter gleich mit.

Referenzen in Form bereits durchgeführter Projekte gehören zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Innenarchitekten fürs Eigenheim © Georgii, stock.adobe.com
Referenzen in Form bereits durchgeführter Projekte gehören zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Innenarchitekten fürs Eigenheim © Georgii, stock.adobe.com

Kriterien für die Auswahl

Das entscheidende Kriterium bei der Auswahl eines Innenarchitekten sind Referenzen. Anhand bereits realisierter Projekte können Sie einschätzen, ob der Innenarchitekt entweder ausgesprochen vielseitig ist oder die Entwürfe Ihren persönlichen Stil treffen. Weiterhin wichtig sind Zuverlässigkeit, Termintreue und Qualifikation. Bei der Entscheidung für einen Innenarchitekten ist die Mitgliedschaft im Bund deutscher Innenarchitekten (bdia) als anerkanntem Berufsverband ein guter Hinweis hinsichtlich Seriosität und Professionalität.

Was kostet ein Innenarchitekt?

Innenarchitekten arbeiten vielfach mit Stundenhonoraren, diese liegen je nach Region und Planer zwischen 110 und 180 EUR. Hinzu kommen Fahrtkosten bei Vor-Ort-Terminen und eventuell Spesen oder weitere Nebenkosten. Vor der Beauftragung sollte vertraglich festgelegt werden, in welchem Umfang der Innenarchitekt tätig wird und welche Gesamtkosten auf Sie für die Planung zukommen.

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