Aufbau von Innentüren: Der Kern

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So ist das Innere Ihrer Wohnraumtüren gestaltet

Holz ist seit Jahrhunderten das beliebteste Material für den Türenbau. Der natürliche Rohstoff bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Er ist wärmedämmend, strömt einen angenehmen Duft aus und fühlt sich angenehm an. Moderne Türmodelle sind jedoch meist nicht komplett aus Massivholz gestaltet. Denn das sorgt zum einen für ein hohes Türgewicht und ist zum anderen sehr teuer.

Holz wird schon seit Jahrhunderten für den Türenbau verwendet © Ilona, stock.adobe.com
Holz wird schon seit Jahrhunderten für den Türenbau verwendet © Ilona, stock.adobe.com

Je nach Anspruch und Preis werden im Inneren einer Tür verschiedene Materialien verbaut, die je nach Aufbau vielfältige Vor- und Nachteile mitbringen. Wir wollen Ihnen im Folgenden die Optionen vorstellen, die für den nicht sichtbaren Kern einer Innentür infrage kommen und mit welchen Vorzügen die verschiedenen Möglichkeiten aufwarten.

Von Massivholz bis Wabenkern

Dünne Furnierschichten sind eine nachhaltige und ästhetische Option zur Oberflächengestaltung von Türen © Stockfotograf, stock.adobe.com
Dünne Furnierschichten sind eine nachhaltige und ästhetische Option zur Oberflächengestaltung von Türen © Stockfotograf, stock.adobe.com

Von stabverleimten Massivholztüren und Glastüren einmal abgesehen, bestehen Türmodelle aus mehreren Schichten. Als Oberflächenmaterialien werden meist besonders kratz-, abrieb- und stoßfeste Werkstoffe eingesetzt. Neben Weißlack und Dekorfolien sind Laminat und Furniere eine beliebte Option zur Beschichtung des Türblatts.

Wichtig ist, dass es sich um einfach zu reinigende Materialien handelt. Eine gute Hitze- und Lösungsmittelbeständigkeit sollte gewährleistet sein. Außerdem dienen UV-feste und schmutzresistente Eigenschaften dazu, das ursprüngliche Aussehen des Türblatts zu bewahren.

Türen mit einer lösungsmittelfesten Oberfläche sind besonders pflegeleicht © Thomas, stock.adobe.com
Türen mit einer lösungsmittelfesten Oberfläche sind besonders pflegeleicht © Thomas, stock.adobe.com
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Unterhalb der alltagstauglichen Deckschicht befinden sich Span- oder Hartfaserplatten, die den Übergang zwischen dem Inneren und der Oberfläche bilden. Im Kern dient die Innen- bzw. Mitteleinlage als Grundlage. Sie ist für die Stabilität des Türblatts verantwortlich.

Der Aufbau des Türblatts einer gängigen Innentür
Der Aufbau des Türblatts einer gängigen Innentür

Schichtverleimte Massivholztüren als hochwertigste Option für den Türkern

Bei Innentüren aus Massivholz wird zwischen stabverleimten und schichtverleimten Varianten unterschieden. Im ersten Fall sind Holzstäbe miteinander verleimt und bilden sowohl Mittellage als auch Oberfläche.

Bei schichtverleimten Massivholztüren dienen verleimte Holzstäbe als Mittellage. Die Oberfläche besteht ebenfalls aus Holz. Diese ist als Schicht auf den Kern aus Holzstäben angebracht. Neben einer hohen Stabilität überzeugen die Modelle durch einen hohen Schall- und Wärmeschutz.

Die Nachteile der besonders schweren Massivholztüren liegen im hohen Preis und Pflegeaufwand. Auf der Oberfläche aus Holz lässt sich Schmutz nur schwer entfernen. Um eine pflegeleichte und nässeresistente Deckschicht zu schaffen, muss das Holzmaterial mit Öl, Wachs oder Lack behandelt werden. Diese Beschichtung muss regelmäßig erneuert werden, was Massivholztüren zu besonders pflegeaufwändigen Modellen macht.

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Außerdem kommt bei diesen Modellen viel Holz zum Einsatz. Furnierte Türen mit einem leichteren Kern sind sehr viel nachhaltiger, da der Rohstoff Holz sehr ressourcenschonend gebraucht wird. Aus einem Baumstamm lassen sich nämlich mehrere tausende Quadratmeter Furnierfläche gewinnen.

Schalldämmende Vollspanplatte

Massivholz bietet neben Wärme- und Schalldämmung vor allem besonders robuste Eigenschaften. Trotz all der Vorteile gelten sie nicht als Standard im Innenbereich, denn sie sind schwer und teuer. Spanplatten sind aufgrund ihres günstigeren Preises und ihrer positiven Eigenschaften eine beliebte Alternative, um das Innenleben einer Tür stabil zu gestalten.

Spanplatten sorgen für hohe Stabilität bei geringem Türgewicht © Olivier Brandes, stock.adobe.com
Spanplatten sorgen für hohe Stabilität bei geringem Türgewicht © Olivier Brandes, stock.adobe.com

Eine durchgängige Vollspanplatte erzeugt im Kern eine robuste Grundlage, die auch für eine gute Schall- und Wärmedämmung sorgt. Selbst bei groben Stößen hält die Platte aus gepressten Holzspänen stand. Bei Türmodellen mit Vollspanplatte im Kern handelt es sich um die hochwertigste Option für Türen mit CPL-, HPL-, Lackdeckschicht oder Furnieroberfläche.

Röhrenspanplatte oder Röhrenspansteg

Bei Röhrenspanplatten werden durch Bohrungen Hohlräume in die Spanplatte eingelassen, um ein geringes Türgewicht zu erreichen. Aufgrund der eingelassenen Löcher verringert sich im Gegensatz zur Vollspanplatte die Stabilität der Innentür. Dennoch überzeugt ein Modell mit einem solchen Kern durch ausreichende Beständigkeit für den Wohnraumbereich.

Eine weitere Option ist der Röhrenspansteg. Mehrere Röhrenspanstreifen bilden eine sehr luftige Hohlraumfüllung, wodurch ein günstiges und leichtes Türmodell entsteht.

Verschiedene Innentür-Mitteleinlagen im Überblick
Verschiedene Innentür-Mitteleinlagen im Überblick

Günstigste Variante: Wabenkern

Die günstigste Option, das Innere einer Holztür zu gestalten, ist eine Wabeneinlage. Die Waben bestehen aus gefalteter Pappe oder Karton, was für ein besonders leichtes Türgewicht sorgt. Diese Möglichkeit wird heute kaum noch angewendet, da die Stabilität des Türblatts unter dem leichten Material leidet.

Mittellagen und deren Vor- bzw. Nachteile

In der folgenden Tabelle finden Sie die Möglichkeiten zur Mittellagen-Gestaltung sowie deren Vor- und Nachteile noch einmal zusammengefasst:

Mittellage aus:VorteileNachteile
Massivholzkernsehr hohe Stabilität sehr hohe Wärme- und Schalldämmungpreisintensiv sehr hohes Gewicht hoher Pflegeaufwand
Vollspanplattehohe Stabilität hohe Wärme- und Schalldämmung
Röhrenspanplatte oder Röhrenspansteggeringes Türgewicht
geringe Stabilität und Schalldämmung
Wabenkernsehr geringes Türgewichtsehr geringe Stabilität
Der Flur muss keine ungenutzte Fläche bleiben © Vadim Andrushchenko, stock.adobe.com
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