10 Tipps, wie man Baukosten spürbar senken kann

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Sparpotenzial erkennen und nutzen

Das eigene Haus ist für die meisten der größte finanzielle Kraftakt im Leben. Dabei muss man nicht vor steigenden Grundstückspreisen oder hohen Handwerkerrechnungen kapitulieren. Wer mit spitzem Bleistift rechnet, selbst mit anpackt und auf Luxus und Schnörkel verzichtet, kann eine ganze Menge Geld sparen. Unsere zehn Tipps helfen, den Hausbau auch mit schmalem Budget erfolgreich zu meistern.

Auch mit schmalem Budget den Hausbau erfolgreich meistern © adrian_ilie825, stock.adobe.com
Auch mit schmalem Budget den Hausbau erfolgreich meistern © adrian_ilie825, stock.adobe.com

Die „Muskelhypothek“

Wer beim Hausbau selbst mit anpackt, kann eine fünfstellige Summe sparen. Diese Eigenleistung muss man der finanzierenden Bank plausibel nachweisen, wenn die Eigenleistung in Eigenkapital umgerechnet und so in die Baufinanzierung integriert wird. Wichtig bei der Muskelhypothek: Man sollte die eigenen Fähigkeiten (und die seiner Mitstreiter) nicht überschätzen. Wer am Ende doch einen Profi-Handwerker engagieren muss, zahlt garantiert drauf.

Öffentliche Förderung nutzen

Die öffentliche Hand greift Hausbauern auf verschiedenen Ebenen unter die Arme. Zinsgünstige Kredite oder auch einmalige Zuschüsse sind häufig an Einkommensgrenzen gebunden, manchmal müssen auch Kinder zum Haushalt gehören oder ein Mensch mit Behinderung. Förderprogramme gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Energie-effiziente Häuser, von allen Bundesländern (außer Mecklenburg-Vorpommern) und zuweilen auch von der Kommune. Derartige Förderung muss immer vor Baubeginn beantragt werden. Es lohnt sich also, sich frühzeitig zu informieren.

Wird die Tiefebene wirklich gebraucht? Wer ohne baut, spart eine ganze Stange Geld © 4th Life Photography, stock.adobe.com
Wird die Tiefebene wirklich gebraucht? Wer ohne baut, spart eine ganze Stange Geld © 4th Life Photography, stock.adobe.com

Bodenplatte statt Keller

Wer sein Haus mit Bodenplatte plant und auf den Keller verzichtet, spart durchschnittlich 25.000 Euro. Allerdings: Ohne Keller verzichtet man auf Lagerfläche, Hobbyräume etc. und muss außerdem Haustechnik auf der Wohnfläche im Erdgeschoss unterbringen, was die Kosten für diese Wohnebene erhöht. Die Hausplanung ohne Keller empfiehlt sich eher für Regionen mit niedrigen Grundstückspreisen.

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Wand an Wand mit dem Nachbarn

Nichts ist teurer als ein klassisches Einfamilienhaus. In der Doppelhaushälfte oder im Reihenhaus wohnt man zwar Wand an Wand mit Nachbarn. Aber man spart zwischen 20.000 und 40.000 Euro, weil man mit weniger Grundstücksfläche auskommt und auch die Bau- und Betriebskosten spürbar niedriger ausfallen.

Wieviel Garage wird gebraucht?

Mein Haus, mein Auto, meine Garage? Dieser Dreiklang hat seine besten Zeiten hinter sich. Die vier- oder auch fünfstelligen Kosten für eine Garage lassen sich leicht einsparen, wenn man sich für einen wesentlich günstigeren Carport entscheidet. Wenn man nicht gerade auf dem Dorf baut und Bahnen oder Busse in der Nähe halten, kann der Verzicht auf den Zweitwagen noch zusätzliche Sparpotenziale heben.

Sparen mit Ecken und Kanten

Wer schicke Erker, Balkone, Gauben, Quergiebel oder Wandvorsprünge weglässt, spart unter dem Strich doppelt viel Geld. Erstens fallen die Baukosten wesentlich niedriger aus. Zweitens spart man auch später beim Energieverbrauch und bei der Instandhaltung. Ideal ist der Würfel: Je kleiner die Haushülle, desto niedriger die Heizkosten.

Das Dach, einfach gedacht

Je anspruchsvoller die Dachform und je exotischer die Dacheindeckung, desto höher der Preis. Ein Flachdach ist generell die günstigste Variante – aber nicht überall erlaubt. Wer sich für ein schlichtes Dach entscheidet, kann bis zu 10.000 Euro sparen.

Türen und Fenster

Edle Zimmertüren und Fenster schlagen mit mehreren tausend Euro zu Buche. Diese Kosten kann man reduzieren, wenn man sich für Türen und Fenster aus dem Baumarkt entscheidet. Oft sind die Furnier-Alternativen von Echtholz heute kaum noch zu unterscheiden.

Einfach oder edel: Eine Küche kann man für 3.000 oder auch für 30.000 Euro einrichten © Tilio & Paolo, stock.adobe.com
Einfach oder edel: Eine Küche kann man für 3.000 oder auch für 30.000 Euro einrichten © Tilio & Paolo, stock.adobe.com

Küche und Bad

Armaturen, Sanitärobjekte, Fliesen, Badmöbel und Hausgeräte vom Markenhersteller für Küche und Bad kosten viel Geld. Wer bei der Ausstattung von Küche und Bescheidenheit walten lässt und Angebote vergleicht, kann mit etwas Geschick über 10.000 Euro sparen.

Bei Plan A bleiben

Öfter tragen auch Bauherren selbst dazu bei, dass Baukosten aus dem Ruder laufen. Wer sich beim Hausbau nicht an die eigenen Pläne hält und plötzlich ganz neue Wünsche äußert, zahlt doppelt drauf.

Wichtige Faustformel: Eine gute Planung spart nur dann Baukosten, wenn man sich auch wirklich an sie hält.

Häuser mit rechteckiger Grundfläche und einfacher Dachkonstruktion kosten weniger © Christian Hillebrand, stock.adobe.com
Kostengünstig bauen – Einsparmöglichkeiten beim Hausbau

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