Was kostet ein Hausabriss?

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Einsparpotenziale nutzen

Es klingt zunächst ganz einfach: Wer sich im Besitz eines Grundstücks mit einem Altbestand befindet, macht diesen einfach platt und setzt – anstelle des unökonomischen Altbaus – einfach ein neues, modernes Gebäude mit Top-Ökostandard auf das Grundstück. Was dabei oft vergessen wird: Auch ein Abriss verursacht nicht unerhebliche Kosten. Diese liegen durchschnittlich im fünfstelligen Bereich – eine Summe, die Ihre Neubau-Pläne durchaus beeinflussen kann. Mit welchen Kosten Sie beim Hausabriss genau zu rechnen haben, welche Faktoren den Preis bestimmen und wo es eventuell Einsparpotenziale für Sie gibt, verraten wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Die Kosten für einen Hausabriss sollten stets gut kalkuliert sein © Astrid Gast, stock.adobe.com
Die Kosten für einen Hausabriss sollten stets gut kalkuliert sein © Astrid Gast, stock.adobe.com

Warum ist eine Kostenplanung beim Abriss wichtig?

Wer sich dagegen entscheidet, ein in die Jahre gekommenes Gebäude zu sanieren, und stattdessen einen Abriss plant, möchte hierbei in erster Linie Kosten sparen. Schließlich ist die Sanierung eines Hauses nur bis zu einer gewissen Grenze rentabel – gehen die Modernisierungskosten darüber hinaus, kann ein Neubau aus wirtschaftlicher Sicht die bessere Wahl sein.

Häufig werden dabei die Sanierungskosten pro Quadratmeter den Neubaukosten pro Quadratmeter gegenübergestellt. Die Quadratmeterkosten für den Abriss werden hingegen oft vernachlässigt – ein fataler Fehler, wenn man bedenkt, dass diese sich auf bis zu 25.000 Euro summieren können. Einem zukünftigen Häuslebauer kann diese zusätzliche Ausgabe das Budget sprengen. Umso wichtiger ist es, die Kosten für einen Hausabriss so exakt wie möglich zu kalkulieren.

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Diese Posten bestimmen die Kosten beim Hausabriss

Hausabriss – kann ich das nicht auch selbst machen? Vor allem handwerklich begabte Immobilienbesitzer möchten am liebsten überall selbst Hand anlegen, um so teilweise hohe Kosten zu sparen. Beim Hausabriss funktioniert das aber nur bedingt.

In den meisten Fällen sind Sie auf eine professionelle Abrissfirma angewiesen, die den geplanten Abbruch schnell, effizient und kostengünstig erledigt. Zudem sind Sie und Ihr Grundstück bei einem kompetenten Abriss-Unternehmen in sicheren Händen – gerade mit Blick auf die gesetzlich bindenden Sicherheitsvorkehrungen, die bei einem solchen Projekt beachtet werden müssen. Entsprechend ergeben sich für den kompletten Hausabriss folgende Kostenpunkte, die jeweils mit einer individuellen Summe zu Buche schlagen:

AufgabeGeschätzte Kosten pro Quadratmeter
Planung und Voruntersuchungenca. 9 Euro
Entrümpelung, Entkernung + weitere Vorarbeitenca. 22 Euro
Abrissca. 60 – 80 Euro
Fundament abtragen + Erdarbeitenca. 33 Euro
Entsorgungca. 25 Euro
Gesamtsummeca. 149 – 169 Euro
Tab. 1: Geschätzte Quadratmeterkosten für einen Hausabriss

Bei der obigen Auflistung ist zu bedenken, dass die tatsächlichen Preise von den angegebenen Quadratmeterkosten abweichen können. Wenn beispielsweise neben dem normalen Bauschutt auch problematische Abfallarten, wie etwa Asbest oder schadstoffbelastetes Holz, entsorgt werden müssen, können die Kosten für diesen Posten deutlich steigen. Auch bei der eigentlichen Abrissarbeit sind starke Schwankungen möglich, wenn beispielsweise das Haus in einem schwer zugänglichen Bebauungsgebiet liegt. Außerdem wichtig: Müssen Sie eine Abrissgenehmigung für den Hausabriss besorgen, sollten Sie diesen Punkt ebenfalls als weiteren Kostenfaktor einbeziehen.

Beispiel: Wenn Sie planen, ein Gebäude mit 150 Quadratmetern Wohnfläche abzureißen, müssen Sie hierbei mit Kosten zwischen 22.350 und 25.350 Euro rechnen. Bei einem kleineren Haus mit 100 Quadratmetern wären es dagegen nur 14.900 bis 16.900 Euro.

Einflussfaktoren auf die Kosten beim Hausabriss

Wie sich die Quadratmeterkosten für einen Hausabriss zusammensetzen, wissen Sie nun. Dadurch können Sie ungefähr ausrechnen, wie viel Geld Sie für einen professionellen Abriss bezahlen müssten. Vergessen Sie hierbei aber nicht, einen finanziellen Puffer einzukalkulieren. Denn gerade bei einem Hausabriss gibt es viele Faktoren, die zusätzlich einen Einfluss auf die Gesamtkosten haben können. Wir stellen Ihnen diese kurz vor:

  • Größe des Gebäudes
  • bauliche Gegebenheiten vor Ort
  • zu entsorgende Abfallarten
  • Keller oder Bodenplatte

Größe des Gebäudes

Die Größe des Gebäudes, das Sie abreißen möchten, hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie teuer der gesamte Hausabriss für Sie wird. Grundsätzlich gilt: Je größer das Haus, umso teurer der Abriss. Zusätzlich sollten Sie bedenken, dass größere Häuser eher eine Abrissgenehmigung verpflichtend werden lassen.

Je größer das Gebäude, desto höher die Abrisskosten © Kalle Kolodziej, stock.adobe.com
Je größer das Gebäude, desto höher die Abrisskosten © Kalle Kolodziej, stock.adobe.com

Bauliche Gegebenheiten vor Ort

Die Lage des betreffenden Gebäudes bestimmt die konkreten Abrisskosten maßgeblich: Steht das Haus frei zugänglich auf einem großen Grundstück, gibt es für die Abrissfirma meist keine Probleme, sodass der Abbruch schnell und reibungslos erledigt werden kann. Befindet sich das Nachbarhaus nur wenige Meter entfernt oder sind Zufahrtsstraßen und -wege sehr eng bemessen, wird es für die Abrissfirma deutlich komplizierter. Und je aufwendiger der Abriss ist, umso höher steigen die Kosten.

Info: Manchmal müssen für einen Abriss zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, wie beispielsweise Straßensperren auf dem davorliegenden Gehweg oder der Straße, vorgenommen werden. Um diese Details kümmert sich normalerweise die Abrissfirma, jedoch treibt der zusätzliche Mehraufwand die Kosten weiter in die Höhe.

Schwer zugängliche Gebäude erweisen sich beim Abriss als teurer © dihetbo, stock.adobe.com
Schwer zugängliche Gebäude erweisen sich beim Abriss als teurer © dihetbo, stock.adobe.com

Zu entsorgende Abfallarten

Bei einem Hausabriss können verschiedene Abfallarten anfallen, die anschließend fachgerecht entsorgt werden müssen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern – je nach Abfallart – auch viel Geld. Je problematischer die Stoffe sind, die entsorgt werden müssen, umso teurer wird es. Klassischer Bauschutt ist da noch vergleichsweise günstig, weil er dem Recycling zugeführt werden kann. Baumischabfälle sind dagegen teurer und richtig kostspielig wird es bei Sondermüll, wie etwa Asbest. Die Beschaffenheit der Baustoffe im abzureißenden Gebäude beeinflussen den Kostenspiegel entsprechend stark.

Unterschiedliche Abfallarten sollten stets sortenrein entsorgt werden © evbrbe, stock.adobe.com
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Keller oder Bodenplatte

Häuser mit Keller können gegenüber Häusern mit Bodenplatte einige Vorteile mitbringen – bei einem Hausabriss erweisen sie sich jedoch als merklich kostenintensiver. Denn wird ein Haus mit Keller abgerissen, muss dieser nach dem Abriss aufwendig ausgebaggert werden. Zudem fallen anschließend teure Erdarbeiten an – schließlich muss der Boden so verdichtet werden, dass er stabil genug für die Errichtung eines Neubaus ist. Bei einem Hausabriss mit Bodenplatte fallen all diese Arbeiten nur in geringerem Umfang an, wodurch sich meist niedrigere Kosten ergeben.

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Viele Faktoren bestimmen die Kosten eines Hausabrisses
Viele Faktoren bestimmen die Kosten eines Hausabrisses

Beim Hausabriss sparen: 3 Tipps, um die Kosten beim Hausabriss zu senken

Mit einer fünfstelligen Summe müssen Sie bei einem Hausabriss eigentlich immer rechnen. Wie hoch die Kosten genau ausfallen, können Sie allerdings selbst beeinflussen: Indem Sie Ihre Eigenleistung ins Spiel bringen und einige der anfallenden Aufgaben rund um den Hausabriss einfach selbst erledigen. Wo genau Sie selbst tätig werden und Abrisskosten reduzieren können, verraten wir Ihnen in den nachfolgenden drei Tipps:

Tipp 1: Vorarbeiten selbst erledigen

Die Vorarbeiten beim Hausabriss schlagen ungefähr mit 22 Euro pro Quadratmeter zu Buche – das sind Kosten, die Sie schnell einsparen können, indem Sie diese selbst übernehmen. Entrümpelung und Entkernung bieten viel Potenzial für Eigenleistung: Räumen Sie das abzureißende Haus einfach selbst frei, entsorgen Sie Sperrmüll in Eigenregie und entfernen Sie auch Türen, Fenster und Co. – vielleicht helfen Ihnen dabei ein paar Freunde oder Arbeitskollegen. So können Sie schnell mehrere tausend Euro einsparen.

Bei der Entkernung zu helfen, spart bei den Kosten für den Hausabriss © U. J. Alexander, stock.adobe.com
Bei der Entkernung zu helfen, spart bei den Kosten für den Hausabriss © U. J. Alexander, stock.adobe.com

Tipp 2: Abfallmenge verringern

Indem Sie sich um die Entkernung selbst kümmern, können Sie auch einen großen Teil der beim Hausabriss entstehenden Abfallmenge senken. Sperrmüll lässt sich vielerorts mehrmals jährlich kostenfrei entsorgen. Für Türen, Fenster und anderen Nebenprodukte gibt es oft dankbare Empfänger, die Ihnen die Materialien kostenfrei abnehmen. So reduziert sich die am Ende vom Abrissunternehmen zu entsorgende Abfallmenge Stück für Stück und Sie sparen bis zu vierstellige Summen ein.

Tipp 3: Zugänglichkeit sicherstellen

Direkt vor dem Haus, das abgerissen werden soll, steht ein großer Baum und rund um das Gebäude sind Büsche und Hecken gepflanzt? Das kann den Aufwand für die Abrissfirma vergrößern und somit die Kosten steigern, die Sie für den Abbruch zahlen müssen. Entfernen Sie solche Hindernisse schon im Vorfeld in Eigenregie, kann die Firma schneller loslegen und durchstarten – das macht sich auf der späteren Kostenabrechnung deutlich bemerkbar.

Info: Vorsicht bei Baumfällungen – hierfür brauchen Sie unter Umständen eine besondere Genehmigung, auch wenn diese sich auf Ihrem eigenen Grundstück befinden. Wenden Sie sich deshalb unbedingt vorab an die zuständige Behörde, um eventuelle Bußgelder zu vermeiden.

Senken Sie Kosten, indem Sie Vorarbeiten in Eigenregie durchführen
Senken Sie Kosten, indem Sie Vorarbeiten in Eigenregie durchführen
Wird ein Keller abgerissen, muss die Baugrube verfüllt und verdichtet werden © majorosl66, stock.adobe.com
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